Corona: Reisen ins Ausland

Regeln beachten!

Nun ist es wieder erlaubt zu reisen. Aber welche Einreisebestimmungen und Regeln gelten derzeit in Ihrem Reiseland?

Corona: Reisen ins Ausland

Rechtsfrage des Tages:

In einigen Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen, in anderen stehen sie vor der Tür. Wollen Sie verreisen, sollten Sie sich rechtzeitig über die Einreisebestimmungen Ihres Urlaubslandes erkundigen.

Antwort:

Bereits seit Mitte Juni hat das Auswärtige Amt die Reisewarnungen aufgrund der Corona-Pandemie für die meisten europäischen Länder aufgehoben. Für einige andere Länder der EU gelten sie hingegen zunächst noch bis zum 31. August 2020. Bestimmte Einreisebestimmungen müssen Sie aber auch ohne Reisewarnung kennen. Daher sollten Sie sich die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes für Ihre Urlaubsplanung zu Gemüte führen.

Unterschied Reisewarnung und Reisehinweis

Bis zum 15. Juni 2020 hatte das Auswärtige Amt eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Von nicht notwendigen Reisen wurde generell abgeraten. Diese Reisewarnung wurde nun für die meisten EU-Länder aufgehoben und in Reisehinweise umgewandelt. Zwischen den beiden Beurteilungen besteht ein großer Unterschied. Bei Reisewarnungen geht das Auswärtige Amt davon aus, dass für jeden Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben besteht. Daher sollte jeder Urlauber von nicht zwingend notwendigen Reisen Abstand nehmen. Eine Reisewarnung berechtigt einen Urlauber übrigens, die Reise kostenlos zu stornieren. Reiseveranstalter von Pauschalreisen müssen in diesem Fall in der Regel den vollen Reisepreis ohne Stornokosten erstatten. Reisehinweise enthalten hingegen nur Informationen über bestimmte Einreisebestimmungen, Zollvorschriften und medizinische und strafrechtliche Besonderheiten. Ein Reisehinweis gibt Reisenden nicht pauschal das Recht, eine Reise kostenfrei abzusagen. Eine kostenlose Stornierung mag im Einzelfall zwar möglich sein, bedarf aber einer besonderen Begründung.

Corona-Risikogebiet

Neben den Reise- und Sicherheitshinweisen sowie den Reisewarnungen legt das Auswärtige Amt zusammen mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Innenministerium fest, welche Länder als Corona-Risikogebiet gelten. Reisen Sie in ein solches Gebiet, müssen Sie nach der Rückkehr mit der Anordnung einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Die Einstufung als Risikogebiet ist nicht mit einer Reisewarnung gleichzusetzen.

Informieren Sie sich!

Bevor es in den Urlaub geht, sollten Sie sich über die unterschiedlichen Reisehinweise informieren. Diese können in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausfallen. Möchten Sie beispielsweise nach Griechenland fliegen, müssen Sie mindestens 48 Stunden vor der Einreise ein Online-Formular ausfüllen. Außerdem müssen Sie sich unter Umständen einem kostenlosen Covid-19-Test unterziehen. In Italien dürfen Sie hingegen beispielsweise ohne besondere Vorkehrungen mit Insassen aus einem Hausstand Auto fahren. Kommt eine haushaltsfremde Person hinzu, ist ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben. Außerdem dürfen höchstens zwei Personen aus unterschiedlichen Hausständen je Sitzreihe im Auto mitfahren, wobei der Beifahrersitz frei bleiben muss.

Wo finden Sie Informationen?

Als Pauschalurlauber können Sie sich bei Ihrem Reiseveranstalter informieren. Sind Sie auf eigene Faust unterwegs, können Sie beispielsweise auf die Internetseite des Auswärtigen Amtes schauen. Denken Sie auch an die Transitländer. Wollen Sie von Deutschland mit dem Auto nach Italien fahren, müssen Sie Österreich oder die Schweiz passieren. Die dort geltenden Regeln sollten Sie also auch kennen.

Teils hohe Strafen

Je besser Sie informiert sind, umso eher können Sie Ihren Urlaub genießen. Schließlich beginnt der Urlaub schon mit der Anreise. Vergessen Sie auch nicht, dass manche Länder hohe Bußgelder für Verstöße gegen Auflagen und Beschränkungen verhängen. Daher sollten Sie auch die Verhaltensregeln im Hotel, am Strand, Museum oder beim Stadtbummel kennen und befolgen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Damit Sie Ihr gutes Recht bekommen

Hier finden Sie garantiert den passenden Tarif. Z. B. den umfassenden Privat-Rechtsschutz für die Lebensbereiche Privat, Beruf, Wohnen und Verkehr.