Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt ebenfalls eine monatliche Rente, jedoch unabhängig von Ihrem Beruf und sogar, wenn Sie nicht erwerbstätig sind. Und zwar schon dann, wenn Ihnen nur eine der versicherten körperlichen Fertigkeiten abhanden kommt. Es gibt Varianten der GFV, in denen auch geistige Fähigkeiten und Bildschirmarbeit abgesichert sind, sie sind aber kein Standard.
Eine GFV ist in der Regel etwas günstiger als eine BU und hat weniger Gesundheitsfragen. Sie ist eine gute Alternative für körperlich anspruchsvolle Berufe oder Menschen, die nicht erwerbstätig sind.
Ein Beispiel:
Amir studiert Sport und hat einen Fahrrad-Unfall mit einer schweren Nervenverletzung. Er kann nicht länger Gehen, hat Probleme beim Knien oder Treppensteigen, er darf nicht Heben. Er muss sein Sportstudium aufgeben. Amir bekommt Leistungen aus einer BU oder GFV, je nachdem, was er abgeschlossen hat. Die EU leistet hier nicht, da Amir eine andere Ausbildung oder sitzende Arbeit machen kann.
Gut zu wissen:
Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur, wenn der Unfall auf dem direkten Weg zur Arbeit (oder Schule, Uni …) bzw. während der Berufsausübung / Ausbildung erfolgt. Da Amirs Unfall in der Freizeit passierte, bekommt er keine gesetzliche Unfallrente.