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Drohne versichern

Auf Nummer sicher fliegen

Wer eine Drohne fliegen möchte, braucht dafür Versicherungsschutz. Gut zu wissen: Schon beim ersten Flug müssen Sie eine Drohnenversicherung haben.

Ein älterer Mann steht im Freien und steuert eine Drohne mit einem Controller. (Bild KI-unterstützt generiert)

Ein Missgeschick beim Drohnenflug kann schnell teuer werden. Die private Haftpflichtversicherung schützt Sie vor den finanziellen Folgen versicherter Schäden und sichert auch Drohnen bis 5 kg ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drohnen-Haftpflicht ist Pflicht: Als Halter müssen Sie Ihre Drohne haftpflichtversichern, unabhängig vom Gewicht. 
  • Privathaftpflicht kann ausreichen: Prüfen Sie, ob Ihre private Haftpflichtversicherung die Drohnennutzung einschließt und welche Voraussetzungen dabei gelten. 
  • Haftpflicht oder Kasko: Die Haftpflicht übernimmt versicherte Schäden, die Ihre Drohne anderen zufügt. Eine Kaskoversicherung kann zusätzlich Schäden an der eigenen Drohne absichern.

Was sollten Drohnenpiloten vor dem ersten Drohnenflug wissen?

Ein kurzer Steuerfehler, eine Windböe oder ein technischer Defekt – und schon kann eine Drohne einen Schaden verursachen. Drohnenbesitzer müssen ihre Drohne daher bereits vor dem ersten Flug versichern. Je nach Nutzung kann Ihre Drohne schon über die Privathaftpflicht versichert sein. Hier erfahren Sie mehr zu den rechtlichen Bestimmungen, Kosten und versicherten Schäden.

Ist eine Drohnenversicherung Pflicht?

Der Halter einer Drohne – und damit nicht zwangsläufig der Pilot – haftet für sämtliche Schäden, die eine Drohne verursacht. Wenn z. B. die Drohne fremdes Eigentum beschädigt oder Menschen verletzt, muss der Halter für Sach- und Vermögensschäden aufkommen.

Daher gilt: Eine Haftpflichtversicherung ist verpflichtend für Drohnenhalter. Das legt das Luftverkehrsgesetz fest. Durch die verpflichtende Drohnenversicherung sind Drohnenbetreiber und Geschädigte vor den finanziellen Folgen eines Unfalls geschützt. 

Die Versicherungspflicht besteht unabhängig von den Flugkategorien und Drohnenklassen.

Gut zu wissen

Wann muss ich meine Drohne versichern?

Das Luftverkehrsgesetz schreibt vor, dass alle Drohnenbesitzer schon vor dem ersten Flug ihre Drohne versichern müssen.

Brauchen auch Drohnen unter 250 g eine Versicherung?

Auch Drohnen unter 250 g müssen haftpflichtversichert sein. Anders als bei einigen anderen gesetzlichen Vorgaben für Drohnen gibt es bei der Versicherungspflicht grundsätzlich keine Ausnahme für besonders leichte Modelle. 

Gut zu wissen

Welche Besonderheiten gelten für Drohnen unter 250 g?

Für Drohnen unter 250 g gelten einige Erleichterungen. So ist für viele Modelle kein Drohnenführerschein erforderlich. Eine Registrierung ist in der Regel nur nötig, wenn die Drohne mit einer Kamera ausgestattet ist. Die Versicherungspflicht gilt jedoch auch für Drohnen unter 250 g.

Welche Drohnenversicherung brauche ich?

Welche Versicherung für Ihre Drohne geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie Sie die Drohne nutzen und welchen Schutz Sie benötigen. Wichtig ist zunächst die Unterscheidung zwischen Haftpflicht und Kasko:

Versicherung Was ist versichert? Wann passt sie?  
Privathaftpflicht mit Drohnenschutz Schäden, die Sie mit Ihrer Drohne anderen zufügen Für private Drohnenflüge, wenn Ihre Privathaftpflicht die verwendete Drohne ausdrücklich einschließt  
Drohnen-Haftpflicht Schäden, die Sie mit Ihrer Drohne anderen zufügen Wenn die Drohne nicht über Ihre Privathaftpflicht abgesichert ist oder Sie einen weitergehenden Schutz benötigen  
Drohnen-Kaskoversicherung Schäden an der eigenen Drohne Schutz für das Fluggerät selbst, insbesondere bei hochwertigen Drohnen  
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Gut zu wissen

Wie viele Drohnen fliegen in Deutschland?

Laut Drohnenmarktstudie des Verbands Unbemannte Luftfahrt (VUL) waren 2023 schon rund 415.400 Drohnen in Deutschland im Einsatz. Davon wurden etwa 359.000 privat und 56.400 kommerziell genutzt. Damit entfielen rund 85 % auf die private Nutzung.

Wann kann ich meine Drohne über die Privathaftpflicht versichern?

Der private Drohnenmarkt in Deutschland ist groß. Deswegen schließen mittlerweile viele Privathaftpflichtversicherungen privat genutzte Drohnen mit ein. Ob Ihre Drohne tatsächlich mitversichert ist, hängt jedoch vom jeweiligen Tarif und den Versicherungsbedingungen ab. Bei schon länger bestehenden Haftpflichtversicherungen ist der Drohnenbetrieb z. T. noch nicht Bestandteil der Police. Checken Sie deshalb vor dem ersten Flug Ihre Versicherungsbedingungen. Prüfen Sie außerdem die folgenden Punkte:

Das sollten Sie prüfen

  • Gewicht der Drohne: Versicherer können festlegen, bis zu welchem Gewicht Drohnen mitversichert sind. 
  • Private Nutzung: Der Schutz über die Privathaftpflicht gilt grundsätzlich für private Freizeit- und Sportflüge. Eine gewerbliche Nutzung ist ausgeschlossen bzw. benötigt einen anderen Versicherungsschutz. 
  • Andere Piloten: Steuert beispielsweise ein Familienmitglied oder Freund Ihre Drohne, sollte der Versicherungsschutz auch für andere berechtigte Piloten gelten. 
  • Flüge im Ausland: Möchten Sie Ihre Drohne mit in den Urlaub nehmen, prüfen Sie, in welchen Ländern der Versicherungsschutz gilt. 
  • Gefährdungshaftung: Wichtig ist, dass auch Schäden abgesichert sind, für die Sie als Drohnenhalter ohne eigenes Verschulden haften. 

Gut zu wissen

Ist meine Drohne bei der ERGO Privat-Haftpflicht mitversichert?

Ja, mit der ERGO Privat-Haftpflicht versichern Sie Ihre Drohne einfach und kostengünstig mit. In den Tarifen Smart und Best ist die Nutzung zu Freizeit- und Sportzwecken für Drohnen bis 5 kg inbegriffen.

Wann brauche ich eine separate Drohnen-Haftpflichtversicherung?

Eine separate Drohnen-Haftpflicht kann sinnvoll oder notwendig sein, wenn Ihre Privathaftpflicht keinen ausreichenden Versicherungsschutz bietet. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Ihre Drohne das zulässige Höchstgewicht überschreitet oder der geplante Einsatz nicht vom Vertrag abgedeckt ist. 

Besonders relevant ist ein separater Versicherungsschutz bei gewerblicher Nutzung. Setzen Sie Ihre Drohne beispielsweise für erwerbsmäßige Foto- und Videoaufnahmen, Inspektionen oder Vermessungen ein, benötigen Sie eine Haftpflichtversicherung, die den gewerblichen Drohnenbetrieb ausdrücklich einschließt. Eine private Haftpflichtversicherung reicht dafür nicht aus.

Gut zu wissen

Wie viele Drohnen werden gewerblich genutzt?

Der gewerbliche Einsatz von Drohnen nimmt zu: 2022 wurden in Deutschland rund 56.400 Drohnen kommerziell genutzt – fast dreimal so viele wie 2019. Bis 2030 könnte ihre Zahl laut einer Marktprognose auf 80.000 Drohnen steigen. Dann wäre etwa jede fünfte Drohne gewerblich im Einsatz. Quelle: Drohnen-Marktstudie des Verbands Unbemannte Luftfahrt (VUL)

Wann ist eine Drohnen-Kaskoversicherung sinnvoll?

Die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung schützt nicht Ihre eigene Drohne. Möchten Sie auch Schäden am Fluggerät selbst absichern, kommt eine Drohnen-Kaskoversicherung infrage. Je nach Tarif leistet sie beispielsweise in den folgenden Fällen:

Wann kann eine Kaskoversicherung greifen?

  • Absturz oder Unfall 
  • Bedienfehler
  • Schäden durch Dritte 
  • Wasser- und Feuchtigkeitsschäden 
  • Diebstahl 
  • Schäden an mitversichertem Zubehör wie Kamera oder Akku

Ob sich eine Kaskoversicherung lohnt, hängt insbesondere vom Wert Ihrer Drohne und dem Leistungsumfang des Tarifs ab.

Welche Schäden deckt eine Drohnenversicherung ab?

Eine Drohnen-Haftpflicht schützt Sie vor Schadenersatzansprüchen Dritter, wenn Ihre Drohne einen Schaden verursacht. Welche Schäden versichert sind, hängt vom gewählten Versicherungsschutz ab. Typische Beispiele:

Schäden an Ihrer eigenen Drohne übernimmt die Haftpflicht dagegen nicht. Dafür benötigen Sie eine entsprechende Drohnen-Kaskoversicherung. 

Was kostet eine Drohnenversicherung?

Eine spezielle Drohnen-Haftpflichtversicherung kostet in der Regel zwischen 25 und 150 € pro Jahr. Wie hoch der Beitrag ausfällt, hängt unter anderem vom Leistungsumfang, der Deckungssumme und der Art der Nutzung (private oder gewerbliche Nutzung) ab. Auch eine Selbstbeteiligung kann den Preis beeinflussen.

Ist Ihre Drohne bereits über die Privathaftpflicht mitversichert, benötigen Sie für die private Nutzung keine zusätzliche Drohnen-Haftpflichtversicherung.

Eine Drohnen-Kaskoversicherung gibt es oft ab etwa 100 € pro Jahr. Je nach Wert der Drohne und gewünschtem Leistungsumfang können die Beiträge jedoch deutlich höher ausfallen. Entscheidend sind unter anderem Kaufpreis bzw. Versicherungssumme, mitversichertes Zubehör, Selbstbeteiligung und versicherte Risiken. Für gewerblich eingesetzte Drohnen gelten häufig andere Tarife und Bedingungen als für privat genutzte Modelle.

Worauf sollte man bei einer Drohnenversicherung achten?

Welche Drohnenversicherung für Sie passend ist, hängt in erster Linie von Ihren individuellen Wünschen und Plänen ab. Wenn Sie z. B. Ihre Drohne auch im Urlaub fliegen möchten, wählen Sie eine Haftpflichtversicherung, die Flüge im Ausland einschließt. Drohnenversicherungen unterscheiden sich u. a. in folgenden Leistungen:

Hier können sich Drohnenversicherungen unterscheiden:

  • Deckungssumme (beträgt im Idealfall mehrere Mio.)

  • Selbstbeteiligung

  • Nutzung durch Dritte

  • Flüge außerhalb von Modellflugplätzen 

  • Indoor-Flüge

  • Teilnahme an Flugwettbewerben

  • Steuerung übers Smartphone

  • Zahl der versicherten Drohnen 

  • gewerbliche Nutzung

  • Versicherungsschutz im Ausland

Kann man eine Drohne gegen Absturz versichern?

Der Absturz einer Drohne ist in den meisten Kaskoversicherungen für Drohnen abgedeckt. Im Schadensfall übernimmt die Versicherung die Reparaturkosten oder erstattet – je nach Police – den Neuwert bzw. Zeitwert. Achten Sie darauf, ob auch die folgenden Aspekte mitversichert sind:

  • Absturz ins Wasser 
  • Zubehör wie Kamera und Akku 
  • Bedienfehler 
  • Schäden durch Dritte 
  • Diebstahl 
  • gewerbliche Nutzung 

Was muss ich beim Drohnenflug außerdem beachten?

Muss ich meine Drohne registrieren?

Bei privat genutzten Drohnen müssen sich i. d. R. die Halter beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren. Die Regel dient dazu, dass der Besitzer eines solchen Luftfahrzeugs im Falle eines Schadens schnell ermittelt werden kann. Eine Ausnahme gilt nur, wenn Sie ausschließlich Drohnen unter 250 g fliegen, die zudem weder Kameras noch Sensoren enthalten. Sie werden als reines Spielzeug eingestuft.

Bei der Registrierung müssen Sie Angaben zu Ihrer Drohnenversicherung machen und ein eingescanntes Ausweisdokument einreichen. Anschließend erhalten Sie eine Registrierungsnummer, die e-ID. Diese müssen Sie sichtbar und dauerhaft an allen betroffenen Drohnen anbringen. 

 

Gut zu wissen

Brauche ich einen Drohnenführerschein?

Für alle Drohnen ab 250 g benötigen Piloten einen Drohnenführerschein. Den einfachen EU-Kompetenznachweis können Piloten ab 16 Jahren auf der Internetseite des Luftfahrt-Bundesamts online ablegen.

Kann man Drohnen einfach gewerblich nutzen?

Seit der Anpassung der EU-Drohnenverordnung im Jahr 2021 gelten für die gewerbliche Nutzung von Drohnen dieselben Vorschriften wie für die Privatnutzung. Das betrifft besonders die Registrierung, Versicherungspflicht und Regeln für den Drohnenflug (z. B. Mindestabstand zu Personen, max. Höhe).

Allerdings schließt die private Haftpflicht die gewerbliche Nutzung der Drohne normalerweise nicht mit ein. Daher brauchen Sie hierfür meist eine separate gewerbliche Haftpflichtversicherung für Ihre Drohne. 

 

Gut zu wissen

Wie entwickelt sich der Drohnenmarkt in Deutschland?

Der Drohnenmarkt ist groß, die wirtschaftliche Bedeutung von Drohnen könnte aber noch deutlich zunehmen. Die Marktstudie von 2023 prognostiziert, dass der deutsche Drohnenmarkt von 955 Mio. € im Jahr 2022 auf mehr als 1,7 Mrd. € im Jahr 2030 wächst. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem die gewerbliche Nutzung. Drohnen sind längst mehr als fliegende Kameras. Gewerblich kommen sie beispielsweise bei Vermessungen, Inspektionen, Kartierungen oder Transportaufgaben zum Einsatz – etwa im Bau, in der Landwirtschaft, der Energiebranche oder bei Immobilien.

FAQ – häufige Fragen zur Drohnenversicherung

Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.

Brauche ich für meine Drohne eine Versicherung?

Ja. Drohnen müssen in Deutschland grundsätzlich haftpflichtversichert sein. Je nach Tarif und Nutzung kann der Versicherungsschutz bereits über Ihre Privathaftpflicht bestehen oder eine separate Drohnenhaftpflicht erforderlich sein.

Gibt es Drohnen, für die ich keine Versicherung brauche?

Nein. In Deutschland besteht grundsätzlich für sämtliche Kopter eine Versicherungspflicht, unabhängig von Gewicht oder Drohnenklasse. Auch Drohnen unter 250 g müssen daher haftpflichtversichert sein.

Ist meine Drohne über die private Haftpflichtversicherung versichert?

Das hängt von Ihrem Tarif ab. Viele private Haftpflichtversicherungen schließen Drohnen ein, allerdings können z. B. Vorgaben zu Gewicht, Nutzung oder versicherten Personen gelten. Prüfen Sie daher vor dem ersten Flug Ihre Versicherungsbedingungen.

Was ist der Unterschied zwischen Drohnen-Haftpflicht und Drohnen-Kasko?

Die Drohnen-Haftpflicht übernimmt versicherte Schäden, die Ihre Drohne anderen zufügt. Eine Drohnen-Kaskoversicherung schützt dagegen die eigene Drohne, z. B. bei einem Absturz oder einer Beschädigung.

Was passiert, wenn ich ohne Drohnenversicherung fliege?

Wer eine versicherungspflichtige Drohne ohne Haftpflichtversicherung fliegt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen. Zudem müssen Sie für verursachte Schäden unter Umständen selbst aufkommen.

Sind mehrere Drohnen über eine Versicherung versichert?

Das hängt vom jeweiligen Tarif ab. Bei manchen Haftpflichtversicherungen können mehrere Drohnen gleichzeitig versichert sein. Prüfen Sie daher, ob die Anzahl der Drohnen begrenzt ist und welche Bedingungen jeweils gelten. 

Dürfen auch andere Personen meine versicherte Drohne fliegen?

Das hängt vom jeweiligen Tarif ab. Bei vielen Drohnenversicherungen dürfen auch andere Personen die versicherte Drohne steuern. Prüfen Sie jedoch, welcher Personenkreis als Drohnenpilot mitversichert ist und ob Einschränkungen gelten. 

Gilt die Drohnenversicherung auch im Ausland?

Das hängt vom jeweiligen Tarif ab. Viele Drohnenversicherungen bieten auch im Ausland Versicherungsschutz. Prüfen Sie vor der Reise, in welchen Ländern der Schutz gilt und ob besondere Bedingungen zu beachten sind.

Brauche ich für eine gewerblich genutzte Drohne eine spezielle Versicherung?

Ja. Nutzen Sie Ihre Drohne bzw. Ihren Kopter gewerblich oder beruflich, benötigen Sie einen Haftpflichtschutz, der diese Nutzung ausdrücklich abdeckt. Eine private Haftpflichtversicherung reicht dafür in der Regel nicht aus.

Stand: 13.10.2026

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