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Führerschein Probezeit

Probezeit für Fahranfänger

Nach bestandener Prüfung beginnt die zweijährige Probezeit für Fahranfänger. Erfahren Sie mehr über die Regeln und die Folgen von Verkehrsverstößen.

Eine Frau richtet den Rückspiegel in ihrem Auto ein

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Probezeit dauert grundsätzlich zwei Jahre und beginnt mit der erstmaligen Erteilung einer Fahrerlaubnis. Sie startet bei später erworbenen Führerscheinklassen nicht erneut.
  • Bei bestimmten Verkehrsverstößen während der Probezeit werden ein Aufbauseminar und eine Verlängerung der Probezeit um weitere zwei Jahre angeordnet. Entscheidend ist dabei die Art des Verstoßes.
  • Besonders wichtig für Fahranfänger: Alkohol und Cannabis am Steuer sind während der Probezeit tabu. 

Was muss ich beim Führerschein auf Probe beachten?

In der Probezeit gelten für Sie dieselben Verkehrsregeln wie für andere Autofahrer. Besonders wichtig sind jedoch die zusätzlichen Folgen bei bestimmten Verstößen: Ein A-Verstoß oder zwei B-Verstöße lösen ein Aufbauseminar und eine Verlängerung der Probezeit aus. Außerdem gilt für Fahranfänger in der Probezeit ein Alkohol- und Cannabisverbot am Steuer.

Wenn Sie Ihre Fahrschule und die Fahrprüfungen erfolgreich abgeschlossen haben, bekommen Sie Ihren Führerschein auf Probe. Die Probezeit gilt in der Regel 2 Jahre. Durch schwere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung verlängert sich die Probezeit jedoch. Schwerwiegende Delikte und Missachtungen der Verkehrsregeln haben Folgen für Ihre Probezeit. Erfahren Sie, welche Strafen auf Sie bei Zuwiderhandlungen zukommen und wie Sie ohne Probleme durch Ihre Probezeit kommen.

Führerschein-Probezeit - was ist zu beachten?

Was gilt während der Führerschein-Probezeit? Erfahren Sie im Video, worauf Sie besonders achten sollten und welche Regeln in der Probezeit gelten.

Frau mit Sonnenbrille und tätowierten Armen schaut mit breitem Lächeln aus einem türkisblauen Mini Cooper.

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Wann gilt die Probezeit beim Führerschein?

Wer in Deutschland erstmals eine Fahrerlaubnis erwirbt, erhält diese grundsätzlich auf Probe. Die Probezeit dauert zwei Jahre und beginnt mit der Erteilung der Fahrerlaubnis – also an dem Tag, an dem der Führerschein ausgestellt wird. Bei bestimmten Verkehrsverstößen während der Probezeit kann sie sich verlängern. Wird ein Aufbauseminar angeordnet, kommen weitere zwei Jahre hinzu. 

Die Probezeit gilt nur beim ersten Erwerb einer Fahrerlaubnis. Erhalten Sie beispielsweise mit 16 Jahren die Fahrerlaubnis der Klasse A1 („125er-Führerschein“), startet damit die Probezeit. Erwerben Sie später die Fahrerlaubnis der Klasse B, beginnt keine neue Probezeit. Läuft die zweijährige Probezeit zu diesem Zeitpunkt noch, gilt lediglich die verbleibende Restzeit. 

Auch beim späteren Erwerb einer Fahrerlaubnis der Klasse C (Lkw-Führerschein) beginnt keine neue Probezeit

Gut zu wissen

Welche Probezeit gilt beim begleiteten Fahren mit 17?

Eine Besonderheit gilt beim begleiteten Fahren ab 17: Auch wenn Sie zuvor bereits einen Mofa- oder Moped-Führerschein gemacht haben, beginnt mit dem Erwerb der Fahrerlaubnis der Klassen B oder BE eine neue zweijährige Probezeit.

Was darf ich nicht während der Führerschein-Probezeit?

Während der Probezeit gelten grundsätzlich dieselben Verkehrsregeln wie für alle anderen Autofahrer. Verkehrsverstöße können für Fahranfänger jedoch zusätzliche Folgen haben. Dabei wird zwischen A-Verstößen und B-Verstößen unterschieden. A-Verstöße gelten als schwerwiegender, B-Verstöße als weniger schwerwiegend. Bereits ein A-Verstoß löst Maßnahmen für die Probezeit aus. Bei B-Verstößen kommt es in der Regel auf einen weiteren Verstoß an.

Verkehrsverstöße in der Probezeit und ihre Folgen

Nicht jeder Verkehrsverstoß hat die gleichen Folgen: Maßgeblich sind Art und Häufigkeit des Verstoßes.

A-Verstoß

Ein A-Verstoß ist eine schwerwiegende Zuwiderhandlung. Dazu gehören unter anderem erhebliche Verstöße gegen Verkehrsregeln sowie bestimmte Straftaten im Straßenverkehr. Beispiele für A-Verstöße sind:

  • unerlaubtes Entfernen vom Unfallort 
  • Gefährdung des Straßenverkehrs
  • bestimmte Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung 

Bei einem schwerwiegenden Verstoß muss die Fahrerlaubnisbehörde ein Aufbauseminar anordnen. Die Probezeit verlängert sich dann um zwei Jahre. 

B-Verstoß

B-Verstöße sind weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen. Sie führen nicht bereits beim ersten Verstoß automatisch zu einer Verlängerung der Probezeit. Beispiele für B-Verstöße sind: 

  • eine fehlende oder mangelhafte Kfz-Ausrüstung wie z. B. abgefahrene Reifen 
  • die fehlende oder falsche Absicherung einer Unfallstelle 
  • das Fahren ohne Licht bei eingeschränkter Sicht 
  • die mangelhafte Ladungssicherung oder Überladung des Fahrzeugs.  

Nach § 2a StVG wird ein Aufbauseminar nur angeordnet, wenn innerhalb der Probezeit mindestens zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen vorliegen. 

Fehlverhalten

Neben A- und B-Verstößen gibt es auch leichtere Verkehrsverstöße, die mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden. Wer beispielsweise falsch parkt oder die Parkuhr nicht richtig einstellt, muss in der Regel mit einem Verwarnungsgeld rechnen. Solche Verstöße führen nicht zu einer Verlängerung der Probezeit. Hierfür relevant sind insbesondere die als A- oder B-Verstoß eingestuften Zuwiderhandlungen.

Wann verliert man den Führerschein in der Probezeit?

Die Sanktionen bei Verstößen während der Probezeit erfolgen in drei Stufen. 

Was passiert, wenn ich in der Probezeit geblitzt werde?

Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreitet, muss mit einem Bußgeld rechnen – das gilt für die Probezeit ebenso wie für langjährige Fahrerinnen und Fahrer.

Geblitzt in der Probezeit – was jetzt?

  • Ein Blitzerfoto während der Probezeit bedeutet nicht automatisch den Führerscheinentzug oder die Verlängerung der Probezeit. Entscheidend ist, wie schnell Sie gefahren sind. Bei einer geringeren Überschreitung, etwa 10 km/h zu schnell, fällt in der Regel ein Verwarnungsgeld an. Ein solcher Verstoß hat keine zusätzlichen Folgen für die Probezeit. 
  • Ab einer Überschreitung von 21 km/h zieht ein Blitzerfoto neben einem Bußgeld auch Punkte in Flensburg nach sich. Ein solcher Verstoß wird als A-Verstoß eingestuft und hat damit eine Verlängerung der Probezeit sowie ein Aufbauseminar zur Folge.  

Was gilt für Alkohol am Steuer in der Probezeit?

Grundsätzlich gelten während der Probezeit dieselben Verkehrsregeln wie danach. Eine Ausnahme ist die 0,0-Promillegrenze: Für Fahranfänger in der Probezeit gilt ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Wird Alkohol im Atem oder Blut nachgewiesen, werden ein Bußgeld, ein Punkt in Flensburg und weitere Maßnahmen (da A-Verstoß) für die Probezeit folgen. 

Die 0,0-Promillegrenze gilt außerdem für alle Fahrer unter 21 Jahren. Wer beispielsweise mit 16 Jahren die Fahrerlaubnis der Klasse A1 erwirbt, darf bis zum 21. Geburtstag keinen Alkohol vor dem Fahren konsumieren. Damit gilt das Alkoholverbot unabhängig davon, ob die Probezeit zu diesem Zeitpunkt bereits beendet ist.

Gut zu wissen

Was passiert, wenn ich während der Probezeit Punkte bekomme?

Ein einzelner Punkt in Flensburg bedeutet nicht automatisch, dass sich die Probezeit verlängert. Dafür zählt nur, ob der Verkehrsverstoß als schwerwiegende oder weniger schwerwiegende Zuwiderhandlung eingestuft wird. Unabhängig von der Probezeit gilt für alle Autofahrer: Ab acht Punkten im Register wird die Fahrerlaubnis entzogen.

FAQ – Häufige Fragen zur Führerschein-Probezeit

Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.

Dauert die Probezeit immer zwei Jahre?

Beim erstmaligen Erwerb einer Fahrerlaubnis beträgt die Probezeit immer zwei Jahre. Unter bestimmten Umständen kann sie sich um weitere zwei Jahre verlängern – beispielsweise nach einem angeordneten Aufbauseminar.

Endet die Probezeit automatisch mit 21?

Nein, die Probezeit endet nicht automatisch mit dem 21. Geburtstag. Entscheidend ist, wann die Fahrerlaubnis erstmals erteilt wurde.

Was passiert, wenn ich während der Probezeit einen Auffahrunfall habe?

Ein Auffahrunfall führt nicht automatisch zu einer Verlängerung der Probezeit. Maßgeblich ist immer, welcher konkrete Verkehrsverstoß dem Unfall zugrunde liegt und wie dieser rechtlich eingeordnet wird.

Stand: 09.10.2026

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