Ein Führerschein der Klasse B kostet in der Regel zwischen 2.500 € und 4.500 €. Der Preis variiert je nach Region, Fahrschule und Anzahl der benötigten Fahrstunden.
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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Führerschein Klasse B kostet derzeit zwischen 2.500 € und 4.500 €, abhängig vom Standort und von der eigenen Lerngeschwindigkeit. Es ist ratsam, sich rechtzeitig mit der Finanzierung zu beschäftigen.
- Die Kosten für die Sonder- und Übungsfahrten machen den größten Teil der Führerscheinkosten aus. Wenn Sie durch die Prüfung fallen, entstehen zusätzliche Kosten.
- Ein Preisvergleich lohnt sich beim Führerschein, da die Preise z. B. für Fahrstunden von Fahrschule zu Fahrschule variieren.
Diese Themen finden Sie hier
Was kostet es, den Führerschein Klasse B zu machen?
Der Führerschein für das Auto ist teurer als noch vor ein paar Jahren. Abhängig vom Bundesland und von der Fahrschule werden unterschiedlich hohe Preise für die Fahrerlaubnis fällig. Im Durchschnitt kostet der Führerschein zwischen 2.500 € und 4.500 €.
Wie viel kostet eigentlich ein Führerschein?
Erfahren Sie im Video, welche Kosten beim Führerschein zu erwarten sind und was Sie bei der Finanzierung beachten sollten.
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Wie setzen sich die Kosten für den Führerschein zusammen?
Die Gesamtkosten für einen Führerschein setzen sich aus fixen und variablen Ausgaben zusammen. Zu den fixen Kosten gehören verpflichtende Nachweise, die Kosten für den Antrag beim Straßenverkehrsamt sowie die Prüfgebühren.
Die variablen Kosten hängen von Ihrem Lernfortschritt und den Preisen Ihrer Fahrschule ab. Dazu zählen die Fahrstunden, die Gebühren für die Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung sowie die Lehrmaterialien.
Welche fixen Kosten fallen bei dem Führerschein an?
Die Kosten für die Führerscheinanmeldung sind überschaubar.
- Sehtest (nicht älter als 2 Jahre): 6,50–10 €
- Erste-Hilfe-Kurs: ca. 20–60 €
- Passbilder: ca. 10–25 €
- Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis beim Straßenverkehrsamt: 38–70 €
- Prüfgebühren für die theoretische Prüfung (TÜV oder DEKRA): ca. 25 €
- Prüfgebühren für die praktische Prüfung (TÜV oder DEKRA): ca. 130 €
Welche Kosten beim Führerschein sind von der Fahrschule abhängig?
Jede Fahrschule darf ihre eigenen Preise festlegen. Die Fahrschule erstellt in der Regel ein Angebot, in dem die Kosten für Ihren Führerschein aufgeführt sind. Schauen Sie sich diese Posten genau an und vergleichen Sie Preise verschiedener Fahrschulen.
Checkliste
- Grundgebühr (Verwaltungsaufwand, Theorieunterricht in der Fahrschule): 350–565 €
- Lehrmittel für das Lernen zu Hause (z. B. Bücher, Apps): 88–119 €
- Gebühr für die Vorstellung zur theoretischen Prüfung 60–137 €
- Gebühr für die Vorstellung zu der praktischen Prüfung (Nutzung des Fahrschulautos und Zeitaufwand des Fahrlehrers): 160–289 €
- ggf. Nachschulungsgebühren bei nicht bestandener Prüfung
- Kosten für Fahrstunden: 55-77€ pro Fahrstunde
Welche Dokumente benötige ich zur Führerscheinanmeldung?
Je nach Bundesland melden Sie sich beim Einwohnermeldeamt, der Zulassungsstelle oder Kreisbehörde für den Führerschein an. Bei Unsicherheit fragen Sie Ihre Fahrschule – viele übernehmen den Antrag auch für Sie.
Checkliste
- Bei der Führerscheinanmeldung sind neben dem ausgefüllten Anmeldeformular,
- der Personalausweis oder Reisepass,
- biometrische Passbilder,
- eine Sehtestbescheinigung eines Augenarztes oder Optikers,
- die Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs (Kurs über lebensrettende Maßnahmen am Unfallort) vorzulegen.
Gut zu wissen
Die Kosten für den Führerschein Klasse B steigen von Jahr zu Jahr
Der Führerscheinerwerb ist in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden – das belegt eine Auswertung des statistischen Bundesamts. So stiegen die Kosten für den Führerschein von 2022 auf 2023 um 7,6 % und von 2023 auf 2024 um 5,8 % an. Ursächlich für den Kostenanstieg sind vor allem die variablen Preise, z. B. für Fahrstunden, die die Fahrschulen selbst festlegen können.
Wie finde ich die passende Fahrschule?
Auch wenn die Kosten sehr unterschiedlich ausfallen können, sollten Sie bei der Auswahl der Fahrschule nicht nur auf den Preis achten: Auch die Qualität der Ausbildung und die Flexibilität sind entscheidend. Die Pflichtstunden bestehen aus 12 Stunden Theorieunterricht und 2 Stunden Zusatzstoff sowie Fahrstunden und 12 Sonderfahrstunden. Bei einigen Fahrschulen können Sie die Fahrstunden sehr schnell absolvieren, bei anderen müssen Sie länger auf den nächsten Termin warten. Auch die Theoriestunden finden je nach Fahrschule unterschiedlich häufig statt.
Lesen Sie die Bewertungen der Fahrschulen im Internet oder fragen Sie Freunde und Bekannte nach ihren Erfahrungen mit den Fahrschulen in der Nähe. Wenn Sie sich für eine Fahrschule entschieden haben, machen Sie sich selbst ein Bild und sprechen Sie mit den Fahrlehrern vor Ort.
Was kosten die Fahrstunden beim Führerschein?
Die Fahrstunden machen bei weitem den größten Anteil an den Führerscheinkosten aus.
Checkliste
- Eine reguläre Fahrstunde kostet zwischen 55 € und 77 €, wobei die Höhe der Kosten u. a. vom Wohnort abhängt.
- Die Anzahl der regulären Fahrstunden – also der Übungsfahrten – richtet sich nach Ihrem persönlichen Lernfortschritt.
- Einige Fahrschüler kommen mit etwa 10 Stunden aus, andere benötigen bis zu 25.
- Dazu kommen 12 verpflichtende Sonderfahrten: 4 Stunden auf der Autobahn, 5 Stunden auf der Landstraße und 3 Stunden bei Nacht.
- Für die Sonderfahrten werden in der Regel höhere Preise erhoben – meist kostet eine Stunde dann zwischen 60 € und 95 €.
Gut zu wissen
Sind die Führerscheinkosten abhängig vom Wohnort?
Die Gebühren für die Prüfungen (bei TÜV oder DEKRA) sind für alle Fahranfänger gleich. Aber die Preise für z. B. Fahrstunden oder Lehrmaterialien variieren stark von Fahrschule zu Fahrschule. So bezahlen Sie in der Stadt für Ihren Führerschein häufig deutlich mehr als auf dem Land.
Auch in den verschiedenen Bundesländern kosten die Führerscheine unterschiedlich viel. Im Schnitt ist der Führerschein für das Auto (Klasse B) in Bayern mit ungefähr 4.000 € am teuersten. In Berlin und Sachsen-Anhalt ist der Führerschein mit ca. 2.700 € bis 3.100 € am günstigsten.
Welche Kosten fallen für die unterschiedlichen Führerscheinklassen an?
Neben dem Führerschein der Klasse B (PKW-Führerschein) gibt es noch weitere Führerscheinklassen. Die Kosten für die verschiedenen Führerscheinklassen sind unterschiedlich hoch.
Begleitetes Fahren mit 17 (BF17)
Sie können bereits mit 17 Jahren den PKW-Führerschein machen. Ab dem 17. Geburtstag und mit bestandener Prüfung fahren Sie dann mit einer Begleitperson. Für das Begleitete Fahren mit 17 gelten ähnliche Preise wie beim normalen Führerschein der Klasse B für Fahrneulinge ab 18 Jahre. Zusätzliche Kosten fallen für die Überprüfung der Begleitpersonen und die Ausstellung der rosa Prüfbescheinigung an.
Mofa
Wenn Sie mit 16 Jahren einen Führerschein für Mofas bis 25 km/h machen, kostet das ca. 300–400 €. Es sind einige praktische Übungsstunden dafür nötig. Für diesen Führerschein ist jedoch keine praktische Prüfung notwendig.
Moped (Klasse AM)
Um ein Moped fahren zu dürfen, brauchen Sie den Führerschein der Klasse AM. Ein Führerschein für ein Kraftrad (bis zu 50 ccm und max. 45 km/h Höchstgeschwindigkeit) kostet ungefähr 500–1.200 €. Für diesen Führerschein ist eine praktische Prüfung Pflicht.
Motorrad (Klassen A)
Mit den Führerscheinen der Klassen A (A, A1 und A2) dürfen Sie Krafträder wie Motorräder fahren. Ab einem Mindestalter von 24 Jahren können Sie direkt in die Klasse A einsteigen, in der alle A-Klassen enthalten sind. Dieser Führerschein kostet Sie ungefähr 1.800–3.500 €. Haben Sie bereits den Führerschein AM oder A1, verringert sich der Preis ungefähr um die Hälfte – hier ist eine erneute praktische Prüfung erforderlich.
Lkw (Klassen C)
Ein Lkw-Führerschein kostet ab 2.500 € aufwärts – je nach angestrebter C-Klasse. Unter C-Klassen sind alle Führerscheine für Nutzfahrzeuge zusammengefasst, etwa für unterschiedlich schwere Kraftwagen mit oder ohne Anhänger. Zudem sind ein erweiterter Sehtest, eine ärztliche Eignungsprüfung und ein ausführlicherer Erste-Hilfe-Kurs nachzuweisen. Lkw-Fahrstunden sind i. d. R teurer als PKW-Fahrstunden.
So setzen sich die Kosten für den Führerschein zusammen.
| Durchschnittliche Kosten | |
|---|---|
| Sehtest | 6,50–10 € |
| Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis beim Straßenverkehrsamt | 38–70 € |
| Gebühr theoretische Prüfung TÜV / DEKRA | 25 € |
| Gebühr praktische Prüfung TÜV / DEKRA | 130 € |
| Erste-Hilfe-Kurs und biometrische Passbilder | 30–85 € |
| Grundgebühr | 350–565 € |
| Lehrmittel | 88–119 € |
| Sonderfahrten á 45 min (12 Pflichtstunden) | 720–1.140 € |
| Übungsfahrten á 45 min (mind. 20 Stunden) | 1.100–1.540 € |
| Vorstellung zur theoretischen Prüfung | 60–137 € |
| Vorstellung zur praktischen Prüfung | 160–289 € |
| Ungefähre Gesamtkosten | 2.707,50–4.110 € |
Wie erkenne ich, ob die Preise einer Fahrschule angemessen sind?
Folgende Richtwerte helfen Ihnen einzuschätzen, ob die Preise einer Fahrschule angemessen sind.
Grundgebühr
Die Grundgebühr sollte nicht höher sein als das 10-fache einer Übungsstunde.
Sonderfahrt
Der Preis für eine Sonderfahrt sollte höchstens das 1,5-fache einer normalen Fahrstunde betragen.
Gebühren für die Vorstellung zur Prüfung
Die Gebühren für die Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung sollten zusammen nicht höher sein als das 5-fache einer Fahrstunde.
Ein Führerschein ist mit hohen Kosten verbunden, daher beginnen viele früh mit dem Sparen und werden dabei oft von ihren Eltern finanziell unterstützt. Trotz der steigenden Preise sollten Sie unbedingt Wert auf eine qualitative, gute Ausbildung legen. So fühlen Sie sich im Straßenverkehr später sicherer.
- Kombiangebote der Fahrschule können sich lohnen. Wenn Sie den Pkw-Führerschein mit einem Führerschein der Klasse A verbinden, können Sie Kosten bei Grundgebühr und Theorieunterricht sparen.
- Manche Fahrschulen bieten ein Sorglospaket an. Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und Passbilder werden dann an einem Termin vor Ort gemacht, was Zeit und Geld spart.
- Achten Sie auf die Kostenaufstellung der Fahrschulen und lesen Sie das Kleingedruckte. Meist ist es besser, einmalig eine höhere Grundgebühr zu bezahlen als einen hohen Fahrstundenpreis.
- Wenn Sie durch die praktische Prüfung gefallen sind, benötigen Sie unter Umständen Nachschulungsstunden. Einige Fahrschulen verlangen für die Nachschulungsfahrstunden mehr Geld.
- Lassen Sie sich vom Fahrlehrer das Auto und seine Funktionen genau erklären. Seien Sie aufmerksam im Straßenverkehr und stellen Sie Fragen.
- Üben Sie regelmäßig die Verkehrsregeln, auch als Beifahrer mit Freunden und Verwandten. Je weniger Fahrstunden Sie brauchen, umso günstiger werden die Gesamtkosten für Ihren Führerschein.
- Sie können auch einen Verkehrsübungsplatz besuchen. Dort können Sie in Begleitung eines Führerscheininhabers und mit einem versicherten Fahrzeug das Fahren üben.
FAQ – Häufige Fragen zu Führerscheinkosten
Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.
12 Übungsfahrten kosten – je nach Fahrschule und Region – zwischen 660 € und 924 €, bei einem Stundenpreis von 55 € bis 77 €. Für die 12 Sonderfahrten müssen Sie mit höheren Preisen rechnen: Bei 60 € bis 95 € pro Stunde entstehen Kosten von etwa 720 € bis 1.140 €.
Sie dürfen Ihren Führerschein grundsätzlich nur an Ihrem Hauptwohnsitz oder am Ort Ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung, des Studiums oder der Arbeitsstelle machen. Den Führerschein in einem anderen Bundesland zu machen, ist normalerweise nicht erlaubt.
Stand: 14.01.2026
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