Die Leichtfahrzeuge sprechen vor allem junge Menschen ab 15 Jahren als Alternative zum Moped an. Aber auch Senioren und Pendler nutzen die kleinen Fahrzeuge. Ideal sind sie für alle, die wendig, sparsam und flexibel unterwegs sein möchten.
Wer mit dem Microcar unterwegs ist, braucht den passenden Versicherungsschutz. Wissen Sie, welche Microcar Versicherung momentan Pflicht ist?
Das Wichtigste in Kürze
- Microcars sind kleine und wendige Leichtfahrzeuge, die Platz für zwei Personen bieten, einen geschlossenen Innenraum haben und maximal 45 km/h fahren.
- Für ein Microcar benötigen Sie die Führerscheinklasse AM ab 15 Jahren. Wer bereits den Pkw-Führerschein der Klasse B hat, darf diese auch Mopedautos genannten Fahrzeuge ebenfalls fahren.
- Für das Fahren ist eine Haftpflichtversicherung Pflicht, eine Kaskoversicherung ergänzt den Schutz. Den Nachweis der Microcar Versicherung liefert das jährliche Versicherungskennzeichen.
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Microcars: die kompakten Leichtfahrzeuge
Sie passen in jede Parklücke, sparen Sprit und können bereits von Jugendlichen gefahren werden: Microcars sind für viele eine clevere Mobilitätslösung und Alternative zu einem Moped, bieten aber mehr Komfort. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige rund um die kompakten Leichtkraftfahrzeuge – vom Modellangebot über den Führerschein bis zum passenden Versicherungsschutz.
Was ist ein Microcar?
Ein Microcar sieht einem klassischen Auto auf den ersten Blick sehr ähnlich. Es hat vier Räder, Türen, einen geschlossenen Innenraum und bietet meist Platz für zwei Personen. Auch ein kleiner Stauraum für Taschen und Einkäufe gehört in der Regel dazu. Dennoch ist ein Microcar kein Pkw.
Technisch zählt es zu den Leichtfahrzeugen. Die Höchstgeschwindigkeit ist bauartbedingt auf 45 km/h begrenzt und das maximale Fahrzeug-Leergewicht auf 425 kg reduziert. Weil Microcars damit rechtlich näher an einem Mofa als an einem Auto liegen, werden sie umgangssprachlich auch Mopedautos oder Leichtmobile genannt und wie ein Zweirad versichert.
Gut zu wissen
Immer mehr Fahrzeughersteller setzen auf Leichtmobile: Da sind zum einen auf Microcars spezialisierte Unternehmen wie Ligier und Aixam mit einer breiten Modellpalette. Zum anderen haben mittlerweile auch namhafte Autoproduzenten eigene Microcar-Modelle im Angebot.
Bekannte Hersteller und Modelle sind zum Beispiel:
- Microcar: M.Go und Dué
- Aixam: City und Coupé
- Ligier: JS50 und Myli
- Chatenet: CH40 und CH46
- Casalini: M20 und 550
- Fiat: Topolino
- Citroën: Ami
- Opel: Rocks-e
- Silence: S04
Welche Antriebe haben Leichtkraftfahrzeuge?
Microcars haben je nach Modell und Hersteller unterschiedliche Antriebe. Hersteller wie Ligier oder Aixam setzen häufig auf effiziente Benzin- oder Dieselmotoren in ihren Leichtkraftfahrzeugen. Üblich ist ein Kraftstoffverbrauch von rund 3 bis 4 Litern pro 100 Kilometer.
Modelle wie Citroën Ami, Opel Rocks-e oder Fiat Topolino fahren elektrisch und damit ohne Emissionen. Moped-Autos mit Elektromotor verbrauchen im Schnitt etwa 7 bis 10 kWh pro 100 Kilometer und sind lokal emissionsfrei. Dadurch eignen sich Microcars besonders für kurze, urbane Strecken.
Was für einen Führerschein brauche ich für ein Microcar?
Um ein Microcar im Straßenverkehr fahren zu dürfen, brauchen Sie einen Führerschein der Klasse AM. Dieser berechtigt zum Fahren von leichten Kraftfahrzeugen mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h. Genau in diese Kategorie fallen die Microcars.
Die Führerscheinklasse AM umfasst eine theoretische und praktische Ausbildung sowie eine Prüfung, ist jedoch weniger umfangreich als bei einem Pkw-Führerschein. Wer bereits einen Führerschein der Klasse B besitzt, darf das Leichtkraftfahrzeug automatisch fahren. Eine zusätzliche Fahrerlaubnis ist dann nicht erforderlich.
Gut zu wissen
Muss ein Microcar versichert werden?
Sie sind verpflichtet, Ihr Microcar zu versichern. Wie bei jedem motorisierten Fahrzeug, das auf öffentlichen Straßen fährt, schreibt der Gesetzgeber einen Haftpflichtversicherungsschutz vor. Ohne gültige Versicherung drohen Bußgelder und rechtliche Konsequenzen.
Der Grund für die Notwendigkeit liegt in der finanziellen Absicherung von Schäden Dritter. Auch wenn ein Leichtmobil kleiner und langsamer als ein Pkw ist, kann es im Straßenverkehr Unfälle verursachen. Die Microcar Versicherung schützt Sie vor hohen Schadensersatzansprüchen und sorgt dafür, dass die Geschädigten nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben.
Was für Versicherungen hat man bei Microcars?
Für Microcars ist eine Mopedversicherung die richtige Wahl. Im Vergleich zur Kfz-Autoversicherung sind die Beiträge deutlich günstiger. Sie enthält den verpflichtenden Haftpflichtschutz sowie bei Bedarf eine freiwillige Teilkaskoversicherung.
Haftpflichtversicherung
Die Kfz-Haftpflicht schützt Sie vor hohen finanziellen Forderungen, wenn Sie mit Ihrem Leichtmobil anderen Personen einen Schaden zufügen. Mit der Deckungssumme in Millionenhöhe sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden abgedeckt.
Teilkaskoversicherung
Mit einer Kaskoversicherung schützen Sie Ihr eigenes Fahrzeug. Sie kann auf Wunsch als Zusatzbaustein die Haftpflicht ergänzen: Die Teilkasko übernimmt die Kosten bei Beschädigung, Zerstörung, Verlust oder Totalschaden des Fahrzeugs durch Gefahren wie Feuer, Diebstahl, Glasbruch und Unwetter. Selbst verursachte Schäden sind nicht versichert.
ERGO Moped- und Rollerversicherung
Ideal abgesichert im ersten eigenen Fahrzeug
Microcars sind besonders bei Fahranfängern beliebt: kompakt, wendig und perfekt für Stadt und Schule. Mit unserer Versicherung für Leichtfahrzeuge sind junge Fahrer im Alltag gut abgesichert – vom kurzen Weg bis zur ersten längeren Fahrt.
Die Beitragskosten für die Microcar Versicherung hängen von mehreren Faktoren ab. Meist lassen sich die kleinen Fahrzeuge aber deutlich günstiger versichern als ein normaler Pkw über eine Kfz-Versicherung. Schließlich sind sowohl das Unfallrisiko als auch die Schadenshöhe in der Regel geringer.
Checkliste
- Die Art der Versicherung: Eine reine Haftpflicht ist günstiger als eine zusätzliche Kaskoversicherung.
- Das Fahreralter und die Erfahrung: Jüngere oder unerfahrene Fahrer zahlen oft höhere Beiträge.
- Die regionale Einstufung: Wo Sie wohnen, beeinflusst das Risiko für Unfälle oder Diebstahl und damit die Prämie.
- Die Fahrleistung: Wer das Microcar nur gelegentlich nutzt, kann mit niedrigeren Kosten rechnen.
- Die Schadenfreiheitsklasse: Je länger Sie unfallfrei fahren, desto günstiger wird die Microcar Versicherung.
Gut zu wissen
FAQ – Häufige Fragen zu Microcars
Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.
Zu den bekanntesten Microcar-Marken gehören Ligier und Aixam. Je nach Modell und Ausstattung unterscheiden sich Komfort, Design und Technik deutlich. Auch die Preise variieren: Einfache Einstiegsmodelle sind günstiger, während besser ausgestattete Microcars mehr kosten. Ein Vergleich der Marken hilft, das passende Fahrzeug für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
Im Prinzip überall: Auf dem Land nutzen vor allem Jugendliche Microcars, um auch größere Strecken zurückzulegen, besonders wenn das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs begrenzt ist. In der Stadt punkten sie mit einfacher Parkplatzsuche, Wendigkeit in engen Straßen und einem praktischen Stauraum für Einkäufe.
Microcars sind auf Effizienz ausgelegt. Modelle mit Verbrennungsmotor überzeugen durch niedrigen Kraftstoffverbrauch und vergleichsweise geringe Emissionen. Immer beliebter werden auch elektrische Microcars, die emissionsfrei unterwegs sind und sich besonders für kurze Strecken in der Stadt eignen.
Obwohl Microcars klein sind, können Schäden durch Unfälle, Diebstahl oder Vandalismus teuer werden. Eine Teilkaskoversicherung sichert Ihr eigenes Fahrzeug gegen grundlegende Risiken und Schäden, die Sie nicht selbst verursacht haben.
Das Versicherungskennzeichen bzw. die Versicherungsplakette gilt immer für ein Jahr und endet in der Regel Ende Februar. Ab dem 1. März müssen Sie das neue Kennzeichen oder die Plakette am Microcar anbringen, bevor Sie wieder im Straßenverkehr unterwegs sind.
Um eine Microcar Versicherung abzuschließen, benötigen Sie lediglich die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Fahrzeugs. Diese enthält alle wichtigen Angaben, wie Hersteller, Fahrgestellnummer und maximale Geschwindigkeit.
Die Versicherung eines Microcars ist meist günstiger als bei einem normalen Pkw. Entscheidend sind dabei Faktoren wie Fahrzeugtyp, jährliche Kilometerleistung, Region und Schadenfreiheitsklasse. Ein geringeres Unfallrisiko senkt die Beiträge in der Regel.
Stand: 25.02.2026
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