Zum Inhalt springen

Augenkrankheiten

Welche Augenerkrankungen gibt es?

Von der weitverbreiteten Kurzsichtigkeit bis zum seltenen Augenkrebs: Diese Augenkrankheiten sollten Sie kennen.

Eine Frau liegt auf einem Behandlungstisch. Im Bild sind die Latexhandschuhe eines Arztes zu sehen.

Augenkrankheiten können das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen und hohe Behandlungskosten verursachen. Eine Augenversicherung hilft, finanzielle Risiken abzusichern und Kosten für Vorsorge, Behandlungen und Sehhilfen abzufangen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Auge ist ein empfindliches Organ. Es gibt zahlreiche Augenerkrankungen und Sehbeschwerden. Die meisten sind aber sehr selten. 
  • Viele Augenerkrankungen sind heute gut behandelbar. Medikamente und Laser-OPs können das Sehvermögen oft bewahren oder wiederherstellen.
  • Voraussetzung für eine wirkungsvolle Behandlung ist oft, dass die Krankheit rechtzeitig erkannt wird. Ab dem 40. Lebensjahr sollten Sie daher Ihre Augen regelmäßig vom Augenarzt kontrollieren lassen. 

Welche Augenkrankheiten gibt es?

Augenkrankheiten können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Viele Beschwerden sind zwar harmlos, manche erfordern aber eine vorübergehende Behandlung. Andere müssen dauerhaft, z. B. durch eine Sehhilfe korrigiert werden. Einige Erkrankungen können unbehandelt sogar zur Erblindung führen. Viele Augenerkrankungen sind jedoch sehr selten. Dieser Ratgeber informiert Sie über die häufigsten Augenerkrankungen, typische Symptome und zeigt Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Augenkrankheiten – was ist zu beachten?

Von trockenen Augen bis zum Grünen Star – erfahren Sie alles zu den wichtigsten Augenkrankheiten und wann Sie zum Arzt gehen sollten.

Lächelnder Mann mit Brille zu Hause – zum Sehen, Entspannen und Ausruhen im Wohnzimmer.

Augen- und Brillenversicherung

Für den perfekten Durchblick

Gesundheit & Vorsorge „Basic“ bietet einen preisgünstigen Augen-Schutz ohne Gesundheitsfragen und ohne Wartezeit! Die private Zusatzversicherung von ERGO übernimmt Kosten für Augen-Vorsorgeuntersuchungen, Brillen/Kontaktlinsen, Augen-OPs und unfallbedingte Erblindung.

Z. B. 10,80 € monatlich

Was sind die häufigsten Augenerkrankungen und -beschwerden?

Wie viele Augenkrankheiten es insgesamt gibt, hängt von der jeweiligen Definition ab, da die Abgrenzung zwischen Alltagsbeschwerden wie überanstrengten Augen, Fehlsichtigkeit und tatsächlichen Erkrankungen nicht immer eindeutig ist. Die häufigsten sind im Folgenden aufgelistet.

Die häufigsten Augenerkrankungen

  • Trockene Augen
  • Fehlsichtigkeit – Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung, Schielen
  • Entzündungen
  • Keratokonjunktivitis epidemica („Augengrippe“)
  • Grauer Star (Katarakt) 
  • Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) 
  • Grüner Star (Glaukom) 
  • Diabetische Retinopathie 
  • Gefäßverschlüsse der Netzhaut 
  • Rot-Grün-Schwäche und Farbenblindheit

Trockene Augen

Fast jeder kennt es: Wenn die normale Benetzung der Augenoberfläche mit Tränenflüssigkeit gestört ist, werden die Augen trocken: Sie jucken oder brennen, sind gerötet und manchmal lichtempfindlich. Die Ursachen sind meistens in der Umgebung zu finden: trockene Raumluft, Wind oder UV-Strahlung. Auch längere Arbeit am Computer kann zu trockenen Augen führen. Denn beim Starren auf einen Bildschirm blinzeln Menschen seltener und verteilen daher weniger Tränenflüssigkeit auf dem Auge. 

Gegen trockene Augen hilft Frischluft oder Luftbefeuchtung in Innenräumen. Auch befeuchtende Augentropfen und     -salben verschaffen Linderung. 

Mehr zum Thema trockene Augen und was dagegen hilft, finden Sie im ERGO Ratgeberartikel „Trockene Augen“. 

Welche Fehlsichtigkeiten gibt es?

Formen von Fehlsichtigkeit sind weit verbreitet. Dabei kann das Auge Gegenstände in bestimmten Entfernungen nicht scharf sehen. Fehlsichtigkeit wird meist durch Brillen und Kontaktlinsen korrigiert. Aber auch eine Laser-OP kann helfen. Dabei wird Gewebe an der Augenhornhaut abgetragen, um die Brechkraft des Auges zu verändern. 

Was macht man bei Entzündungen am Auge?

Entzündungen gehören zu den häufigsten Augenerkrankungen und können an verschiedenen Stellen im Auge auftreten. Dazu zählen unter anderem:

  • Bindehautentzündung: Entzündung der äußeren Augenhaut, die das Auge und die Innenseite der Lider bedeckt 
  • Hornhautentzündung: betrifft die durchsichtige Hornhaut und kann das Sehvermögen beeinträchtigen 
  • Entzündung des Augenlids: Entzündung am Lidrand, häufig im Zusammenhang mit verstopften Drüsen 
  • Uveitis: Entzündung von Iris, Strahlenkörper und Aderhaut

Symptome sind oft Jucken, Brennen, Augenrötung und Tränenfluss. Entzündungen können verschiedene Ursachen haben: Bakterien, Pilze, Viren, Allergien, Fremdkörper, aber auch Wind und UV-Licht. Behandelt werden Entzündungen mit  Symptome sind oft Jucken, Brennen, Augenrötung und Tränenfluss. Entzündungen können verschiedene Ursachen haben: Bakterien, Pilze, Viren, Allergien, Fremdkörper, aber auch Wind und UV-Licht. Behandelt werden Entzündungen mit  Augentropfen, die auf die Ursache abgestimmt sind.

 

Auch Hagel- und Gerstenkörner zählen zu den Entzündungen:

  • Bei einem Hagelkorn ist eine Talgdrüse im Auge verstopft und entzündet sich.
  • Ein Gerstenkorn wird durch eine bakterielle Infektion am Lidrand oder an der Innenseite des Augenlids verursacht. 

Beide Formen heilen häufig von selbst ab, beim Gerstenkorn können zusätzlich antibakterielle Salben eingesetzt werden., die auf die Ursache abgestimmt sind. 

Gut zu wissen

Welche Augenkrankheiten sind ansteckend?

Zu den hochansteckenden Augenkrankheiten zählen bakterielle und virale Bindehautentzündungen (Konjunktivitis), da sie durch Schmierinfektion übertragbar sind. Eine spezielle, hochgradig infektiöse Form der Bindehautentzündung ist die sogenannte „Augengrippe“.

Was ist eine „Augengrippe“ (Keratokonjunktivitis epidemica)?

Bei dieser Infektionskrankheit werden Binde- und Hornhaut von Adenoviren befallen. Die Folge können grippeartige Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber und Erschöpfung sein. Die Augen sind gerötet, geschwollen und tränen stark. Manchmal verschlechtert sich das Sehvermögen. 

Diese Augenkrankheit verschwindet nach einigen Wochen meist von selbst. Sie ist allerdings sehr ansteckend und verbreitet sich über die Tränenflüssigkeit. Daher ist sie in Deutschland meldepflichtig.

Was sind die häufigsten Augenerkrankungen im Alter?

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko neben der Altersweitsichtigkeit auch für andere Augenerkrankungen deutlich an. Einige davon können das Sehvermögen stark einschränken und unbehandelt zu schwerem Sehverlust führen.

Augenerkrankung bei Diabetes: Diabetische Retinopathie

Bei Typ-2-Diabetikern ist abgesehen von anderen Gesundheitsrisiken auch das Sehvermögen gefährdet. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann Nerven und Blutgefäße so sehr schädigen, dass es zu Sehstörungen kommen kann – bis zur Erblindung. 

Neben einer richtigen Einstellung des Diabetes ist auch dabei die Früherkennung wichtig. Dann kann die Diabetische Retinopathie durch Lasereingriffe und Medikamente behandelt werden.

Gut zu wissen

Was sind die gefährlichsten häufigen Augenkrankheiten?

Zu den schwerwiegendsten häufig auftretenden Augenerkrankungen gehört das Glaukom (grüner Star), da der Sehnerv oft unbemerkt durch zu hohen Augendruck beschädigt wird. Er ist eine der häufigsten Ursachen für eine Erblindung. Ebenso gefährlich für das Sehvermögen ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). 

Woher kommen Rot-Grün-Schwäche und Farbenblindheit?

Manche Menschen können Rot und Grün schwer unterscheiden – vor allem Männer. In seltenen Fällen werden bestimmte Farben überhaupt nicht wahrgenommen. Solche Sehbeeinträchtigungen sind meist erblich bedingt und können daher nicht behandelt werden.

Achtung: Das Farbsehen kann auch aufgrund anderer Augenkrankheiten gestört sein. Mögliche Ursachen: 

Welche seltenen Augenkrankheiten gibt es noch? 

Es gibt noch weitere Augenkrankheiten, die aber ziemlich selten sind. Die folgenden Erkrankungen haben besonders schwerwiegende Folgen:

Welche Augenkrankheiten sind angeboren?

Es gibt eine Reihe erblich bedingter Augenerkrankungen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Angeborener Grauer Star (Katarakt)
    Trübung der Augenlinse bereits bei Geburt. Kann das Sehvermögen stark beeinträchtigen und muss oft früh operiert werden. 
  • Angeborener Grüner Star (Glaukom)
    Erhöhter Augeninnendruck durch Fehlbildung im Abfluss des Kammerwassers. Führt unbehandelt zu Schäden am Sehnerv. 
  • Angeborenes Schielen
    Fehlstellung der Augen, bei der sie nicht parallel ausgerichtet sind. Kann zu Sehschwäche auf einem Auge führen. 
  • Ptosis (angeborenes hängendes Augenlid)
    Herabhängendes Oberlid, das das Sichtfeld einschränken kann. 
  • Amblyopie (Schwachsichtigkeit)
    Sehschwäche, die sich in der frühen Kindheit entwickelt, oft durch Schielen oder Fehlsichtigkeit verursacht.
  • Okulärer Albinismus
    Genetisch bedingter Mangel an Pigmenten, der auch die Augen betrifft und zu Sehproblemen führt. 

Augenerkrankungen: Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Gegen einige Augenbeschwerden können Sie selbst etwas tun, z. B. gegen trockene Augen. Andere können von allein abheilen, wie Hagel- und Gerstenkorn – auch wenn sie das nicht immer tun. Bei vielen Krankheiten kann aber nur der Augenarzt helfen.

Nachlassende Sehkraft

Wann immer Sie mit Ihrer Sehkraft nicht mehr zufrieden sind, sollten Sie zum Arzt gehen. Das gilt besonders, wenn Sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Sehfähigkeit schnell verschlechtert. 

In den meisten Fällen handelt es sich wahrscheinlich nur um eine Fehlsichtigkeit. Ihr Arzt stellt dann fest, welche Brille Sie brauchen. Möglicherweise haben Sie aber auch eine ernstere Augenerkrankung. Dann ist es gut, wenn mit der Behandlung möglichst schnell begonnen wird. 

Auffällige Sehstörungen

Sehstörungen wie Lichtblitze, schwarze Flecken oder Schatten können Anzeichen einer schweren Augenkrankheit sein. Das Gleiche gilt für Einschränkungen des Gesichtsfelds – wenn Sie z. B. nur noch Objekte gut sehen, die sich zentral vor Ihnen befinden. Oder aber, wenn Sie nur noch zum Rand Ihres Gesichtsfeldes hin klar sehen. 

Achtung: Wenn Sie plötzlich Lichtblitze wahrnehmen, kann das auf eine Netzhautablösung hindeuten. Gehen Sie dann unbedingt schnell zum Arzt.

Augenschmerzen

Da sich in den Augen nur wenige Schmerzrezeptoren befinden, sind Augenschmerzen eigentlich ungewöhnlich. Treten sie dennoch auf, kann das die Folge einer Erkrankung an einem Glaukom sein. Aber auch bei harmloseren Ursachen kann Ihr Arzt Ihnen helfen.

Dramatische Notfallereignisse

Gehen Sie bei schweren, plötzlich auftretenden Sehstörungen sofort zum Arzt: Plötzliche Blindheit, Doppeltsehen, Gesichtsfeldausfälle und ähnliche dramatische Symptome können auf einen Schlaganfall hindeuten. Auch ein Augeninfarkt kann innerhalb kürzester Zeit zu schweren Sehstörungen führen. Weitere mögliche Ursachen sind akute Vergiftungen. 

Vorsorge gegen Augenkrankheiten im Alter

Viele Augenkrankheiten entwickeln sich langsam. Ihre gravierenden Folgen für die Sehfähigkeit zeigen sich oft erst im höheren Alter. Dann kann es für eine wirksame Behandlung aber schon zu spät sein. Deshalb ist es sinnvoll, etwa ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. 

Gut zu wissen

Augenkrankheiten erkennen: Was sind die frühen Warnzeichen einer Augenkrankheit?

Grundsätzlich gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Auch scheinbar harmlose Symptome können auf eine schwerere Augenerkrankung hindeuten. Wenn Augen z. B. dauernd jucken, brennen, tränen oder gerötet sind sowie eines der oben genannten Warnzeichen auftritt, lassen Sie die Ursache besser abklären. 

FAQ – Häufige Fragen zu Augenkrankheiten

Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.

Wie kann ich Augenerkrankungen vorbeugen?

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt sind wichtig, um Erkrankungen am Auge früh zu erkennen. Zusätzlich helfen ein gesunder Lebensstil, UV-Schutz (Sonnenbrille), Bildschirm-Pausen und eine ausgewogene Ernährung, die Augen zu schützen.

Wie hoch ist mein persönliches Risiko für eine Augenerkrankung?

Das Risiko, am Auge zu erkranken, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa Alter, genetischer Veranlagung, Vorerkrankungen wie Diabetes und Lebensstil. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für viele Augenerkrankungen deutlich an.

Welche Sehstörungen sind bei Kindern häufig?

Zu den häufigsten Sehstörungen, von denen Kinder betroffen sind, zählen Weit- und Kurzsichtigkeit, Hornhautverkrümmung, Schielen sowie allgemeine Schwachsichtigkeit.

Können die Augen Schwindel verursachen?

Ja, Sehprobleme wie nicht korrigierte Fehlsichtigkeit oder Augenmuskelschwächen können Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen auslösen, da Sehen und Gleichgewicht eng zusammenarbeiten.

Kann sich eine Augenkrankheit langfristig auf meine Arbeitsfähigkeit auswirken?

Ja, insbesondere unbehandelte oder fortschreitende Augenerkrankungen können die Sehfähigkeit dauerhaft einschränken und damit auch die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind daher entscheidend.

Stand: 02.10.2026

Tipps der Redaktion

Lesen lohnt sich!