Zum Inhalt springen

Grauer Star

Katarakt erkennen und behandeln

Die Augenerkrankung äußert sich in einer Trübung der Augenlinse. Diese lässt sich nur mit einer Katarakt-OP behandeln.

Ein älterer Mann schaut sich ein Buch an. (Bild KI-unterstützt generiert)

Die Augen verändern sich im Laufe des Lebens. Mit der ERGO Augen- und Brillenversicherung können Sie sich Zuschüsse für Brillen, Kontaktlinsen und augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen sichern und so Ihre Augengesundheit gezielt unterstützen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Grauer Star (Katarakt) führt dazu, dass sich die Augenlinse zunehmend eintrübt und die Sehkraft nachlässt. Ohne Behandlung führt der Graue Star im Spätstadium zur Erblindung.
  • Typische Symptome sind verschwommenes Sehen, eine erhöhte Blendempfindlichkeit sowie eine veränderte Wahrnehmung von Farben und Kontrasten.
  • Behandelt wird Grauer Star meist durch eine Operation: Dabei wird die getrübte Linse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt.

Wenn die Sicht langsam nachlässt – was steckt dahinter?

Der Graue Star, auch Katarakt genannt, ist eine meist altersbedingte Augenerkrankung. Tritt er im höheren Lebensalter auf, wird er auch als Altersstar bezeichnet. Durch die Trübung der Augenlinse lässt langfristig das Sehvermögen nach. Der Graue Star ist gut behandelbar, muss aber operativ therapiert werden. Dabei wird die natürliche getrübte Linse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt.

Was ist Grauer Star?

Bei der Augenerkrankung Grauer Star handelt es sich um die Eintrübung der normalerweise klaren Augenlinse. Dadurch reduziert sich ihre Durchlässigkeit für Lichtstrahlen. Betroffene sehen zunehmend verschwommen, fühlen sich schneller geblendet und nehmen Farben weniger kräftig wahr. Außerdem können Sie feine Details schlechter erkennen.

Der Graue Star tritt vor allem in der zweiten Lebenshälfte auf. Wie schnell die Linsentrübung zunimmt und wie stark das Sehvermögen beeinträchtigt wird, ist individuell verschieden. Da die Veränderungen meist schleichend eintreten, werden sie nicht immer sofort als Erkrankung erkannt.

Gut zu wissen

Woher kommt der Begriff „Grauer Star“?

Durch die Linsentrübung wirkt die Pupille in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung grau. Zudem führte die Erblindung früher zu einem starren Blick der Betroffenen. Früher nahm man an, dass geronnene Flüssigkeit im Auge die Trübung der Linse verursacht. Die sehr stark getrübte Linse ist weiß gefärbt, was an die weiße Gischt eines Wasserfalls erinnert. Daher die Bezeichnung Katarakt, die aus dem Griechischen stammt und Wasserfall bedeutet.

Welche Symptome hat Grauer Star?

Grauer Star äußert sich vor allem durch Veränderungen der Sehkraft. Der Prozess verläuft häufig langsam und schmerzfrei. Welche Beschwerden besonders auffallen, hängt auch davon ab, welcher Bereich der Linse getrübt ist.

Grauer oder Grüner Star: Was ist der Unterschied?

Grauer Star und Grüner Star sind unterschiedliche Augenerkrankungen. Sie betreffen verschiedene Bereiche des Auges und haben unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Ein direkter Vergleich ist deshalb nicht pauschal möglich.

Lächelnder Mann mit Brille zu Hause – zum Sehen, Entspannen und Ausruhen im Wohnzimmer.

Augen- und Brillenversicherung

Für den perfekten Durchblick

Gesundheit & Vorsorge „Basic“ bietet einen preisgünstigen Augen-Schutz ohne Gesundheitsfragen und ohne Wartezeit! Die private Zusatzversicherung von ERGO übernimmt Kosten für Augen-Vorsorgeuntersuchungen, Brillen/Kontaktlinsen, Augen-OPs und unfallbedingte Erblindung.

Z. B. 10,80 € monatlich

Was sind Ursachen und Risikofaktoren für Grauen Star?

Die Augenlinse altert ebenso individuell wie Haut und Haare. Deshalb ist der altersbedingte Graue Star die häufigste Form der Katarakt und tritt vor allem in der zweiten Lebenshälfte auf.

Daneben können verschiedene Faktoren die Entstehung einer Katarakt begünstigen:

Risikofaktoren

  • Augenverletzungen oder ein früheres Trauma am Auge
  • Chemo- und Bestrahlungstherapien
  • Diabetes
  • bestimmte Medikamente, beispielsweise eine längerfristige Einnahme von Cortison
  • bestimmte Gefäß- und Augenerkrankungen
  • starke UV-Belastung
  • Rauchen
  • hoher Alkoholkonsum

Kann man Grauem Star vorbeugen?

Eine Katarakt lässt sich nicht sicher verhindern. Einige beeinflussbare Risikofaktoren können jedoch reduziert werden. Dazu gehören beispielsweise der Schutz der Augen vor intensiver UV-Strahlung und der Verzicht auf Zigaretten.

Ist die Augenlinse bereits eingetrübt, bildet sich die Katarakt nicht von selbst zurück. Sehhilfen können Veränderungen der Sehschärfe zeitweise ausgleichen, beseitigen die Trübung der Linse aber nicht.

Welche Stadien hat der Graue Star?

Der Verlauf einer Katarakt lässt sich vereinfacht in 4 verschiedene Stadien einteilen. Die Entscheidung für eine Operation richtet sich jedoch nicht allein nach einem bestimmten Stadium, sondern vor allem danach, wie stark das Sehen und der Alltag beeinträchtigt sind.

Wie wird Grauer Star behandelt?

Grauer Star: Untersuchung und Diagnose

Ein Grauer Star kann bei einer augenärztlichen Untersuchung erkannt werden. Dabei wird das Auge unter anderem mit einer Spaltlampe untersucht.

Dafür können zunächst Augentropfen eingesetzt werden, die die Pupille erweitern. Anschließend lassen sich die Linse und weitere Bereiche des Auges genauer beurteilen.

Die Untersuchung ist nicht nur wichtig, um eine Katarakt festzustellen. Sie hilft auch dabei, andere Augenerkrankungen auszuschließen oder zu erkennen, die ebenfalls die Sehfähigkeit beeinträchtigen können.

Gut zu wissen

Kann ein Optiker Grauen Star erkennen?

Optiker können bei Sehtests oder Screenings Auffälligkeiten feststellen, die auf eine Augenerkrankung hinweisen. Eine medizinische Diagnose stellt jedoch die Augenärztin oder der Augenarzt. Wer neu auftretende Sehprobleme, starke Blendempfindlichkeit oder eine deutliche Sehverschlechterung bemerkt, sollte diese daher augenärztlich untersuchen lassen.

Grauer-Star-Operation: So wird die Katarakt behandelt

Die einzige Behandlungsoption des Grauen Stars ist die Operation. Zwar gleichen Sehhilfen die Sehprobleme im Anfangsstadium aus, sie können aber nicht dauerhaft helfen. Eine medikamentöse Therapie gibt es nicht.

Bei der Operation wird die trübe natürliche Linse entfernt und durch eine künstliche Intraokularlinse ersetzt.

Vor einer Grauer-Star-OP wird das Auge genau vermessen. Die benötigte Brechkraft der künstlichen Linse lässt sich dadurch möglichst präzise berechnen.

Kataraktoperation: Welche Linse ist geeignet?

Welche Linse geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, wie Sie nach der Operation sehen möchten, ob eine Hornhautverkrümmung besteht und ob weitere Augenerkrankungen vorliegen.

Linsenart Was ermöglicht die Linse? Was ist zu beachten?
Monofokallinse Scharfes Sehen in einer gewählten Entfernung, meist in der Ferne Für andere Entfernungen ist meist eine Brille nötig
Torische Linse Gleicht zusätzlich eine stärkere Hornhautverkrümmung aus Nur bei entsprechender Ausgangssituation geeignet
Multifokallinse und Sonderlinsen Ermöglichen Sehen in mehreren Entfernungen, können die Brillenabhängigkeit reduzieren Nicht für jedes Auge geeignet; optische Nebenwirkungen sind möglich

 

Welche Linse bei Grauem Star die beste ist, lässt sich daher nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind die Untersuchungsergebnisse sowie Ihre persönlichen Sehgewohnheiten und Erwartungen. Besprechen Sie Vor- und Nachteile der verschiedenen Linsentypen vor der Operation ausführlich mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt.

Was kostet eine Grauer-Star-OP?

Die Kosten einer Katarakt-OP hängen unter anderem von der gewählten Kunstlinse, dem Operationsverfahren und möglichen Zusatzleistungen ab. Sie betragen je nach Linsenart und Behandlung 1.800 bis 3.000 € pro Auge.

Bei medizinischer Notwendigkeit gehört die Kataraktoperation mit einer Standardlinse grundsätzlich zur Versorgung der gesetzlichen Krankenversicherung. Für bestimmte Sonderlinsen und zusätzliche Untersuchungen oder Leistungen können jedoch Eigenkosten entstehen.

Tipp: Lassen Sie sich vor dem Eingriff von Ihrem behandelnden Augenarzt oder Ihrer Augenärztin genau erklären, welche Leistungen medizinisch notwendig sind, welche Kosten übernommen werden und welche Leistungen Sie gegebenenfalls selbst bezahlen müssen.

Wie wird die Katarakt-OP vorbereitet?

Vor der Katarakt-OP wird das Auge gründlich untersucht und vermessen, zum Teil auch bei erweiterter Pupille. So kann die passende Kunstlinse berechnet und der Eingriff vorbereitet werden.

Das wird vor der OP untersucht:

Vorbereitung der OP

  • Bestimmung von Sehschärfe und Brillenwerten
  • Messung von Brechkraft und Augeninnendruck
  • Vermessung der Augenlänge zur Berechnung der Kunstlinse
  • Untersuchung der Hornhaut
  • Je nach Situation allgemeinmedizinische Untersuchungen, z. B. Blutdruckmessung, EKG, Abhören von Herz und Lunge sowie Blutuntersuchung
  • Besprechung von Vorerkrankungen und Einnahme von Medikamenten mit dem Arzt 

Gut zu wissen

Welche Voruntersuchungen zahlt die Krankenkasse?

Nicht alle Untersuchungen vor einer Katarakt-OP werden von der Krankenkasse übernommen. Klären Sie mögliche Zusatzkosten deshalb vorab.

 

Was ist am Tag der Grauer-Star-Operation zu beachten?

Tag der OP

  • Tragen Sie bequeme Kleidung
  • Verzichten Sie auf Schmuck
  • Verwenden Sie kein Make-up oder Hautpflegeprodukte
  • Legen Sie Haarnadeln und Haargummis ab

Wie wird die Katarakt-OP durchgeführt?

Bei der Katarakt-OP wird die getrübte Augenlinse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant und dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

  1. Betäubung und Vorbereitung des Auges
    Vor dem Eingriff werden Ihnen schmerzstillende Augentropfen verabreicht. Während der Operation erhalten Sie eine lokale Betäubung und eine Kurznarkose. Während dieser Dämmerschlafphase werden Sie von einem Anästhesisten bzw. einer Anästhesistin überwacht.
  2. Zugang zur Augenlinse
    Der Augenarzt setzt einen kleinen Schnitt am Rand Ihrer Hornhaut und öffnet die Membran, die die Linse umgibt. Die Schnitte sind minimalinvasiv und so klein, dass später meist keine Nähte erforderlich sind.
  3. Entfernung der getrübten Linse
    Kern und Rinde der getrübten Augenlinse werden mithilfe von Ultraschall zerkleinert und anschließend abgesaugt. Alternativ bieten manche Ärzte eine Laseroperation an, bei der bestimmte Schritte mithilfe eines Lasers durchgeführt werden.
  4. Einsetzen der künstlichen Linse
    Anstelle der entfernten Augenlinse wird die zuvor ausgewählte Kunstlinse eingesetzt und in Ihrem Auge platziert. Die kleinen Schnitte schließen sich in der Regel von selbst.
  5. Versorgung nach dem Eingriff
    Nach dem Eingriff wird Ihr operiertes Auge mit einer lichtundurchlässigen Augenklappe geschützt. Wenige Stunden später können Sie in der Regel wieder nach Hause. Bei der Kontrolluntersuchung am folgenden Tag wird die Augenklappe entfernt.

Gut zu wissen

Grauer-Star-OP: Laser oder Ultraschall?

Der Ultraschall-Eingriff ist das etablierte chirurgische Standardverfahren bei der Staroperation. Seit einigen Jahren kann der Eingriff auch mithilfe eines Lasers durchgeführt werden. Dazu wird die Linse mit einem Femtosekunden-Laser zerkleinert. Oft wird dieser Eingriff als besonders präzise und schonend bezeichnet. Ob die Laseroperation wirklich Vorteile gegenüber dem klassischen Eingriff aufweist, ist noch nicht hinreichend belegt.

Wichtig: Bei gesetzlich Versicherten zahlt die Krankenkasse die Laser-OP in der Regel nicht. Privatversicherte können oft Teilkosten über ihre Versicherung abrechnen.

 

Was muss ich nach einer Grauer-Star-OP beachten?

Der Heilungsverlauf kann individuell unterschiedlich sein. Folgen Sie deswegen immer den Anweisungen der behandelnden Praxis oder Klinik.

Wichtig: Werden Schmerzen oder Rötungen stärker oder verschlechtert sich Ihr Sehvermögen plötzlich, sollten Sie sofort einen Augenarzt aufsuchen.

Augen schonen nach der Staroperation: Was ist wann wieder erlaubt?

Die Heilung verläuft nach einer unkomplizierten Kataraktoperation meist zügig. Trotzdem braucht das Auge in den ersten Tagen und Wochen besonderen Schutz.

Wann darf man nach der Katarakt-OP wieder lesen?

Nach der Grauen-Star-OP können Sie lesen, sobald es sich für Ihre Augen angenehm anfühlt. In den ersten Tagen kann das Sehen allerdings noch verschwommen oder anstrengend sein. Legen Sie deshalb regelmäßig Pausen ein und überanstrengen Sie Ihre Augen nicht.

Dass die Nahsicht direkt nach der Operation noch nicht optimal ist, bedeutet nicht automatisch, dass etwas nicht stimmt. Je nach gewählter Kunstlinse kann später eine Lesebrille erforderlich sein.

Auch Fernsehen und die Nutzung von Bildschirmen schaden dem operierten Auge nicht. Machen Sie auch hierbei Pausen, wenn das Sehen anstrengend wird.

Wann darf man nach einer Grauen-Star-Operation wieder Autofahren?

Direkt nach der Operation dürfen Sie nicht selbst Auto fahren. Wann das Autofahren wieder möglich ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Ausschlaggebend sind die Sehschärfe nach der Operation, mögliche Sehschwankungen, Blendung oder Doppelbilder und gegebenenfalls eine noch erforderliche Brillenkorrektur.

Fahren Sie deshalb erst wieder, wenn Ihre Sehfähigkeit dafür ausreicht und die Augenärztin oder der Augenarzt keine Einwände hat. Bei manchen Menschen ist dies relativ schnell möglich, bei anderen dauert es länger.

Wie verläuft die Heilung nach der Katarakt-OP?

In den ersten Tagen nach der Katarakt-OP sehen Sie möglicherweise noch etwas verschwommen, doch das bessert sich schnell. Auch Schwankungen der Sehschärfe sind während der Heilung möglich. Denn die künstliche Linse muss erst ihren Platz im Auge einnehmen

Druck, ein leichtes Fremdkörpergefühl, Tränen oder eine leichte Rötung können ebenfalls auftreten. Normalerweise bessern sich solche Beschwerden schnell.

Wann die bestmögliche Sehschärfe erreicht wird, hängt unter anderem vom Heilungsverlauf, der eingesetzten Kunstlinse und weiteren Erkrankungen des Auges ab. Auch die benötigte Brillenstärke kann sich in den ersten Wochen noch verändern.

2 Wochen nach der Operation ist mit keinen körperlichen Einschränkungen mehr zu rechnen. Der komplette Heilungsprozess dauert üblicherweise 4 bis 6 Wochen.

Gut zu wissen

Kann Grauer Star nach der Operation wiederkommen?

Die entfernte natürliche Augenlinse kann sich nach einer Katarakt-OP nicht erneut eintrüben, da sie durch eine künstliche Linse ersetzt wurde. Später kann sich jedoch die verbliebene Linsenkapsel hinter der Kunstlinse eintrüben – das wird als Nachstar bezeichnet. Typische Beschwerden sind nachlassendes oder verschleiertes Sehen sowie eine zunehmende Blendempfindlichkeit. Ein Nachstar lässt sich normalerweise mit einem kurzen Lasereingriff behandeln.

 

Wie ist die Prognose nach einer Katarakt-OP?

Nach der Operation ist der Patient vom Grauen Star vollständig genesen. Die Krankheit kann nicht wieder auftreten. Die Kunstlinse, die meist aus Silikon oder Acryl besteht, muss nicht ausgetauscht werden. Sie ist ein Leben lang haltbar.

Wie gut das endgültige Sehvermögen wird, hängt jedoch nicht ausschließlich von der Behandlung des Grauen Stars ab. Andere Erkrankungen wie ein Glaukom, Erkrankungen der Netzhaut oder eine Makuladegeneration können das Ergebnis beeinflussen.

FAQ – Häufige Fragen zum Grauen Star

Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.

Wie macht sich Grauer Star bemerkbar?

Typisch sind verschwommenes oder schleierartiges Sehen, stärkeres Blenden, geringere Kontraste, blassere Farben sowie eine veränderte Sehschärfe. Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und ohne Schmerzen.

Was ist schlimmer: Grauer oder Grüner Star?

Beide Erkrankungen können das Sehvermögen stark beeinträchtigen, betreffen aber unterschiedliche Teile des Auges. Beim Grauen Star trübt sich die Linse, beim grünen Star wird der Sehnerv geschädigt. Eine Katarakt kann operativ behandelt werden. Beim Glaukom lassen sich bereits entstandene Sehnervschäden nicht rückgängig machen, weshalb eine frühzeitige Diagnose und Behandlung besonders wichtig ist.

Wann darf ich nach Grauer-Star-OP wieder lesen?

Lesen ist grundsätzlich schon kurz nach der Operation eines Grauen Stars möglich. Es schadet dem operierten Auge nicht. Da das Sehen anfangs noch schwanken oder schneller ermüden kann, sollten Sie in den ersten Tagen nach Ihrem persönlichen Empfinden Pausen machen.

Wann darf ich nach einer Grauen-Star-OP wieder Auto fahren?

Es gibt keine für alle geltende feste Wartezeit. Direkt nach der Operation dürfen Sie nicht fahren. Danach hängt die Fahrtauglichkeit insbesondere von Ihrer Sehschärfe, möglichen Sehschwankungen und einer eventuell benötigten Brille ab. Lassen Sie sich im Zweifel von Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt bestätigen, wann Sie wieder sicher fahren können.

Welche Linse ist bei Grauem Star geeignet?

Die Wahl hängt von Ihren Augen und Ihren Sehgewohnheiten ab. Eine Monofokallinse ist die Standardlösung und wird für eine bestimmte Entfernung eingestellt. Bei stärkerer Hornhautverkrümmung kann eine torische Linse infrage kommen. Multifokale oder andere Sonderlinsen können das Sehen in mehreren Entfernungen unterstützen, sind jedoch nicht für alle Menschen geeignet.

Kann man Grauen Star ohne Operation behandeln?

Eine Brille oder andere Sehhilfen können das Sehen im frühen Stadium verbessern. Die Trübung der Augenlinse selbst lässt sich dadurch jedoch nicht beseitigen. Bei relevanter Sehbeeinträchtigung ist die Katarakt-Operation die wirksame Behandlung.

Was passiert, wenn man den Grauen Star nicht operiert?

Ohne Operation schreitet der Graue Star in der Regel weiter fort und das Sehvermögen nimmt zunehmend ab. Betroffene sehen beispielsweise immer unschärfer und fühlen sich schneller geblendet. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Sehkraft stark eingeschränkt sein.

Kann Grauer Star erneut auftreten?

Die ursprüngliche Katarakt kann nach Entfernung der natürlichen Linse nicht zurückkehren. Es kann allerdings ein Nachstar entstehen, bei dem sich die verbliebene Linsenkapsel eintrübt. Dieser lässt sich in der Regel mit einem kurzen Lasereingriff behandeln.

Stand: 07.10.2026

Tipps der Redaktion

Lesen lohnt sich!