Oh Tannenbaum, wie werde ich dich los?

Weihnachten ade ...

Fängt der Weihnachtsbaum an zu nadeln, wird es langsam Zeit für den Abschied. Doch wohin mit der trockenen Tanne oder Fichte?

Oh Tannenbaum, wie werde ich dich los?

Rechtsfrage des Tages:

Auch wenn viele die weihnachtliche Pracht des geschmückten Baums noch ein wenig genießen wollen: Viele fangen langsam an, den Christbaum abzuschmücken. Aber wohin mit der nadelnden Tanne?

Antwort:

Die Weihnachtszeit ist vorbei und bald wird es Zeit, die Weihnachtsdekoration für das nächste Fest einzulagern. Ist der Baum erst mal geplündert, soll er verständlicherweise möglichst schnell das heimische Wohnzimmer verlassen. Doch je größer die Tanne, umso schwieriger wird die Entsorgung. Kommen Sie besser nicht auf die Idee, das alte Gehölz einfach im Wald zu entsorgen.

Ab in die Tonne

Wer nur einen kleinen Weihnachtsbaum entsorgen muss, kann ihm mit Heckenschere und Säge zu Leibe rücken. Kleine oder gehäckselte Bäume können Sie in den Biomüll geben. Achten Sie dabei darauf, dass sich die Äste nicht verkeilen und bei der Leerung in der Tonne stecken bleiben. Reicht Ihre Biotonne nicht aus, können Sie auch zusätzliche Wertstoffsäcke kaufen und den Baumschnitt zu den Abholterminen der Bioabfälle an die Straße stellen.

Kleiner oder großer Kompost

Sicherlich macht es einige Arbeit, einen größeren Baum in seine Einzelteile zu zerlegen. Wer aber einen eigenen Kompost hat, schafft sich eine gute Grundlage für seine Frühlingsbeete. Äste und Zweige Ihrer Weihnachtstanne können Sie auch noch zum Abdecken der Beete verwenden. So ist der Boden geschützt und die Pflanzen treiben im Frühling aus.

Wertstoffhof und Sammelplatz

Größere Weihnachtsbäume können Sie zu einer öffentlichen Sammelstelle oder einem Wertstoffhof bringen. Bei Ihrer Gemeinde erfahren Sie, wo Sie diese finden und zu welchen Zeiten sie geöffnet haben. Achten Sie dabei unbedingt auf mögliche Corona-Beschränkungen. Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit, den Baum im Garten oder hinter der Garage zwischenzulagern. So können Sie den größten Ansturm umgehen und den Baum entspannt in den nächsten Wochen entsorgen.

Abholservice

Viele Kommunen bieten einen kostenlosen Abholservice an. Wann Sie den Baum an die Straße legen dürfen, können Sie im Abfallkalender nachlesen. Mancherorts organisiert auch die Freiwillige Feuerwehr das Einsammeln der Bäume. Die trockenen Bäume werden dann meist gleich als Grundlage für das anstehende Osterfeuer gesammelt. Während im letzten Jahr wegen des Lockdowns die Sammelaktionen häufig ausgefallen sind, sind in diesem Jahr wieder einige Freiwillige unterwegs. Schauen Sie doch mal im Internet, ob und wann Ihre örtliche Freiwillige Feuerwehr in diesem Jahr loslegen will. Übrigens freuen sich die freiwilligen Helfer bestimmt über eine kleine Spende.

Abschmücken wichtig

Wie auch immer Sie Ihren Baum loswerden, schmücken Sie ihn sorgfältig ab. Achten Sie dabei darauf, dass kein Lametta und keine noch so kleine Kugel mehr dranhängt. Der Baumschmuck hat weder etwas in der städtischen Kompostieranlage noch in Ihrem Garten verloren.

Wild entsorgen verboten!

Einfach so ohne Abholtermin sollten Sie Ihren Baum nicht an die Straße legen. Je nach Bundesland drohen Ihnen nämlich teilweise saftige Bußgelder. Die wilde Entsorgung des Weihnachtsbaums kostet in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise bis zu 100 Euro Geldbuße. Wollen Sie gleich mehrere Tannen verschwinden lassen, können Sie mit bis zu 500 Euro zur Kasse gebeten werden. Diese Bußgelder gelten insbesondere, wenn Sie Ihren Christbaum kurzerhand im nächsten Waldstück auslagern wollen. Auch wenn Sie meinen, dass es sich um Biomüll handelt. Eine verrottende Tanne kann im Wald erheblichen Schaden anrichten und das sensible Ökosystem stören.

Einfache Entsorgung bei Leihe

Haben Sie in diesem Jahr einen echten Weihnachtsbaum ausgeliehen, müssen Sie sich über die Entsorgung keine Gedanken machen. Mit der Verleihfirma werden Sie klare Vereinbarungen getroffen haben, wann und wie Ihre Tanne wieder abgeholt wird.

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