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Lifehacks- Der Podcast mit Katrin

Einblicke in die Möhrchen WG

In dieser Podcast-Folge sprechen wir mit Franzi, Luke und Lukas über ihr gemeinsames Leben in der WG.

Lifehacks mit Katrin
Lifehacks Podcast Gast Tamara Schwab

In dieser Podcast-Folge sprechen Katrin und die Möhrchen-WG – Franzi, Luke und Lukas – darüber, wie WG-Leben wirklich ist: chaotisch, witzig, manchmal cringe, aber sehr ehrlich. Sie erzählen, wie sie zufällig in Stuttgart zusammengezogen sind, wie aus einem spontanen TikTok-Livestream die „Möhrchen-WG“ wurde und was eine gute WG ausmacht: offene Kommunikation statt passiv-aggressiver Andeutungen, Akzeptanz unterschiedlicher Typen, gemeinsames Zeitverbringen – und ein entspannter Umgang mit Geld, kaputten Sachen und Versicherungen. Außerdem geben sie Tipps für alle, die zum ersten Mal in eine WG ziehen: authentisch bleiben, eigene Grenzen kennen und eine WG wählen, die wirklich zu einem passt.

Luke: Ja, ich find's manchmal lustig, das war, bevor ich hier die WG gezogen bin, in einem Casting, wie manchmal ein so'n Detail richtig heraussticht. Zum Beispiel waren die so die Bolderer und die meinten, ja, wir suchen ja eigentlich schon jemanden, der auch boldert. Und dann war ich halt so, ich bin offen dafür, ich habe keinen Bock auf boldern, also ich wäre offen gewesen, aber es war jetzt nicht mein Grund. Dann fand ich's aber auch irgendwie krass so, daran macht ihr's aus? Das ist euer Grund, ihr könnt mit den Menschen nicht zusammenleben, wenn ihr nicht boldert?

Katrin: Du ziehst aus. Eigene Wohnung, eigene Regeln – oder zumindest: eine WG. Klingt nach Freiheit. Nach Spontanität. Nach Leuten, mit denen du einfach auf einer Wellenlänge bist. Und dann stellst du fest: Der eine lässt den Kühlschrank offen, die andere hat null Bock auf Putzen – und plötzlich wird das WG-Leben zur Charakterprüfung. Woran scheitert das Zusammenleben eigentlich wirklich? Und was macht es, wenn's funktioniert, so besonders?

Ich sitze heute hier mit Franzi, Luke und Lukas – besser bekannt als die Möhrchen-WG. Die drei leben zusammen in Stuttgart, studieren oder arbeiten – und machen nebenbei auf TikTok und Instagram Content über ihr WG-Leben, der Hunderttausende begeistert. Was sie von anderen unterscheidet: Sie zeigen das Zusammenleben so, wie es wirklich ist – ehrlich, chaotisch, manchmal cringe, und erstaunlich authentisch. Angefangen haben sie mit einem spontanen Livestream und einem Beerpong-Turnier, das ihnen ihren Namen eingebracht hat. Heute sprechen wir darüber, wie man sich eine WG sucht, ohne sich dabei selbst zu verlieren, was es wirklich braucht, damit das Zusammenleben klappt – und welche Versicherungen man als WG-Bewohner eigentlich auf dem Schirm haben sollte.

Wie habt ihr drei euch denn gefunden?

Luke: Das ist...

Katrin: Du meinst, plötzlich stand da so ein Lukas im Bad und du dachtest dir auch, naja, jetzt wohnt er halt da.

Franzi: Ähm... gar nicht. Das war Zufall. Also...

Ja, also ich war ja die Erste. Und dann, ähm... Ja, dann gab's noch mehr Wohnungsbesichtigungen. Und dann kam, glaub ich, Luke als erstes. Und er war für mich so direkt am Anfang... Er hatte hier so einen Knutschfleck am Hals. Egal, wird lustig. Und dann kam Lukas. Und dann kam Lukas. Und bei ihm dachte ich, boah, das komplette Gegenteil.

Luke: Das habe ich schon wieder vergessen oder verdrängt.

Franzi: Und erst dachte ich, boah, der ist voll der Langweiler. Und ich dachte ja, ich weiß nicht, ich habe echt ein bisschen richtig manchmal. Also ein bisschen richtig schon, denke ich jetzt manchmal schon, dass mein erster Eindruck doch richtig war. Aber du hast auch andere Seiten gezeigt von dir dann zwischendurch auch mal, die dann nicht so langweilig für mich waren. Ja und dann, ich kann auch nicht so gut nein sagen, habe ich eigentlich bei allen drei direkt gesagt, dass die reindürfen.

Katrin: Das geht runter wie Benzin, oder?

Lukas: Im Nachhinein.

Luke: Ja, wirklich der fünfte Shot Tequila, will gleich wieder hoch.

Lukas: Im Nachhinein hättest du dich wahrscheinlich anders entschieden, oder?

Franzi: Ja.

Lukas: Oha, nein.

Luke: Gab auch nicht große andere Leute, also du hattest nicht mal ne Auswahl. Du musst mit uns leben.

Katrin: Wo lebt ihr denn in welcher Stadt?

Luke: Stuttgart.

Ja, wir studieren beide an der Hochschule der Medien. Franzi macht Digital- und Medienwirtschaft. Ich mach Medien- und Wirtschaftspsychologie. Und Lukas arbeitet wie in ... wirklich, wie ... seinem Alter entsprechend.

Franzi: Lukas ist ein Arbeitstier.

Lukas: Also ich muss auch sagen, ich bin nicht wegen dem Studieren in die WG gezogen. Ich habe auch, man okay studiert, die bösen Leute würden sagen, ich habe nicht studiert, habe einen Techniker gemacht, ist ja kein offizielles Studium. Aber ja, und dann haben wir uns hier gefunden in Stuttgart.

Luke: Ja, falls man mal Monat nicht bezahlen kann, dann geht man kurz zu Lukas und sagt so, hast du mal Monat für mich?

Franzi: Wir brauchen halt auch jemanden, der Geld in die WG bringt, damit wir uns auch was leisten können.

Luke: Ich habe ein, zwei Mal in den Kommentaren bei uns gelesen, was heißt ein, zwei Mal, gefühlt unter jedem Video. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde. Ich glaub, das ist bei uns Programm.

Katrin: Man sagt ja auch, was sich liebt, das neckt sich. Von daher würde ich das unter der Sprache verbuchen. Wie seid ihr denn draufgekommen, überhaupt auf Social Media live zu gehen? Die meisten Leute werden euch ja kennen. Ich hab das erste Video, was ich von euch gesehen hab, da hat irgendjemand so einen Tannenbaum angeschlafert, so einen Weihnachtsbaum. Ich dachte, oh Junge, aber ...

Franzi: Das ist gar nicht mal so alt, Video, ne? Vier Monate oder so. Ähm, ja. Das war tatsächlich so, kam das von mir und Lukas, würde man, glaub ich, gar nicht so wirklich denken. Aber ich weiß nicht, irgendwie hatten wir beide Bock drauf. Und dann haben wir so überlegt, irgendwie, hatten auch so bisschen Langeweile, glaub ich. Mein Studium hat grad erst angefangen und irgendwie, ich weiß nicht, ich weiß den Grund gar nicht mehr so richtig. Und dann, Luke war erst so, nee, gar kein Bock.

Luke: Okay... N-Nein... Das war so... Das... Das war so... Ich muss schon bei der Arbeit Videos drehen, dann will ich nicht hier auch noch bei der NRWG vor der Kamera irgendwie stehen. Ja, irgendwie klingt das ähnlich.

Franzi: Und dann haben wir angefangen... Doch, wirklich, genau so war das. Und dann haben wir angefangen... Wie war es sonst? Sag es mir!

Auf jeden Fall, dann lief es, dann lief es gut und dann wollte Luke plötzlich... Nein Spaß, dann haben wir angefangen Livestreams zu machen. Dann haben wir angefangen Livestreams zu machen und das fand Luke richtig cool, weil Lukas und ich haben dann nämlich in meinem Zimmer hier in diesem Gebiet Beerpong gespielt und das live gestreamt auf TikTok und dann war Luke, warte mal, die machen gerade einen Livestream und er ist so ein... er liebt das und dann war er plötzlich into it und dann hatte er doch Bock. Genau so war das eigentlich.

Luke: Ja, aber man muss dazu sagen, ihr hattet davor, glaub ich, ein Video hochgeladen. Also es ist nicht so, als hättet ihr schon jahrelang Videos gemacht und dann bin ich erst dazugekommen. Ihr hattet ein Video davor hochgeladen und habt dann Livestream gemacht. Okay, vielleicht zwei. Und dann bin ich dazugekommen. Also ich bin jetzt auch nicht ein Follower-Chaser. Aber ihr hattet Zuschauer und das war ziemlich ansprechend, weil ich früher gestreamt hab auf Twitch und hatte keine Zuschauer und hab dann irgendwann die Lust verloren. Und da hattet ihr Zuschauer und ich war so, holy shit!

Franzi: Zwei vielleicht.

Hahahaha

Luke: Da kann man mit Leuten reden und die reden zurück.

Oh Gott, so einem Livestream oder auf so Video, so einem Livestream, ey, wir haben letztes Mal unseren Podcast mit gestreamt und wirklich nicht mit denen interagiert, weil wir einfach miteinander geredet haben. Und ich war überrascht, da waren immer noch 150 Leute drin. Crazy.

Katrin: Wie kommt man denn auf Möhrchen-WG? Auf den Namen überhaupt. Heißt einer von euch Möhrchen mit Nachnamen? Seht ihr euch als Möhrchen?

Lukas: Wir sehen uns, boah, ist eine funny Story. Sie begann damit, dass wir mal auf einem Bierpunkt-Turnier waren. Gemeinsam. Und dann gab es ein Team Möhrchen und ein Team Häschen. Jetzt kannst du dir vielleicht vorstellen, wer von uns gewonnen hat. Sonst hießen wir heute das Team Häschen WG. Aber es ist dann wohl doch die Möhrchen WG draus geworden. Und irgendwie, ich weiß nicht, der Name war dann so im Kopf und man war so, jo. Das ist so ein...

Luke: Und das wird wie hängen geblieben. Ja.

Lukas: Also so nennt sich ja kein normaler Mensch.

Luke: Ich finde es witzig, weil dieser Name schon ein kleines, ein großes bisschen cringe ist. Ich meine, Möhrchen, ist so ein... Nein, auf jeden Fall, holy shit, da sind wir aber sehr self-aware, dass das so ist. Und wie oft ich mir schon von irgendwie Freunden von meinem Mom, nee, von meinem Dad anhören muss, irgendwie so, ja, warum macht ihr nicht mehr Witze über Möhren oder so was? Ihr solltet mehr Möhren in die Videos einbauen.

Katrin: Gott sei Dank sagst du's.

Lukas: Also dazu muss man sagen, wir haben genau zwei Möhren in der WG, das ist die, Luke hinter sich hat und wir haben im Keller so eine zwei Meter große, die haben wir irgendwo mal gekauft, ich weiß gar nicht mehr wo.

Katrin: Ja, verstehe, jetzt zu dem ... Also, seht, euren ganzen Kanal, der hat ja auch so bisschen bewusst diesen kleinen Cringe-Faktor mit drin. So wie ich das ... Weil, ich habe dieses Video gesehen mit, er bringt ein Date nach Hause, das hat mir körperliche Schmerzen bereitet. Alles daran, wirklich. Aber das ... Okay, gut ist Also, ich beleidige jetzt niemanden, das ist quasi so bisschen die Absicht.

Luke: Also ich bin auch grundsätzlich liebe ich es auch, dass, also jetzt mal egal von vor der Kamera oder sowas, ich bin auch wirklich in echt. Ich liebe es, cringe zu sein und die Reaktion der anderen Person zu sehen, weil ich in mir einfach, vielleicht bin ich auch ein schlechter Mensch dadurch, aber ich liebe es einfach irgendwie so zu wissen, was ich meine Intention dahinter ist und weiß, was es bei wem anders verursachen kann. Ja, okay, je mehr ich sage, desto mehr klinge ich wie ein schlechter Mensch. Also ja.

Katrin: Was war bisher die schlimmste WG? Also was hast du so erlebt, wo du dir denkst, oh, geht gar nicht? Oder waren die alle irgendwie okay?

Luke: Also eine war richtig cool, da war ich mit anderen Studenten Kommilitone zusammengezogen. Das war auch eine richtig coole Zeit, weil wir alle auch das gleiche studiert haben, Musikproduktion und dann waren wir alle gleiche Interessen und es war ein sehr cooles Haus, das wo wir drin waren. Das war auch sehr cool. Ich würde sagen meine vorletzte, das meine davor, das war meine zweite WG. Da war es, der Vermieter hatte keine Lizenz und dann haben meine Mitbewohner den verklagt und dann bin ich da einfach mit rein in die Klage und dann habe ich, glaub ich, drei Monatsmieten zurückbekommen. Mein Vermieter war richtig böse auf mich, dass ich den während ich da wurde verklage und dann meinte ich zu ihm, hey, hab deine Lizenz und alles ist gut, aber es ist ja nicht meine Schuld, dass du keine Lizenz hast. Und ja, ansonsten... Es war arschkalt da drin, die Fenster hatten keine... Und das war auch einfach das Zimmer Scheiß. Aber die Mitbewohner, mit denen habe ich nicht viel gemacht. Deshalb bin ich deutlich glücklicher jetzt mit den zwei kann man auch was unternehmen.

Katrin: Das heißt, ihr macht auch viel zusammen abseits der Videos. Nur ihr drei dann? Oder kommen da jeweils noch die Freundeskreise dazu?

Franzi: Also heute Abend gehen wir bowlen.

Luke: Genau. Wir sind zu sechst an heute Abend.

Franzi: Ne, mit Freunden. Also wir machen schon manchmal auch was zu dritt, aber meistens sind dann noch unsere Anhänger mit dabei quasi.

Luke: Ja, haben auch, wir machen auch einiges alleine. Ich habe zum Beispiel eine Freundin, Tatsächlich hat Lukas auch eine Freundin. Die mögen es tatsächlich auch gerne, Zeit mit uns zu verbringen.

Katrin: So was.

Franzi: Haha

Lukas: Ja, es war, also wir waren vorher mal bei WG, es war auch meine erste WG. Ich bin auch so jungfreudig in eine reingezogen, wo ich auch so, ich hatte mir ein paar angeguckt und witzigerweise hatte ich bei einer anderen davor zugesagt, aber die haben dann jemand anders genommen, deswegen war es vielleicht auch Schicksal, dass ich jetzt hier gelandet bin dann. Aber ja.

Katrin: Was hat dich dazu bewogen, in eine WG zu ziehen?

Lukas: Mich hat dazu bewogen, also man muss dazu sagen, ich bin damals mit meiner damaligen Freundin auseinandergegangen und dann wollte ich unter Leute kommen, sag ich mal, und nicht in eine eigene Wohnung ziehen. Also es war jetzt bei mir nicht so dieser Geldaspekt im Vordergrund, sondern eher zu sagen, dass man mit Leuten zusammenzieht. Und ja, dann hatte ich mir ein paar angeguckt und hier hat mich überzeugt, dass, weiß nicht, einfach eine gute Wohnung und die Lage und auch, ich kannte witzigerweise, als ich unterschrieben habe, nur Franzi. Luke habe ich erst kennengelernt, als ich schon unterschrieben hatte. Aber... Nee. Ich habe eine kurze Beschreibung von Franzi bekommen, wer dieser Lukas ist, der einzieht.

Katrin: Ich habe auch schon vermehrt von Zweier- bis Sechser-WGs gewohnt. Und finde, die ersten Wochen reißt sich jeder noch zusammen. Und so nach einem halben Jahr gibt man sich nicht mehr so arg viel Mühe im Zwischenmenschlichen. Und das ist dann so, wo sich's auch so bisschen zeigt. Find ich.

Franzi: Ja, voll, absolut. Ich war am Anfang nämlich auch so bisschen fake ordentlich. Ich habe mich da sehr bemüht noch und dann irgendwie nach vier Wochen oder so dachte ich mir scheiß drauf. Ich zeig jetzt mein wahres Gesicht.

Katrin: Ist bei euch schon mal irgendwas Großes kaputt gegangen, danach so, also war Geld ein Thema? Du hast jetzt vorhin mal gesagt, na ja, man kann zu Lukas gehen, zu der Bank am Ende des Monats, aber was sagt ihr dann bei Geld? Hört die Freundschaft auf? Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht?

Lukas: Also was Großes kaputt. Ich habe mal eine Steckdose kaputt gemacht.

Franzi: Uns ist eigentlich noch nie wirklich was Großes kaputt gegangen. Wir teilen unsere Kosten ja auch auf Splitwise auf und ich habe dann jetzt mal so nach einem Jahr reingeguckt oder so und dann hatte ich auf einmal 150 Euro Schulden und Lukas hat halt auch nichts gesagt. Also ich glaub nicht, dass es so... Ich glaub nicht, dass uns das so ähm so juckt.

Katrin: Ich hatte das mal in der WG. Da hat meine Mitbewohnerin, so was war das. Wachs, glaub ich, umgekippt. Und es ist richtig in die Fugen des Bades rein. Das kriegst du nicht mehr raus. Wie? Da gibt's komische Lifehacks mit, bügelt drüber, aber bügelt über eine kalte Fliese. Da musste ich kein Experte sein, um zu wissen, was passiert. Da waren wir uns doch etwas uneinig, ob die Person dies verursacht hat oder dies bemerkt hat, dass in diesem Ton bemerken darf und wer das dann am Schluss zahlen muss. Wir konnten uns dann schon irgendwie einigen, aber das war, glaub ich, bei uns das größte Ding. Hattet ihr sowas schon mal?

Lukas: Da kann man ein Fun-Fact sagen. Wir haben ja, also das hatten wir vorher, ich weiß gar nicht, ob wir das genau erwähnt haben, wir haben die Zimmer ja einzeln angemietet beim Vermieter. Und wir haben ja auch Flur und Bad und alles und wir haben unsere Flurwand knallpink gestrichen.

Katrin: Das Video habe ich gesehen und glitzernd.

Lukas: Pinkglitzern, ja. Und ich weiß nicht, wer von uns da jetzt verantwortlich für wäre, das irgendwann mal wieder weiß zu streichen. Genauso wie auch bei uns im Flur, kurz vor der Badtür ist der Boden auch so bisschen aufgequollen.

Katrin: Also das mit der Wand würde ich hier explizit für euch lösen. Wer hatte denn einen Pinsel mit pinker Farbe in der Hand? Die Person nimmt vielleicht einen Pinsel mit weißer Farbe wieder in die Hand. Das ist tatsächlich relativ einfach. Verursacherprinzip.

Lukas: Ach praktisch, ich war's nicht.

Franzi: Sag das doch nicht!

Katrin: Sehr gern, ich hab mal ein Streitschlichter-Seminar gemacht in der Schule, also ihr könnt mich da gern dazu holen.

Franzi: Ich glaube, ich, ja, werden wir dann auch wahrscheinlich müssen. Aber ich glaub, da werde ich schon verloren haben, wenn du das jetzt so gesagt hast, dass der, der das auch pink gemacht hat, muss auch wieder weiß machen. Das ist ja schon bisschen unfair eigentlich, weil ich hatte ja schon die Arbeit mit unserer tollen pinken Wand, die jeder genießt jeden Tag.

Luke: Also eigentlich, Lukas, bist du dran. Weißt du, einer kocht, der andere wäscht ab.

Lukas: Ey, ich war in der Zeit im Urlaub, komm zurück. Auf einmal überrascht mich diese pinke Wand.

Katrin: Dann Tür wieder zu gemacht und wieder zurück in den Flieger.

Lukas: Ja.

Luke: Ja. Er hat eine Stunde geweint. Wir haben ihn fast nicht aus seinem Zimmer rausbekommen.

Lukas: Aber ich glaube das Witzigste, was kaputt gegangen ist war dieser Router. Ich bin nämlich ausgerutscht. Frag einfach nicht wie es passiert ist. Ich bin ausgerutscht, gegen den Router, dann ist der Router aus der Haltung, der ist so an der Wand hängen, dann ist der aus der Haltung, dann ist der Stecker, da sind doch diese Pins, dann war der ein Pin davon so richtig krass verbogen, die Steckdose in der Wand war kaputt.

Katrin: Und wer zahlt bei sowas? Habt ihr eine Hausratversicherung oder war das die Lukasbank?

Franzi: Lukasbank, I guess.

Lukas: Das hat die Steckdose haben wir sogar zusammen bezahlt. Nein, die habe ich privat bezahlt. Nee, das habe ich privat bezahlt.

Franzi: Echt? Ich wollte grad sagen. Sonst hätte ich dir jetzt aber gleich noch ein paar Federn rausgerupft. Ausgerupft.

Luke: Ich glaube in dem Moment wäre es auch wenn das Ganze, denn kaputt gegangen wäre Router. Ich glaube ich hätte da gestanden, mir die Überbleibsel angeguckt und Lukas ich hätte dir gesagt, Lukas du weißt das musst du bezahlen, du hast es kaputt gemacht Was hättest du mir da zurückgesagt? Was hättest du geantwortet Lukas?

Lukas: Ja, da hast du wohl recht, da musst du die Haftpflicht dann bezahlen.

Katrin: Ja, oder Haftpflicht. Aber habt ihr eine Hausratversicherung, falls eben mal was passiert? Irgendwie in der Wohnung?

Luke: Ich bin ganz ehrlich, ich hör zum ersten Mal davon.

Lukas: Wir haben eine Haftpflichtversicherung und das teilweise auch noch nicht so lange hier, muss man dazu sagen. Aber eine Hausrat haben wir nicht.

Katrin: Da haben wir wieder dieses jungen Menschen synchronisch unterversichert. Hat irgendjemand von euch eine Versicherung, über die gesetzliche Krankenkasse hinausgeht?

Lukas: Ja, eine Haftpflicht. Und eine Auslandskranken. Und eine Zahnzusatz. Also ich bin schon gut versichert, würde ich mal sagen.

Katrin: Und ihr beide? Franzi und Luke?

Franzi: Müsste ich tatsächlich meine Mutter fragen? Weiß ich nicht. Keine Ahnung.

Luke: Ja vielleicht bin ich irgendwo mitversichert, I doubt it. Aber äh ja, äh Dings, wie heißt es? Krankenversicherung, schmerzt schon.

Franzi: Ja! Jih, diesen Monat habe ich das erste Mal Krankenkasse-Abbuchung bekommen. Das tat richtig weh.

Katrin: Und ihr seid ja studentisch versichert, ne? Werdet mal über 30 und seid noch Studierende. Das ist nämlich...

Luke: Nein!

Katrin: Da sagt nämlich Deutschland, ach guck, ihr seid 30, ich gehe davon aus, euer Weg ist abgeschlossen. Hier, das doppelte an Rechnung. Das ist ... Wir da auch angerufen und meinte, ja, hallo Deutschland, ich habe ja noch genau so viel Geld wie gestern. So kann man da nichts machen. Nee, das leider.

Lukas: Eigentlich könnt ihr euch sogar freuen, dass ihr studentisch versichert sein könnt.

Franzi: Das ist ja krass.

Luke: Lukas, gibt's da Rentenversicherungsrabatt? So für Rentner?

Lukas: Für mich meinst du? Ob ich schon Rabatt bekomme? Nee, leider kann ich noch keine Rente abgreifen.

Luke: Ja, weißt du das? Ja. Äh, okay. Schade. Vielleicht bald.

Katrin: Was würdet ihr sagen ist so der Grund, dass man sich nicht mehr mit so Versicherungen beschäftigt? Ich kann es von mir sagen, ich bin da manchmal einfach faul und mir ist es zu oft egal, wenn man sich so denkt, was soll passieren irgendwie.

Luke: Ich weiß bei vielen gar nicht, dass es hier existiert. So zum Beispiel dieses Hausratsversicherung wusste ich ja eigentlich, dass es existiert. Und dann, was mich auch ganz oft stört, ist die immense Anzahl an Versicherungsanbietern. Ich bin jemand, wirklich, wenn ich mir einen Laptop oder ein Handy kaufe, ich vergleiche alles, alles, von oben bis unten Prozessor, Grafikkarte, Bildschirm, alles und ich will den perfekten Deal haben. Und...Naja, zumindest bei Versicherung, das klingt halt für mich so nach Aufwand, die auch alle zu vergleichen für eine Situation, bei der ich nicht mal sicher bin, ob sie überhaupt stattfindet.

Lukas: Ich habe vor einer Woche meine Haftpflichtversicherung gebraucht, weil ich es geschafft habe bei meinem Dad eine Gartenliege kaputt zu machen.

Franzi: Dafür bei deinem Dad, dafür brauchst du jetzt eine Haftpflichtversicherung.

Lukas: Ja, diese komischen Liegestühle haben 220 Euro gekostet. Und die waren kaputt. Ja, ich lag da drauf, mein Bruder ist noch ... Nee. Ich lag drauf, da kam mein Bruder noch, und wir waren zu zweit zu schwer nach hinten. Wir haben uns nach hinten gelehnt, weiß nicht, ob man das kennt. Und dann ist diese Querverbindung, die das hält, hinten, ist gebrochen.

Luke: Hast du Beteiligung, Selbstbeteiligung? Ich finde wir brauchen mehr Versicherungen für alle Situationen des Lebens. Auf Körperteile, auf spezifische Gegenstände, die man hat. Weil dann kann man sich das wie Add-ons dazu buchen. Keine Ahnung, ich bin, hatte einen Fahrradunfall, hätte ich mir auf meine Hand eine Handversicherung geholt, die wäre kaputt gegangen, ich was bekommen.

Katrin: Ja, ich hatte mal einen Kumpel, eine Unfallversicherung, bei der Schmerzensgeld mit drin war. Ey, da reißt du dir mal die Bänder und fährst in den Urlaub. Also das fand ich wirklich cool.

Luke: Okay, I don't know, das klingt mir bisschen so crazy. Ich konnte jetzt seit zwei Monaten keine Liegestütze machen, weil meine Hand da bisschen blöd war. Und ich hatte echt Panik, dass ich lange keinen Sport mehr mit dieser Hand machen kann. Also, Bänder…

Katrin: Was würdet ihr jetzt jemandem sagen, der gerade überlegt, ganz frisch in eine WG zu ziehen? Was sind eure Tipps? Worauf achte ich, wenn ich jetzt zum ersten WG-Casting gehe?

Luke: Das sind, finde ich, zwei unterschiedliche Fragen. Erstmal, ob man überhaupt in eine WG, also in eine erste WG, und wie man auf das Casting zugeht. Lukas, ich gebe an dich weiter.

Lukas: Danke. Ich würde einfach mal grundsätzlich sagen, man muss erstmal entscheiden, ob man in eine Zweck-WG will oder in eine offene WG will. Also so offen in Form von, dass man auch was gemeinsam macht. Ja, ich weiß nicht. Ich hab das Gegenstück gesucht zu Zweck-WG. Was ist der Unterschied? Der Gegenzug zu... Okay. Eine Nicht-Zweck-WG. Und wenn man sich dafür entschieden hat, dann let's go. Dann muss man halt...auch damit klarkommen, dass mal vielleicht Leute nicht so ticken wie man selber und vielleicht ein bisschen auch einen anderen Standard in irgendwelchen Weisen haben. Aber da kriegt man das meistens hin, dass man sich irgendwie arrangiert. Franzi, ich gebe das Wort an dich weiter.

Luke: Franzi, wie würdest du dich vorbereiten auf so ein Bewerbungsgespräch?

Franzi: Gar nicht. Ich würde da einfach locker rein gehen. Ich meine Persönlichkeit zeigen, so wie ich halt bin. Und entweder es passt oder halt nicht. Man merkt das ja auch schnell. Wir hatten jetzt auch WG-Castings für unseren... Das sind ja eigentlich vier Leute. Sophia ist jetzt ausgezogen. Die war aber auch schon sehr lange nicht mehr wirklich bei uns, sondern war eigentlich immer bei ihrem Freund. Und jetzt ist sie wirklich weg. Dann hatten wir auch ein paar Castings für den neuen Mitbewohner. Das hat dann auch ein paar WG-Castings gedauert, bis wir auch wirklich einen gefunden haben, wo wir auch dachten, ja, geil, der passt zu uns. Er ist da auch einfach locker reingegangen, hat sich vorher auch wirklich Gedanken gemacht, hat einfach erzählt, sich nicht verstellt. Und dann dachten wir, so, easy, lockerer Typ passt. Also, ja.

Lukas: Er hatte erst mal das Gespräch komplett vergessen, weil er irgendwo im Ausland war und hatte eine Stunde Zeitverschiebung. Und dann haben wir den angerufen und er lag noch irgendwo...

Franzi: Nein, das war der andere. 

Luke: Ja, ich find's manchmal lustig, das war, bevor ich hier die WG gezogen bin, in einem Casting, wie manchmal ein so'n Detail richtig heraussticht. Zum Beispiel waren die so die Bolderer und die meinten, ja, wir suchen ja eigentlich schon jemanden, der auch boldert. Und dann war ich halt so, ich bin offen dafür, ich hab keinen Bock auf boldern, also ich wär offen gewesen, aber es war jetzt nicht mein Grund. Dann fand ich's aber auch irgendwie krass so, daran macht ihr's aus? Das ist euer Grund, ihr könnt mit den Menschen nicht zusammenleben, wenn ihr nicht boldert?

Katrin: Und jemand, so ... Wenn ihr jetzt jemandem was raten müsstet, der so von daheim gerade eben aussieht, was wäre das?

Luke: Das kostet Geld. Bleibt daheim.

Lukas: Spar dir das alles, spar dir das Geld. Nein. Ich glaub Franzi, du kannst das am besten wahrscheinlich noch beantworten, weil du hast es wirklich live so erlebt.

Okay, wenn du es nicht erzählst, erzähl ich's.

Franzi: Ja mach du mal, mir fällt gerade ehrlich gesagt nichts ein. Ja.

Lukas: Ich weiß, Franzi, die war ja ein paar Tage vor uns da, vielleicht auch eine Woche, zwei, ich weiß schon gar nicht mehr. Auf jeden Fall hast du alles abgeschlossen, erinnere ich mich noch sogar an dein Zimmer, weil du irgendwie das so gruselig oder unwohl, ich weiß nicht, du fandest es halt komisch, dass die ganze Wohnung noch leer war

Franzi: Ja, richtig.

Lukas: Und dann hast du mal erzählt, du hast einfach alles abgeschlossen. So.

Franzi: Aber das mache ich nicht mehr. 

Luke: Also, wenn wir jetzt mal so eine hypothetische Person, ich nenne sie mal Tanja Meyer nehmen, sie möchte von zu Hause ausziehen in eine WG. Und für Tanja würde ich empfehlen, hab deine Grenzen, weiß genau, wo du deine Grenzen setzt und wenn man diese Beschreibung von den WGs macht oder in diese Castings reingeht. Ich hatte das Problem, dass ich mich leicht angepasst habe an anderer Leute Bedürfnisse und dabei außen den Augen verloren hat, was eigentlich meine Bedürfnisse sind, was mir wichtig ist, was mich glücklich macht. Und man darf sich selber in diesem Prozess halt einfach nicht verlieren, weil man da ja meist schon recht langfristig lebt. Und das noch langfristig machen zu können, ist das wichtig, dass man das wichtig für sich selber hält.

Katrin: Ja, das hast du schön gesagt. Es gibt, glaub ich, für viele Bedürfnisse viele unterschiedliche WGs. Wenn man's eher locker möchte und ich hätte gerne eine Couch in der Küche und wir wohnen hier zu viert und so, dann findet man das genauso wie, ich möchte einen gewissen Standard und bei mir muss es so sein und eher ruhig und keine Partys, dann gibt's dafür auch eine WG. Also man kann es ja gar nicht so pauschal sagen. Da ist es halt megawichtig zu sagen, was möchte ich, was leiste ich und was erwarte ich.

Luke: Ich möchte noch hinzufügen, es ist aber auch ein bisschen Luxus manchmal, weil der Wohnungsmarkt bzw. der WG-Markt auch teilweise echt schwierig ist, wirklich was zu finden, was man möchte, also was einem super zu einem passt. Also eine Zwischen-WG ist manchmal auch die Lösung.

Franzi: Also ich kann zum Beispiel von meinem Bruder erzählen, der hat versucht in Münster eine WG zu finden, der wollte auch eigentlich in so eine 3-4er-WG. Im Endeffekt ist er jetzt in einem... Wie heißt denn das jetzt? In einer Bruderschaft gelandet, wo er eigentlich gar nicht hin wollte. Ja. Aber er liebt es dort. Manchmal muss man sich vielleicht auch einfach mal trauen. Auch wenn man denkt so, boah, ist das wirklich? Vielleicht ist...

Luke: Ich möchte kurz anmerken, ich stehe nicht dahinter, dass es unbedingt eine Bruderschaft sein muss. Das will ich auf keinen Fall sagen.

Franzi: Äh, ich auch nicht. Das ist jetzt aber auch nicht so eine krasse Bruderschaft. Nicht so wie man das kennt, kennt, Sondern eher noch was Lockeres. Aber eigentlich war so sein Ding, er wollte da so dann zwischen wohnen, bis er halt eine WG gefunden hat. Aber er da jetzt seit, er zieht da halt nicht mehr aus. Ja.

Katrin: Ja cool, was ist denn so euer wichtigster WG-Lifehack?

Ich kann mal anfangen, dann ist es einfacher. Mir hilft es, Sachen anzusprechen. Also sofort. Ich mag es nicht, Sachen nur anzudeuten, passiv-aggressiv. sag dann halt, hey, räum deinen Scheiß weg, Damit kann mein Mitbewohner arbeiten. Natürlich nicht in dem Ton. Damit kann ich arbeiten. Das ist mir lieber, als wenn jemand rumschleicht und fragt, ist irgendwas? Ist der sauer? Nee, sag mir was ist. Sonst gehe ich davon aus, dass nichts ist. Da bin ich sehr pragmatisch.

Franzi: Ähm, ja, da geh ich mit einfach auf eine offene Kommunikation. Das ist bei uns aber auch sehr ... Das haben wir eigentlich schon immer gemacht. Auch zum Beispiel, wenn Lukas irgendwas hat, man merkt es ihm an, er kann das nicht überspielen. Auch wenn er es von sich nicht anspricht, man merkt es, wie er drauf ist, dann sag ich, hey, Lukas, was nervt dich? Und dann sagt er es, und dann redet man darüber. Und dann ist der Drops ... Dann ist auch wieder alles gut eigentlich. Aber, ja. Also manchmal haben wir bisschen Stress mit Putzen, weil wir auch keinen Putzplan haben. Das ist eigentlich schon bisschen schlecht. Das ist so Ding, was wir eigentlich verbessern müssten. Also das ist manchmal ein großes Thema. Da brauchen wir, glaube ich, noch einen Lifehack für. Mir ist aber noch nichts eingefallen, wie wir das noch beheben können. Damit wir so, ja, keine Ahnung.

Lukas: Überlege auch gerade ein Life Hack. Ich weiß nicht. Manchmal hilft es uns einfach, wir so wärmen einen schönen Balkon. Keine Ahnung, ob das jetzt ein Life Hack wird, aber irgendwie finde ich es schön, wenn wir dann gemeinsam so draußen sitzen, vor allem im Sommer, dass man da einfach so bisschen quatscht. Einfach mal ein Bierchen trinken. Yeah, that's my Life Hack. Ja, Bierchen trinken. Und noch ein Bierchen trinken.

Franzi: Ja, einfach mal ein Bierchen trinken. Und dann feiern gehen.

Katrin: Schön. Schön bei euch. Also würdet ihr sagen ist das größte Learning, was ihr aus dem Zusammenleben miteinander habt.

Franzi: Boah, bei mir einfach so, wie soll ich das beschreiben, für mich das größte Learning ist, dass... Ich kann das jetzt gerade nicht so gut erklären, aber dass es halt so verschiedene Menschen auf dieser Welt gibt. Ich komme aus einer Bubble, würde ich schon sagen, weil ich bekomme aus einem Dorf. Und das ist halt so eine Dorfgemeinschaft, würde ich schon sagen. Und da habe ich das irgendwie so kennengelernt. Da sind die Leute... Da habe ich diese Vielfalt an Personen nicht kennengelernt. Und jetzt, seitdem ich in Stuttgart lebe, habe ich einfach viel mehr Persönlichkeiten kennengelernt. Und damit oder einfach dieses, dieser Fakt, dass es das gibt und dass es auch okay ist, weil irgendwie sonst war ich immer so, hä, voll komisch, dass du, weil im Dorf, ja, da trinkt man halt schon mit 13, so gefühlt. Und dann kommt man so in Stuttgart und dann sind da so Leute, die gehen nicht gerne raus abends. Das war für mich am Anfang ein bisschen weird.

Und damit musste ich mich dann auch anfreunden oder auch, dass Lukas jetzt schon sein Rentnerleben mit 25, wie alt bist du, 26, lebt. Aber das ist auch okay. Also das ist so mein Learning, würde ich sagen. Einfach so verschiedene Persönlichkeiten. Ja.

Luke: Ich fange mal weiter. Bei mir ist es so ein bisschen Selbstreflektion auf eigene Insecurites beziehungsweise Projektion von eigenen Problemen. Zum Beispiel ich hole einfach mal das Thema vom Kühlschrank wieder, welches ich auch merke, dass ich das aus meiner Kindheit so ein bisschen habe, dass mir das ganz oft gesagt wurde so, der Kühlschrank darf nicht länger als fünf Sekunden oder so offen sein. Ist nicht spezifisch, oder das warme Wasser. Sowas und dass ich dadurch gemerkt habe, auch ich sehe das, was Franzi da auch meinte mit dem unterschiedlichen Menschen, dass man da den ein bisschen eine innere Ruhe mehr für sich kriegt, dass man bisschen mehr Entspannung. Ich würde sagen, ich bin auch entspannter geworden in dieser WG, dass man nicht immer sich gleich so emotional laden lässt von solchen Sachen. Dass das auch einfach mal sich denkt so, vielleicht kann ich das auch einfach mal entspannt angehen.

Lukas: Ich würde es als das Wort Akzeptanz beschreiben. Also einfach so ein bisschen die anderen, ich sag mal nicht ihr Ding machen lassen, so halt, dass jeder, also auf der einen Seite hat jederzeit für sich, die er nutzen soll und kann. Und auf der anderen Seite haben wir auch gemeinsame Time, die wir halt nutzen. Und dass man halt, auch wenn man mal eine Zeit für sich braucht oder so, dass man ihm das halt gibt.

Katrin: Vielen Dank, Franzi, Luke und Lukas – das war ein richtig ehrliches, witziges und überraschend tiefes Gespräch. Was bei mir hängen bleibt: WG-Leben funktioniert nicht trotz der Unterschiede, sondern oft genau wegen ihnen. Der wichtigste Faktor ist Kommunikation – Dinge direkt ansprechen, bevor sich Frust aufstaut. Und wer glaubt, das klingt banal: Die drei beweisen, dass man dafür keinen Putzplan braucht, sondern einfach den Mut, mal zu sagen, was einen stört. Dazu zwei Lifehacks, die ihr aus dem Alltag mitgenommen habt: Erstens, redet miteinander – nicht drumherum. Direkt, klar, ohne passiv-aggressive Umwege. Und zweitens: Schafft euch bewusst gemeinsame Zeit, auch wenn's nur ein Bierchen auf dem Balkon ist. Klingt simpel, hält aber zusammen. Danke für eure Offenheit und dafür, dass ihr uns ein Stück in euren Alltag reinschauen lasst. Bis zur nächsten Folge!

Eine Hausratversicherung ist dabei besonders wichtig, weil sie euer gemeinsames Hab und Gut schützt: Möbel, Technik, Kleidung, Küche – also alles, was in der Wohnung stehen würde, wenn ihr sie einmal „auf den Kopf stellt“. Geht etwas durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Einbruchdiebstahl kaputt oder verloren, kann das in einer WG schnell teuer werden. Gerade wenn mehrere Leute Fernseher, Laptops, Küchengeräte oder Deko eingebracht haben, hilft eine Hausratversicherung, solche Schäden nicht aus eigener Tasche zahlen zu müssen. Sie sorgt also dafür, dass aus einem Missgeschick oder einem Einbruch nicht plötzlich ein riesiger Geldstress in der WG wird – und schützt damit nicht nur euren Besitz, sondern auch euren WG-Frieden.

*Dieses Transkript kann leicht von der Podcast Folge abweichen.