In dieser Podcast Folge sprechen Katrin und Ercan Avci darüber, warum viele trotz gutem Einkommen kein Vermögen aufbauen, warum Vorsorge so „unsexy“ wirkt und wie man typische Konsumfallen vermeidet. Ercan erzählt von seinem holprigen Start in der Finanzbranche, was er heute anders machen würde und welche einfachen Schritte jungen Menschen helfen, früh Rücklagen zu bilden, klug zu investieren und Geld als Mittel zum Zweck statt als Statussymbol zu sehen.
Ercan: Ich habe einen Freund, der ist Autoverkäufer und er hat immer zu mir gesagt, wenn du eine Versicherung verkaufst, verkaufst du dir immer nur ein Blatt Papier. Wenn ich aber denen ein Auto verkaufe, dann hat der was in der Hand. Und ich denke, wenn man das auf die Versicherung überträgt, ist es genau das Problem, unsexy. Den Van oder Urlaub siehst du sofort, du kannst es genießen, du fühlst es, du weißt genau, du zahlst heute, gehst vielleicht nächstes Jahr in den Urlaub, du weißt genau, okay, ich habe vor einem Jahr dafür bezahlt und ich kann es erleben. Und bei der Rente oder Altersvorsorge im besten Fall sparst du halt 40 Jahre oder 45 Jahre. Und dann denkst du dir halt, es geht jeden Monat von meinem Konto weg, aber für was? Und dann kommt irgendwann mal vielleicht so ein kluger Tipp von außen wie immer und sagt, wer weiß, ob du das noch erlebst, nimm doch lieber das Geld und lebe jetzt. Das ist ja dieser Klassiker, den man gerade von den älteren Leuten hört. Das Problem ist aber, und was mache ich jetzt, wenn ich doch also, wenn ich es erlebe und das Geld nachher nicht mehr habe, weil du mir den klugen Tipp gegeben hast, lieber heute zu leben. Und dann kommt der nur, ja hättest du ja nicht machen müssen, was ich dir gesagt habe. Das sind ja dann immer diese Tipps von außen. Genau.
Katrin: Du verdienst dein eigenes Geld. Vielleicht sogar mehr als je zuvor. Und trotzdem hast du das Gefühl: Am Ende des Monats bleibt irgendwie… nichts übrig.
Woran liegt das? Falsche Entscheidungen? Zu wenig Wissen? Oder einfach daran, dass dir nie jemand wirklich erklärt hat, wie Geld eigentlich funktioniert?
Ich sitze heute hier mit Ercan Avci – besser bekannt als @finanzenmitercan auf Instagram.
Er ist seit über 10 Jahren selbstständig in der Finanz- und Versicherungsbranche. Was ihn besonders macht: Rund 95 % seiner Kunden kommen direkt über Social Media. Auf Instagram folgen ihm über eine halbe Million Menschen, weil er Finanzthemen einfach, klar und alltagstauglich erklärt. Nebenbei ist er zweifacher Vater, war viele Jahre Jugendfußballtrainer – und weiß ziemlich gut, wie man Disziplin, Planung und Teamwork auch auf Geld überträgt.
Heute sprechen wir darüber, warum so viele trotz gutem Einkommen kein Vermögen aufbauen, welche Fehler fast jeder am Anfang macht – und wie du es besser machen kannst.
Katrin: Und was hast du gemacht in deiner Selbstständigkeit?
Ercan: Finanzdienstleistung. Also am Anfang ganz stark nur Versicherungen. Ich würde sagen, es war eine ganz schwierige Zeit, so die ersten fünf Jahre sogar, weil es eher nicht so gut lief, weil es auch natürlich schwierig war, wenn ich als 19-jähriger oder 20-jähriger zu Leuten nach Hause komme, wenn die 35, 40 sind und ihnen erklären wollte, wie sie mit Geld umgehen sollen. War für mich halt immer sehr schwer. Ich hatte immer einen Vorteil, ich sah halt schon älter aus. Also wenn ich 20 war, dachten die Leute, ich bin mindestens 28. Das war echt vorteilhaft. Aber es war zu dem Zeitpunkt schon sehr schwierig, würde ich sagen. Für mich persönlich jetzt.
Ich sag ja so, was will mir ein Jungspund denn eigentlich sagen? So, ich könnte dein Vater oder dein größerer oder älterer Bruder sein, so das ist so halt das Thema.
Katrin: Ja, bei uns ist halt Expertise ganz arg ans Alter geknüpft. Wobei das ja auch nichts heißen muss, erst mal. Und wieso dann grade Versicherungen oder Finanzen? Hat dich das besonders interessiert oder dachtest du, da verdient man relativ schnell relativ viel Geld?
Ercan: Also witzigerweise war es so, wenn man jetzt den Ursprung nimmt in der Ausbildung, ich habe schon gemerkt, die wollen einen auch nicht voranbringen. Und dann habe ich halt das kennengelernt und habe gedacht, klingt interessant. Weil ganz früher wollte ich immer Luxusautos verkaufen als kleiner Junge. Und dann war es halt die Finanzdienstleistung, dann habe ich gedacht, okay, wenn die Hälfte stimmt von dem, was ihr da vorne erzählt, dann klingt das ganz interessant. Und habe mich halt dort dann eher gefunden, weil ich für mich gesagt habe, ich kann halt frei entscheiden. Das mit der Umsetzung lief nachher halt nicht so, wie ich mir vorgestellt habe, weil junge Personen mit dem Erwachsenen erklären, wie es funktioniert. Oder ich habe mich selber schwergetan oder es mir selber schwer gemacht, weiß ich nicht. Das war so eher die Entscheidung. Aber für mich war dann klar, Finanzen hat Bock gemacht, es hat mir Spaß gemacht und Zahlen haben mich halt schon immer interessiert.
Katrin: Und wie macht man sich selbstständig, wenn man sich das mit 19 überlegt? Was sind da so die ersten Schritte?
Ercan: Gewerbe anmelden. Finanzdienstleistungen wollen sie immer in Schufa, also Schufa wollen sie alles haben und ob irgendwelche polizeilichen Eintragungen vorhanden sind. Diese Nachweise muss ich halt erbringen. Und du kannst natürlich nicht am Anfang gleich losgehen. Ich hatte ja keine Erfahrung in der Finanzdienstleistung und habe mir dann halt entsprechende Weiterbildung, habe ich Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt, auch Prüfungen abgeschlossen, damit du auch im Bereich Finanzen beraten darf. Am Anfang habe ich hospitiert, das heißt über die Schulter geschaut, bei erfahrenen Kollegen, wie es funktioniert und bin dann halt nach einer Weile dann selber auf Kundentermin gegangen.
Katrin: Was würdest du jetzt jungen Menschen raten, die ihre Karriere planen? Hast du da irgendwas, was du im Nachhinein anders machen würdest oder was du gerne dem jungen Erkan schon gesagt hättest? Mit einem jetzigen Wissen.
Ercan: Ich würde mir einen Businessplan erstellen. Ich habe damals planlos mit nichts angefangen. Keine Rücklagen, kein gar nichts. Der einzige Vorteil, den ich damals hatte, wir hatten sehr geringe Fixausgaben. Aber ich würde sagen, du brauchst schon eine Strategie. Was hast du vor? Was will ich erreichen? Und dort würde ich mir die Zielgruppe gut überlegen. Welche Zielgruppe habe ich? Was ist deren Problem? Und wie kann ich es lösen? So, es ist ja immer das gleiche aus meiner Sicht. Du willst immer die Lösung bieten für ein Problem, was schon da ist. Man braucht auch das Rad aus meiner Sicht nicht neu erfinden. Und das würde ich mir vorher überlegen, was ich mir damals nicht überlegt habe. Ich bin einfach planlos gestartet. Aber ich denke, heute gibt es so viele Möglichkeiten, wie man sich auch erkundigen kann. Deshalb wäre das so mein erstes Ziel, ich, also das Erste, was ich denen mitgeben würde, erkundige dich über die Probleme deiner Zielgruppe und was ist die richtige Lösung dafür.
Katrin: Wann hast du dann das erste Mal so richtig Geld verdient? Wenn du sagst, die ersten fünf Jahre waren so bisschen schwierig, ab wann ist es so wirklich ins Laufen gekommen?
Ercan: Ich würde sagen, das hat dann dort angefangen. Also andere würden sagen, es ist nicht viel. Ich glaube, waren so 80.000 dann mal im Jahr. Was dann schon wieder viel klingt. Achtung, Umsatz, kein Gewinn, aber ich hatte trotzdem noch recht geringe Ausgaben. Das war dann das erste Mal, ich würde sagen nach 5, 6, 7 Jahren so ungefähr. Ich weiß es nicht mehr genau.
Katrin: Da brauchst du aber auch einen langen Atem, ne? So...
Ercan: Brutal, brutal. Also, ich sage jetzt, sieht nach außen immer gut aus. Ich hatte zum Beispiel, wenn man das so sagen darf, im Jahr 2012 kam mein Sohn auf die Welt. Achtung, ich hatte 10.000 Umsatz. War keine schöne Zeit. Aber wichtig war halt dort, die Erkenntnis zu kriegen oder zu erlangen, mache ich so weiter? Oder bin ich bereit, halt etwas anderes zu machen? Und die Entscheidung war halt auch ein paar Mal da. Machst du so weiter? Also, eigentlich war es ja nichts gemacht. Oder bist du bereit halt mal den Finger aus der Wärme zu nehmen und einfach mal Gas zu geben? Und ich habe dann für mich den Entschluss gefasst, Gas zu geben, weil ich halt so nicht mehr weitermachen wollte und es ging auch nicht. Das ging halt langfristig nicht gut.
Katrin: Wie hast du es denn geschafft, dich so zu motivieren und dranzubleiben und so dieses Mindset zu behalten, dass es schon irgendwie klappt? Über die lange Zeit.
Ercan: Ich würde sagen, ich hatte zu dem Zeitpunkt kein gutes Mindset. Ich habe dann eins für mich gemacht. Ich habe wirklich, ich mache jetzt keine Werbung für die Plattform, ich habe einfach gebrauchte DVDs gekauft. Und dort ging es dann Mindset, Lernen. Und für mich war dann, wenn andere Leute auch im Büro waren, ich habe Kopfhörer aufgehabt und dann kamen Leute zu mir, ich habe gleich gemacht, nee, nee, nee. Ich habe mich rein auf das fokussiert, habe mich positiv gepolt, auch Verkaufsgespräche, Einwandbehandlungen, also einfach für mich ein Training absolviert.
Und so habe ich dann für mich gesagt, okay, du bleibst jetzt dran. Und wenn ich halt Aufgaben hatte, To-Do's hatte, die wirklich auch abgearbeitet, egal was kam, Handy auf die Seite und keine privaten Chats oder sonst was und wirklich nur auf die Arbeit fokussiert und dann hat es dann auch funktioniert.
Katrin: Okay, also Ablenkungen abschaffen und nur noch gerade nach vorne. So der einzige Weg ist durch.
Ercan: Im Prinzip war es halt einfach so. Also nur planlos durch mit dem Kopf durch die Wand würde ich jetzt nicht unbedingt empfehlen. Aber es war dann das Ziel, okay, du musst jetzt eine Strategie aufbauen, wenn du keine hast oder wohin willst du. Und dann wieder halt, was ist deine Zielgruppe? Wie lösen wir das Problem? Wie machst du auf dich aufmerksam? Ich würde fast sagen, heute sogar einfacher als damals mit Social Media. Ich habe damals Social Media leider nicht genutzt. Aber ich würd heute auf jeden Fall Social Media dazu nutzen, dort auf mich aufmerksam zu machen.
Katrin: Und wenn es dann mal läuft, hat man ja auch ganz anderes Geld zur Verfügung. Siehst du da die Gefahr, dass man in so eine Lifestyle-Spirale kommt, wo man das erste Geld direkt verpulvert, so wie es so eine Schelle jetzt einfach mal junge Fußballer vielleicht oft machen. Da läuft es plötzlich, dann hat man sein Auto, seine Wohnung, sein irgendwas. Und dann ist man 30 und dann hat man noch diesen Lifestyle, aber andere Einkommen. Siehst du das bei dir auch? Also nicht bei dir direkt, sondern so in der Branche?
Ercan: Absolut, also ich würde sagen nicht nur in der Finanzdienstleistungsbranche. Ich würde einfach, sage ja nimm dein Handy in die Hand, mach Instagram auf, dann siehst du schon. Weil viele das Gefühl haben, ich kann meinen Erfolg nur nach außen zeigen, wenn ich halt Konsumgüter präsentiere. Und das ist das Problem von Social Media, würde ich fast sagen. Und ich sehe es halt kritisch. Weil andere, junge Menschen, Gefühl haben, okay, ich gehöre nur dazu, wenn ich es auch habe. Ich hab's halt noch nie verstanden. Ich war auch noch nie ein Freund von so was. Das ist die Gefahr, wenn die Leute Geld verdienen, dass es verballert wird. Das Problem ist, ich nehme jetzt ein Fahrzeug: Du hast ein Auto, das wirklich gut ist, stark motorisiert und das Leasing-Fahrzeug, weil du Unternehmer bist, du leasest ja natürlich nur, geht nach 2, 3, 4 Jahren zurück. Das Problem ist, du kannst ja jetzt nicht vom Auto, vom Niveau her runtergehen. Sonst heißt es, guck mal, bei dem läuft es nicht.
Bei mir war es nämlich andersrum. Ich hatte ein kleineres Auto, es war mir egal, es war ein Elektrofahrzeug und dann kam halt ein stark motorisiertes Auto. Was haben natürlich alle gleich gesagt, ach ja, guck mal, da läuft es richtig gut und das meine ich halt, es ist egal in welche Richtung es geht. Der Mehrheit kann es nicht recht machen. Ich finde, du musst es für dich, du musst deinen inneren Frieden finden, was es angeht, deine innere Ruhe und du brauchst anderen Leuten nichts zu beweisen. Es war schon immer, das was ich denke und das sage ich auch immer nach außen, ich muss nicht andere Leute was beweisen, das interessiert mich überhaupt gar nicht. Und da würde ich sagen, gerade die jungen Menschen, ihr müsst niemandem was beweisen, sei einfach du selbst und die, die dich mögen, mögen dich genau deswegen.
Katrin: Was wir bis hierhin schon an Lifehacks mitnehmen können:
Einfach drauflos starten klingt erstmal mutig – ist aber selten die beste Idee. Klarer Plan, Ziel und Zielgruppe sparen dir später extrem viel Zeit und Ärger.
Und: Du musst nicht alles selbst rausfinden. Gerade am Anfang bringt es dich viel schneller weiter, wenn du anderen über die Schulter schaust und von deren Erfahrung lernst.
Und noch was Wichtiges: Fokus. Handy weg, Ablenkungen raus und wirklich an deinen Aufgaben arbeiten – klingt basic, macht aber am Ende den Unterschied.
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Katrin: Ja, es hat auch immer so was ... Ich weiß nicht, wenn jemand das zur Schau stellt, was er hat, das hat von meiner Seite nichts mit Missgunst zu tun. Es kommt mir vor wie ein Gockel, der auf dem Misthaufen auf und ab spaziert. Wenn man denkt, ja, dann hast du's halt. Also, juckt. Ich weiß nicht. Dieser leise Reichtum ist oft bisschen eleganter.
Ercan: Ja. Ich finde...genau, ich finde, wenn ich dich danach frage, weil es mich interessierts so, oder ich dann noch spezielle Fragen dazu habe, ist das ja okay. Aber wenn du einfach damit rumprallst, so ja, ich habe dich ja gar nicht nach deiner Meinung gefragt oder ich habe dich nicht nach dem gefragt, was du mir gerade sagst, ich denke, da kann man einfach andere Gespräche führen. Dann sag mir doch lieber, wie du erfolgreich geworden bist oder wie du es wirklich geschafft hast, finde ich viel interessanter, weil also ich denke, der Markt, egal wo, ist so groß, dann hilfst du vielleicht anderen Menschen mit deinem Wissen, ob du es nachher verkaufst oder nicht, ist ein anderes Thema. Aber das bringt, denke ich, die Leute viel weiter.
Katrin: Ist ja auch viel nachhaltiger, über Wissen zu glänzen und als Experte zu zählen und nicht als guck mal, was der für eine Uhr hat. Was würdest du sagen, wie kommt man raus aus dieser Spirale? Oder wie fällt man vielleicht gar nicht erst rein? Wir hatten jetzt schon mal den Tipp, das war in einer der letzten Folgen, wo wir gesagt haben, guck dir an, ob du es dir zweimal kaufen könntest. Und wenn nicht, lässt es vielleicht lieber.
Ercan: Ich mache jetzt einfach mal ein Beispiel. Mal angenommen du verdienst jetzt 2000 Euro netto und du wechselst jetzt entweder das Unternehmen oder der Arbeitgeber ist so zufrieden mit dir, dass er sagt, hey hör zu du hast wirklich so sehr gute Arbeit geleistet wir zahlen dir 500 Euro netto mehr als Beispiel. Dann könntest du sagen, hey cool ich habe jetzt 500 Euro mehr und wenn du jetzt das Gefühl hast du willst natürlich jetzt auch ein bisschen dir was gönnen was ja wirklich grundsätzlich in Ordnung ist, würde ich sagen von den 500 Euro netto solltest du 300 bis 350 Euro monatlich zur Seite sparen zum Beispiel in Sparplan oder was auch immer und konsumiert doch einfach nur die 100, 150 euro im monat oder von mir aus auch 200 Euro aber nicht mehr damit du dich nicht an das Geld gewöhnt weil das Thema ist wenn du die 500 Euro mal konsumierst also die zusätzlichen 500 Euro verkonsumierts, machst du es weiterhin und du wirst auch nicht mehr Geld auf die Seite legen weil du dich dran gewöhnt hast. Das ist so das Problem.
Katrin: Das heißt, man gerät so in so eine kleine finanzielle Abhängigkeit eigentlich fast.
Ercan: Absolut, weil du gewöhnst dich ja dran. Das ist wie wenn du unzufrieden bist beim Arbeitgeber und sagst, ich brauche mehr Lohn, damit ich mir mehr leisten kann. Nach drei Monaten hast du dich dran gewöhnt, dann ist es gar nicht mehr so besonders, dann brauchst du schon wieder mehr Lohn. das ist so, das nennen wir es mal Problem. Deswegen würde ich sagen, dort immer einen Teil auf die Seite machen, damit du einfach immer Rücklagen aufbaust, genug sparst für später, weil vielleicht verdienst du, weil du dich beruflich verändern möchtest, auch mal eine gewisse Zeit weniger. Kann dir auch mal passieren. Verdienst vielleicht später irgendwann viel mehr, aber du verdienst vielleicht auch in gewisser Zeit noch mal bisschen weniger, dass du das einfach ausgleichen kannst.
Katrin: Hat es der junge Ercan auch schon gewusst oder hat es der ältere erst gelernt?
Ercan: Nein, der Ältere hat es erst gelernt. sage ja mit, also ich war noch nie so konsumgeil was das angeht, noch nie, aber ich hätte gerne das Wissen von heute damals gehabt, dann hätte ich vieles auch anders gemacht.
Katrin: Ja klar, was bedeutet denn Erfolg für dich heute im Vergleich zu früher?
Ercan: Erfolg würde ich sagen für mich als aller erstes Gesundheit. Also erstmal meine eigene Gesundheit und dann Zeit mit meiner Familie. Ich denke, wenn du genügend Zeit hast, die mit deiner Familie zu verbringen, hast du den größten Erfolg schon erreicht. Und wenn du dort zufrieden bist und deinen inneren Frieden hast und deine innere Ruhe hast, kommt der berufliche Erfolg auch automatisch.
Katrin: Das klingt für junge Leute oft so ungreifbar, weil das ist das, was Erwachsene sagen, was Omas sagen. Hauptsache, du bist gesund Kind, mäßig. Ich finde es wahnsinnig schwierig, wenn man mit 19 schon so Entscheidungen für sein Leben treffen muss. Man ist mit der Schule fertig und dann musst du jetzt wissen, wo man sein Leben irgendwie hinlenkt. Und der meiste Gedanke ist sicherlich so, ich hätte gerne ein Corner-Office irgendwo und Karriere machen und 60-Stunden-Job und viel Geld und bla und ... Ich glaube, entwickelt sich dann wirklich erst nach und nach, was das tatsächlich heißt, ob man bereit ist, das zu opfern und was man dafür Wege gehen muss. Ich finde, ist wahnsinnig junges Alter, in dem man sowas entscheiden muss.
Ercan: Ja, würde sagen, wenn ich jetzt mich betrachte, habe mit 20, 21 meine Ausbildung beendet. Jetzt werden wir gerade von dem Alter sprechen. Dann war ich voll in der Selbstständigkeit und bin aber nach zehneinhalb Jahren habe ich mich auch nochmal beruflich verändert. Das ist ja keine Entscheidung fürs Leben. Es ist ein Stopp, also ein Zwischenstopp, den du gerade eingelegt hast. Und dort ist halt auch wahrscheinlich die Erziehung schon sehr, sehr wichtig. Inwiefern ich meine Kinder auch erzogen habe, was wichtig ist und was nicht wichtig ist, damit sie es auch von früh auf lernen. Und ich finde die Austritte, die viele heutzutage noch haben mit, es wurde mir nie gezeigt, deswegen heißt das nicht, dass du es nie kannst. Also irgendwann kann man sich auch selber mal Dinge beibringen. Die Verantwortung abzugeben, ist ja in der Hinsicht aus meiner Sicht halt nicht richtig.
Katrin: Es gibt ja auch wahnsinnig viele Informationsquellen, die auch sehr niedrigstellig sind. Also jeder hat mittlerweile ein Laptop, ein Smartphone, irgendwas, da Google ich halt kurz, gehen in die nächste Bibliothek. Also ich finde schon, wenn ich möchte, aber das ist wahrscheinlich so bisschen der Punkt.
Ercan: Genau, die Bequemlichkeit halt.
Katrin: Du machst ja auch auf Social Media ganz, ganz viel. Man kann also auch einfach dir folgen, theoretisch, so was zu lernen und würdest du sagen, was du machst, ist eher für AnfängerInnen oder für Leute, die sich damit schon irgendwie auseinandergesetzt haben?
Ercan: Ich würde sagen, mal für alle. Grundsätzlich, dass was ich halt an Finanztipps beispielsweise gebe, ist ja auch oftmals so, es gibt Förderungen, die gibt es. Das Problem ist immer nur, du musst sie beantragen. So und das wissen halt viele nicht. Und da sind schon Tipps dabei und ob du jetzt schon Profi bist oder nicht, es gibt Förderungen, die weiß ich zum Beispiel vielleicht auch gerade gar nicht, die weißt du vielleicht auch gar nicht, wo du denkst, ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, gut, dass ich das mal gehört habe. Und dann geht es halt darum, das zu recherchieren. Aber ich würde sagen, grundsätzlich ist der Kanal für jedermann.
Katrin: Was würdest du jetzt jemanden raten, der gerade so 18, 19 ist und von der Schule kommt, wie er sich finanziell am besten aufstellt? Man sagt ja immer, je jünger, desto besser. Aber wie fangen die an? Was ist wichtig zu haben?
Ercan: Verdienen die schon Geld?
Katrin: Sagen wir Ja.
Ercan: Okay, also ich würde dann sagen, wenn du schon die Möglichkeit hast, 25, 50 oder 100 Euro zu sparen und wir gehen jetzt mal nur von Rücklagen aus, die die Person aufbauen möchte, dann fang einfach mal mit ETFs an und fang dort schon an zu sparen und solange du nicht ans Geld musst, am besten bis zum Rentenalter, dann wird es auch richtig, richtig viel Geld, weil du einfach so früh anfängst und den Zinseszinseffekt halt über die Jahrzehnte mitnehmen kannst. Das sind ja 50 Jahre, wo du teilweise einfach den Zinseszinseffekt mitnehmen kannst.
Katrin: Woran erkenne ich ein gutes ETF?
Ercan: Das ist ja immer so ein Thema. Dadurch, dass wir nicht Anlageberatungen durchführen dürfen, ich immer grundsätzlich, musst du eins wissen, durchschnittlich gibt es auch Statistiken, wenn du 13 Jahre und länger auch Aktien besparst, sind die in der Regel im Plus.
So, das kann ich dir dazu sagen. Es gibt auch genug Seiten, wo man sich zu ETFs auch erkundigen kann, dass man mal weiß, worum geht es da genau, in was investieren die eigentlich? Es gibt ja so viele unterschiedliche Möglichkeiten, ob Nachhaltigkeit, KI, es gibt ja so viele Möglichkeiten, wo man investieren kann. denke, da kann man sich auch heutzutage auch, wie du schon gesagt hast, so einfach informieren. die Möglichkeiten von heute, du musst nur kurz dein Smartphone in die Hand nehmen und schon weißt du gefühlt alles.
Katrin: Ja. Was spürst du so, was von deiner Community zurückkommt? Was sind das so größten Druckpunkte und Schmerzthemen?
Ercan: Ich denke, es geht hauptsächlich um Sicherheit. Die Menschen suchen nach Sicherheit, wie sie auch möglichst mit wenig Einkommen auch gerade fürs Alter was tun können, damit sie dort keine finanziellen Schwierigkeiten haben, weil viele haben Angst vor der Altersarmut. Das wird noch vielen so ergehen. Denke geradezu unser Alter und noch jünger, denen wird es noch viel extremer so gehen. Und das ist das, was sie suchen. Sie suchen Unterstützung, wie sie mit möglichst wenig Aufwand sich auch noch zusätzlich was aufbauen können zu dem, was sie ihnen halt... durch die gesetzliche Rente nicht ausreichen wird.
Katrin: Das heißt auch, so finanzielle Freiheit zu schaffen.
Ercan: Ja, ich denke, es ist nicht mal finanzielle Freiheit, was da wichtig für die ist, je nachdem, man es definiert. Ich denke, es geht darum, ich will meine Miete im Rentenalter bezahlen können, will einfach essen und trinken können, sei mal der Urlaub dahingestellt. Aber ich denke, das ist das, was eher das Hauptproblem später sein wird. Und das Unterschätzen auch viele von heute noch, weil die sich sagen, ich will ja jetzt in den Urlaub gehen oder ich will später auch noch in den Urlaub gehen. Ich glaube, Urlaub ist später ein Luxusproblem.
Katrin: Auch hier stecken wieder ein paar richtig starke Lifehacks drin:
Mehr Geld heißt nicht automatisch besseres Leben – wenn du alles direkt ausgibst, bist du genauso schnell wieder am Limit wie vorher. Der Trick ist: Erhöhungen nicht komplett mitzugehen, sondern einen großen Teil direkt zur Seite zu legen.
Und ganz wichtig: Gewöhn dich nicht an jeden Euro, der reinkommt. Sonst brauchst du nach kurzer Zeit schon wieder mehr, nur um dich gleich zu fühlen.
Vielleicht der wichtigste Punkt: Hör auf, dich über Konsum zu definieren. Viel nachhaltiger ist es, Wissen aufzubauen – das bringt dich langfristig wirklich weiter.
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Das ist gerade in unserer Generation sehr allgegenwärtig, dieses ihr kriegt später alle keine Rente. Siehst du das auch so oder ist das sehr überspitzt dargestellt?
Ercan: Ja, ich denke mal, wenn man jetzt mal sieht, wie viele Menschen heutzutage noch arbeiten, also demografischer Wandel und was da an Rente rauskommt und wir sollen noch länger arbeiten. Ich denke jetzt gerade so, du sagst ja immer die 18-Jährigen, das sind 50 Jahre. Ich weiß nicht, ob die mit 67 oder mit 70 in Rente gehen. Vielleicht ist dann auch schon 75 die Grenze. Und ob man das dann noch erlebt, ist ja die nächste Frage. Deswegen sehe ich da schon etwas kritisch, wenn du dich darauf verlässt und gerade die Jungen können es noch nicht wissen, aber wenn du das Schreiben von der Deutschen Renteninformation erhältst oder deutschen Rentenversicherung. Es steht auch unten, dass du dich nicht auf die deutsche Rentenversicherung verlassen sollst, sondern privat vorsorgen sollst. Und es steht ja nicht ganz ohne Grund sogar von denen da.
Katrin: Ja, das ist krass. Und wie wenig das dann auch ist, gerade wenn man nur so ein Azubi-Gehalt am Anfang bekommt. Aber es ist nicht greifbar für junge Leute, weit, weit weg. Jetzt bin ich keine 18 mehr. Ich weiß, das überrascht dich jetzt wahrscheinlich sehr, aber auch für mich ist es irgendwie wahnsinnig schwer, mir vorzustellen, irgendwann bin ich 65, da arbeite ich wahrscheinlich immer noch. Und vielleicht reicht es dann nicht, vielleicht kriege ich dann einfach keine Rente. Also das ist so ...Das betrifft mich irgendwie gar nicht. Und ich weiß auch nicht, wie man das machen kann, dass man das jungen Leuten bewusst macht, dass es besser ist, dass man sich früh drum kümmert und das nicht abtut als, das ist halt wie, pass auf dich auf, Kind. Gesundheit ist das Wichtigste. So, danke. Okay.
Ercan: Ja, also ich sehe es wie ein Marathon. Ich bin jetzt kein Marathonläufer, aber du trainierst ja auch auf den Marathon Wochen, vielleicht auch Monate, damit du zum Datum X diese Strecke auch laufen kannst. Und so ist es ja auch mit der Rente. Ich meine, wir wissen ja, dass es irgendwann kommt. Also du weißt, sofern du es erleben wirst, dass es irgendwann kommt. Und ich brauche halt nicht mit 50 oder 60 sagen, jo, hat mir halt früher keiner gesagt und ich habe jetzt halt nichts dafür getan. Das erstreckt sich ja immer über Generationen und das ist ja nichts Neues. Also du weißt doch heute schon, dass jeder sagt Altersarmut, das reicht nicht. Und wenn du durch die Stadt läufst, siehst du gegebenenfalls schon Leute, alte Leute, die Pfandflaschen sammeln und die sammeln sie ja nicht ohne Grund. Es hat ja seine Gründe und die haben halt auch nicht vorgesorgt, die haben vielleicht auch nur konsumiert und wenn du das von anderen Leuten hörst, ich finde, welche Warnsignale brauchst du dann noch?
Katrin: Warum, würdest du sagen, ist Vorsorge so unsexy? Also irgendwie ist ja dieses, ich leb so in den Tag hinein und jetzt fahr ich mit meinem Van durch Europa und dann mach ich da am Strand auf und dann kümmere ich mich nichts und dann lass ich mich bisschen treiben. Das wirkt ja zumindest auf Social Media so viel anziehender als zu sagen, ich setz mich jetzt hier mal mit zwei Finanzlektüren hin, arbeite die durch und dann schau ich, dass ich das geregelt krieg.
Ercan: Es ist relativ einfach. Ich kann ein anderes Beispiel dazu machen, damit es sofort greifbar wird. Ich habe einen Freund, der ist Autoverkäufer und er hat immer zu mir gesagt, wenn du eine Versicherung verkaufst, verkaufst du dir immer nur ein Blatt Papier. Wenn ich aber denen ein Auto verkaufe, dann hat der was in der Hand. Und ich denke, wenn man das auf die Versicherung überträgt, ist es genau das Problem, unsexy. Den Van oder Urlaub siehst du sofort, du kannst es genießen, du fühlst es, du weißt genau, du zahlst heute, gehst vielleicht nächstes Jahr in den Urlaub, du weißt genau, okay, ich habe vor einem Jahr dafür bezahlt und ich kann es erleben. Und bei der Rente oder Altersvorsorge im besten Fall sparst du halt 40 Jahre oder 45 Jahre. Und dann denkst du dir halt, es geht jeden Monat von meinem Konto weg, aber für was? Und dann kommt irgendwann mal vielleicht so ein kluger Tipp von außen wie immer und sagt, wer weiß, ob du das noch erlebst, nimm doch lieber das Geld und lebe jetzt. Das ist ja dieser Klassiker, den man gerade von den älteren Leuten hört. Das Problem ist aber, und was mache ich jetzt, wenn ich doch also wenn ich es erlebe und das Geld nachher nicht mehr habe, weil du mir den klugen Tipp gegeben hast, lieber heute zu leben. Und dann kommt der nur, ja hättest du ja nicht machen müssen, was ich dir gesagt habe. Das sind ja dann immer diese Tipps von außen. Genau.
Katrin: Ja gut. Würdest du sagen, da fehlt quasi der direkte Gegenwert oder das direkte Rewardsystem für das Geld, das ich da in dem Moment ausgebe?
Ercan: Ja, sag ja, weil du es nicht, es ist nicht greifbar. Auch wenn ich mir ein Smartphone kauf, ich hab's Handy sofort bei mir, aber eine Versicherung, das ist das Problem bei den Leuten halt, diese Disziplin ist auch durchzuziehen.
Katrin: Gerade auch Versicherungen, im besten Fall greift die ja nicht. Also im besten Fall brauche ich niemals meine Unfallversicherung oder meine Berufsunfähigkeit oder was auch immer. Im besten Fall zahle ich die für nichts. Das ist irgendwie psychologisch dann so eine Sackgasse, finde ich.
Ercan: Ja, sehr wie mit dem Fahrzeug, mit Vollkasko. Ich fahre so gut, ich baue keinen Unfall. Ja, okay, und wenn du einen Unfall baust, dann bist du froh, dass du sie hast. Es ist ja immer das Gleiche. Ich hab’s lieber und braucht’s nicht. Und nicht mit... Naja, ich hab’s nicht und hätt's halt gebraucht.
Katrin: Was ist aus deiner Sicht so die wichtigste Erkenntnis, die junge Menschen wirklich über Geld verstehen sollten, da auch so ein Gefühl für zu bekommen?
Ercan: Ich würde sagen, es ist wichtig, dass du verstehst, weil viele verbinden es damit, ich muss niemand anderen beeindrucken. Das ist für mich schon mal so Punkt eins. Es geht nicht andere, es geht immer um mich. Und für mich ist das Thema Geld ist Mittel zum Zweck und es sollte eigentlich nur dazu dienen, dass du grundsätzlich erstmal deine fixen Ausgaben, also was brauche ich wirklich, bezahlen kannst. Alles darüber hinaus ist dann purer Luxus aus meiner Sicht. Und das müssen viele mal verstehen und nicht immer die Unzufriedenheit auf den Konsum zu lenken, weil das ist für mich eigentlich wiederum der Luxus. Und wenn das Geld da ist und es reicht für das, was alles wichtig ist, zu denken, ich spreche aus Erfahrung, ich sage ja 2012, deswegen weiß ich, was ich sage, das sollten die Leute verstehen.
Katrin: Zu guter Letzt, wenn du jetzt 50 Euro bekommen würdest, einfach so von mir geschenkt, was würdest du instinktiv als erstes damit machen?
Ercan: Also, wenn ich ein Jungspund wäre, würd ich mir ein Buch oder vielleicht auch zwei Bücher kaufen, um mein Wissen aufzufrischen, dann selbstständig zu werden. Wenn ich mich jetzt heute sehe, würde ich die 50 Euro investieren.
Katrin: Was ich aus dem Gespräch mit Ercan mitnehme:
Geld verdienen allein reicht nicht. Entscheidend ist, was du daraus machst. Viele haben ein gutes Einkommen, aber keinen Plan, und genau da bleibt am Ende nichts übrig.
Der Schlüssel ist simpel: Struktur. Verstehen, wo dein Geld hingeht. Früh anfangen, Rücklagen zu bilden. Nicht alles ausgeben, nur weil es da ist. Und vor allem: die großen Themen nicht aufschieben – Absicherung, Vermögensaufbau, Immobilien, Altersvorsorge.
Ercan zeigt ziemlich klar: Du musst kein Experte sein, aber du musst dich kümmern. Wer seine Finanzen ignoriert, zahlt am Ende drauf. Wer sie versteht, hat plötzlich ganz andere Möglichkeiten. Am Ende geht’s darum, Kontrolle zu haben, statt sich vom Kontostand überraschen zu lassen. Schritt für Schritt, ohne Druck, aber konsequent.
Genau da lohnt sich auch ein Blick auf die Absicherung, die dich wirklich schützt, wenn dein Einkommen wegfällt: Zum Beispiel die Berufsunfähigkeitsversicherung. Schau gern bei ERGO vorbei und informier dich.
Danke Ercan für die klaren Einblicke – und bis zum nächsten Mal!
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist gerade für junge Menschen wichtig, weil sie ihre Arbeitskraft absichert – und die ist ihr größtes „Vermögen“. Wer aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, verliert oft einen Großteil seines Einkommens, während laufende Kosten wie Miete, Kredite oder Ausbildung weiterbezahlt werden müssen. Staatliche Leistungen reichen in der Regel nicht aus, um den Lebensstandard zu halten. Je früher man eine BU abschließt, desto günstiger sind meist die Beiträge und desto besser sind die Chancen, ohne Ausschlüsse versichert zu werden, weil man in jungen Jahren oft gesünder ist.
*Dieses Transkript kann leicht von der Podcast Folge abweichen.