Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder der Kieferhöhle können Druck auf die Zahnwurzeln ausüben. Betroffene spüren häufig einen klopfenden oder stechenden Schmerz an mehreren Backenzähnen gleichzeitig.
Zahnschmerzen kommen oft unerwartet – und nicht selten folgen teure Behandlungen. Mit unserer Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit sichern Sie sich sofort umfassende Leistungen für Zahnbehandlungen und Zahnersatz. So bleiben Sie auch bei plötzlich auftretenden Zahnproblemen zumindest finanziell entspannt.
Das Wichtigste in Kürze
- Zahnschmerzen sind Warnsignale. Häufige Ursachen sind Karies, Zahnfleischentzündungen, freiliegende Zahnhälse oder Entzündungen im Zahninneren.
- Hausmittel und Schmerzmittel können Zahnschmerzen kurzfristig lindern, beseitigen aber nicht die Ursache. Anhaltende oder starke Zahnschmerzen sollten zeitnah vom Zahnarzt oder der Zahnärztin abgeklärt werden.
- Eine gründliche Zahnpflege und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Zahnerkrankungen und damit Zahnschmerzen vorzubeugen.
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Was sind Zahnschmerzen?
Zahnweh – beinahe jeder kennt es, denn Zahnschmerzen sind sehr verbreitet. Sie sollten auf jeden Fall ernst genommen werden, da sie auf ein Problem der Zähne oder des Zahnfleisches aufmerksam machen. Ganz gleich, ob dumpfes Ziehen oder heftiges Klopfen: Schmerzen in den Zähnen sind immer unangenehm und verschwinden in der Regel nicht einfach wieder. Vielmehr sind sie ein Hinweis darauf, dass der nächste Zahnarztbesuch ansteht.
Warum schmerzt ein Zahn?
In Zähnen ist kein Leben? Weit gefehlt. Das sensible Innere des Zahnes ist durch Zahnschmelz und Zahnfleisch nur gut geschützt. Darunter besitzt jeder Zahn im „Pulpa“ genannten Zahnmark Nervenfasern und Blutgefäße. Wer Zahnschmerzen kennt, weiß, wie empfindlich die Nervenfasern reagieren.
Dr. And Kepir, Zahnarzt aus Berlin
Daraus besteht ein Zahn
Checkliste
- Zahnschmelz: härteste Substanz im Körper
- Zahnbein: Hauptmasse des Zahnes
- Zahnmark: von Blutgefäßen und Nervenfasern durchzogen
- Zahnfleisch: gut durchblutete Substanz
- Kieferknochen: feste Verankerung des Gebisses
- Zahnhalteapparat: Zahnfleisch und Zahnzement
- Wurzelkanal: von Nervenfasern durchzogen
Die häufigsten Auslöser für Zahnschmerzen: Karies und Parodontitis
Zahnschmelz und Dentin (Zahnbein) schützen das sensible Zahnmark vor heißen und kalten Speisen und anderen mechanischen Reizen. Die Zahnwurzel ist im Kiefer verankert und von Gewebe und Knochen umschlossen. So ist der Zahn gut geschützt.
Das ändert sich, wenn eine der Schutzschichten sich entzündet oder Defekte bekommt. Karies und Parodontitis sind die Hauptgründe für die Zerstörung der natürlichen Schutzschicht. Karies greift den Zahn von außen an, Parodontitis schädigt Zahnfleisch und Zahnhalteapparat. Liegt der Zahnnerv bzw. das empfindliche Zahnmark frei, können Zahnschmerzen entstehen.
Welche Ursachen haben Zahnschmerzen?
Zahnschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise können auch Wechselwirkungen im Organismus zu Zahnschmerzen führen. Diese lassen sich meist durch die Art und Intensität des Schmerzes abgrenzen.
| Art der Zahnschmerzen | Mögliche Ursache |
|---|---|
| Schmerzen beim Verzehr von Kaltem, Heißem oder Süßem | Karies im Anfangsstadium, freiliegende Zahnhälse |
| Klopfende oder pochende Zahnschmerzen | Fortgeschrittene Karies, Entzündung des Zahnnervs |
| Dumpfer Schmerz beim Kauen | Zahnfleischentzündung oder Zahnbettentzündung |
| Berührungsempfindlicher Zahn | Wurzelentzündung mit Abszessbildung |
| Schmerzen im hinteren Mundbereich | Durchbruch der Weisheitszähne |
| Reizempfindlicher Zahn | Herausgefallene Füllung, Krone oder Provisorium |
| Brennende Zahnschmerzen | Freiliegende Zahnhälse, gereizte Zahnnerven oder Schleimhautreizungen |
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Schmerzempfindliche Zähne: Die 5 häufigsten Ursachen
Schon ein Eis, ein heißer Kaffee oder ein kalter Luftzug können einen kurzen, stechenden Zahnschmerz, auch Blitzschmerz genannt, auslösen. Dieser ebbt schnell wieder ab. Häufig steckt eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne dahinter. Das sind die häufigsten Ursachen:
Freiliegende Zahnhälse
Die häufigste Ursache für schmerzempfindliche Zähne sind freiliegende Zahnhälse. Geht das Zahnfleisch zurück, liegen die empfindlichen Dentinkanälchen frei. Reize wie Kälte, Wärme oder Süßes gelangen dadurch leichter bis zum Zahnnerv und lösen Schmerzen aus.
Zähneknirschen und Fehlbelastungen
Wer nachts mit den Zähnen knirscht oder überwiegend auf einer Seite kaut, belastet seine Zähne dauerhaft. Die Kauflächen nutzen sich schneller ab, der Alterungsprozess des Gebisses schreitet schneller voran, die Zähne können empfindlicher werden.
Säuren
Säurehaltiges Obst wie Zitronen, Orangen, Grapefruits oder Ananas, aber auch Obstsäfte, Softdrinks oder Wein können die Zahnsubstanz angreifen. Auch Magensäure, etwa bei Reflux, oder häufiges Erbrechen können den Zahnschmelz schädigen und die Zähne empfindlicher machen.
Falsche Zahnpflege
Zu starkes Schrubben, harte Zahnbürsten oder Zähneputzen direkt nach dem Verzehr säurehaltiger Speisen können den Zahnschmelz angreifen. Experten empfehlen deswegen, nach dem Verzehr von Obst, Fruchtsäften oder Softdrinks etwa 30 Minuten mit dem Zähneputzen zu warten.
Bleaching oder Zahnbehandlungen
Auch zahnärztliche Behandlungen können die Zähne schmerzempfindlicher machen. Beim Bleaching wird die Schutzschicht der Zähne abgetragen, um ihnen einen helleren Farbton zu verleihen. Auch das Anpassen von Kronen und Füllungen kann zu Schmerzempfindlichkeit führen, da die Zähne dabei häufig abgeschliffen werden. Die Beschwerden sollten aber nach einigen Tagen wieder abklingen.
Zahnschmerzen trotz gesunder Zähne: Wenn die Ursache woanders liegt
Nicht immer sind Karies, Zahnfleischentzündungen oder andere Zahnerkrankungen für Zahnschmerzen verantwortlich. Auch Probleme mit den Nebenhöhlen, Migräne, Nervenschäden oder Stress können Beschwerden auslösen, die sich wie Zahnschmerzen anfühlen. Diese können nicht vom Zahnarzt erkannt und behandelt werden.
Patienten erleben diese Form der Zahnschmerzen ganz unterschiedlich. Manchmal treten leichte und brennende Schmerzen auf. Betroffene berichten auch von einem Klopfen und Stechen in den Zähnen oder im Kieferknochen. Der Schmerz lässt sich nicht immer genau lokalisieren und kann sogar die Seite wechseln.
Zahnschmerzen durch Erkrankungen der Nebenhöhlen
Zahnschmerzen durch eine Nervenfehlfunktion
Wenn sensible Zahnnerven geschädigt werden, kann ein chronischer, neuropathischer Zahnschmerz entstehen. Solche Beschwerden treten meist nach Zahnbehandlungen auf: Nach der Entfernung von Zahnstein, einer Wurzelkanalbehandlung oder einer Zahnextraktion können Brennen, Taubheitsgefühle und Überempfindlichkeiten auftreten. Diese Zahnschmerzen werden als atypische Odontalgie bezeichnet. Die Diagnose wird dadurch erschwert, dass die Beschwerden bzw. Symptome verzögert auftreten – oft erst Wochen oder Monate nach der Behandlung.
Zahnschmerzen durch Migräne
Bei Migräne oder Clusterkopfschmerzen können Schmerzsignale über den Trigeminusnerv bis in den Kiefer und die Zähne ausstrahlen. Die Beschwerden werden häufig als stark, klopfend und plötzlich auftretend beschrieben. Diese Schmerzform ist durch Verhaltenstherapien und Medikamente behandelbar.
Zahnschmerzen durch Herzerkrankungen
Herzerkrankungen äußern sich häufig durch untypische Symptome. Schulter- und Armbeschwerden oder Zahnschmerzen zählen dazu. Kardiogene Zahnschmerzen treten meist in Verbindung mit Brustschmerzen auf. Bei körperlicher Belastung verschlimmern sich die Beschwerden.
Zahnschmerzen durch Zahnspangen oder Zahnersatz
Schlecht sitzende Prothesen, Kronen oder Zahnspangen können Druck auf Zähne und Kiefer ausüben und damit Zahnschmerzen verursachen. Nach einer Anpassung durch den Zahnarzt verschwinden die Beschwerden meist wieder.
Zahnschmerzen durch Stress
Seelische Probleme manifestieren sich im Körper in den unterschiedlichsten Beschwerden. Muskelschmerzen und Verspannungen, Verdauungsprobleme oder Kopfschmerzen sind die gängigsten Beispiele. Treten Zahnschmerzen ohne ersichtliche Ursache auf, können also psychosomatische Gründe vorliegen.
Stress als Auslöser für Zahnschmerzen ist weniger bekannt, kommt aber vor: Durch Verspannungen im Bereich von Schulter und Nacken leiten die Nervenbahnen den Schmerz bis zu den Zähnen weiter. Zahnschmerzen treten auch auf, wenn Betroffene mit einer verkrampften Körperhaltung die Zähne fest aufeinanderpressen und dadurch den Druck auf den Kiefermuskel verstärken.
Gut zu wissen
Typische Zahnschmerzen und mögliche Ursachen im Überblick
Hier eine Übersicht über die gängigsten Symptome und deren Ursachen sowie die notwendigen Schritte.
| Symptome | Ursachen | Was ist zu tun? |
|---|---|---|
Leichte Zahnschmerzen, die nur gelegentlich auftreten Empfindlichkeit gegenüber Süßem und Saurem | Karies im Anfangsstadium Seelische Probleme | Bei häufigerem Auftreten zum Zahnarzt gehen |
Leichte Zahnschmerzen Zähneknirschen Schmerzen im Kiefer | Fehlstellung der Zähne Vorstehende Zahnfüllungen Schlecht sitzende Prothesen und Kronen | Korrektur der Fehlstellung durch den Zahnarzt notwendig |
| Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch bei Kleinkindern | Zahnfleischreizung durch Zahnen | Beißring kann die Beschwerden lindern |
Dumpfer und stechender Schmerz Geschwollene Wange Eiter am Zahnfleisch sichtbar | Karies im fortgeschrittenen Stadium Entzündung von Zahnmark, Zahnwurzel oder Kieferknochen | Sofort zum Zahnarzt gehen |
Schmerzendes Zahnfleisch Blut beim Zähneputzen Schwellungen zwischen den Zähnen | Zahnfleischentzündung | Zum Zahnarzt gehen |
Ziehen im Kiefer Entzündetes Zahnfleisch Lockerung der Zähne | Zahnbettentzündung | Zum Zahnarzt gehen |
Schmerzen im Kiefer Knacken im Kiefer | Fehlstellung des Kiefers | Korrektur der Fehlstellung durch den Arzt notwendig |
- Zähne gründlich putzen: Putzen Sie Ihre Zähne mindestens 2-mal am Tag, besser noch nach jeder Mahlzeit. Achten Sie dabei auf die richtige Putztechnik und ohne zu starken Druck.
- Zahnzwischenräume nicht vergessen: Nutzen Sie Zahnseide oder Interdentalbürsten, um Beläge zwischen den Zähnen zu entfernen.
- Zunge reinigen: Spezielle Zungenreiniger helfen, Beläge auf der Zunge zu reduzieren.
- Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen: Bei regelmäßigen Kontrolluntersuchungen erkennt der Zahnarzt oder die Zahnärztin Karies oder Zahnfleischprobleme oft frühzeitig.
- Professionelle Zahnreinigung einplanen: Bei einer PZR werden hartnäckige Beläge, die sogenannte Plaque, entfernt. Sie sollte ein- bis zweimal im Jahr durchgeführt werden.
- Zucker reduzieren: Weniger Zucker hemmt das Wachstum von Kariesbakterien.
- Nicht rauchen: Rauchen verfärbt die Zähne und verschlechtert die Durchblutung des Zahnfleisches.
Gut zu wissen
Wann sollte man bei Zahnschmerzen zum Zahnarzt?
Bei Zahnschmerzen lautet die eindeutige Antwort: möglichst bald. Zeigen sich Schwellungen im Gesicht und tritt Fieber auf, gehen Sie sofort zum Zahnarzt. Schmerzmittel helfen nur kurzfristig. Anhaltende Linderung der Beschwerden verschafft allein die Reparatur des erkrankten Zahns.
Stechende Zahnschmerzen über Tage auszuhalten, zehrt an den Kräften. Eine Besserung ist meist nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Liegt eine Entzündung vor, verschlechtern sich die Beschwerden relativ schnell. Kann der Zahnarzt gleich eingreifen, lässt sich der Zahn vermutlich noch retten.
Zahnschmerzen verschwinden plötzlich? Vorsicht!
Lassen Zahnschmerzen nach, wirkt das zunächst beruhigend. Doch Vorsicht: Die Ursache kann weiterhin bestehen. In manchen Fällen ist der Zahnnerv bereits so stark geschädigt, dass er abstirbt und deswegen nicht mehr schmerzt.
Das Problem: Im abgestorbenen Gewebe können sich Bakterien ausbreiten. Die Entzündung schreitet oft unbemerkt voran und kann später erneut starke Zahnschmerzen verursachen, etwa beim Essen. Breitet sich die Entzündung über die Zahnwurzel hinaus aus, können Abszesse und Schäden am Kieferknochen entstehen. Im schlimmsten Fall droht der Verlust des Zahns.
Gut zu wissen
Wie findet der Zahnarzt die Ursachen Ihrer Zahnschmerzen?
Zahnschmerzen treten in unterschiedlicher Intensität und Charakteristik auf. Beschreibt der Patient seine Symptome, kann der Arzt deren Ursache bereits eingrenzen. Es folgt eine gründliche Untersuchung von Zähnen und Zahnfleisch. Letzte Gewissheit bringt häufig das Röntgen des Zahnes.
Die Behandlung von Zahnschmerzen richtet sich nach der Ursache der Schmerzen. Dabei ist Karies mit Abstand der häufigste Grund für den Zahnarztbesuch.
Behandlung von Karies
Im Fall ziehender Zahnschmerzen und empfindlicher Zähne lautet die Diagnose meist Karies. Die Ursache liegt in der Regel in einer unzureichenden Mundhygiene. Dann siedeln sich Bakterien im Mundraum an. Besonders in den Zahnzwischenräumen häuft sich Plaque.
Der Zahnarzt oder die Zahnärztin entfernt die von Karies befallenen Stellen großzügig und baut den Zahn neu auf. Kleinere Löcher erhalten eine Füllung. Ist die Zahnfäule weiter fortgeschritten, ist eine Wurzelkanalbehandlung notwendig. Wenn die Zahnsubstanz zum Großteil zerstört ist, empfiehlt der Zahnarzt eine Krone oder ein Inlay. In schweren Fällen ist der Zahn nicht mehr zu retten.
Behandlung bei Zahnfleischentzündung
Ist das Zahnfleisch entzündet, entfernt der Zahnarzt den verhärteten Zahnbelag mit professionellen Instrumenten. Eine weitere Behandlung ist nicht erforderlich. Der Mediziner versucht dann, dem Patienten Tipps zur richtigen Mundhygiene zu geben. Bei regelmäßigen Kontrolluntersuchungen kann er überprüfen, inwieweit der Patient die Ratschläge umgesetzt hat.
Behandlung eines entzündeten Zahnnervs
Bei dieser Krankheitsform lassen sich 2 unterschiedliche Diagnosen stellen:
- Reversible Pulpitis: umkehrbarer entzündeter Zahnnerv
- Irreversible Pulpitis: unumkehrbarer entzündeter Zahnnerv
Ein heftiger, ziehender Schmerz beim Kontakt mit Kälte deutet auf eine reversible Pulpitis hin. Als Ursache der Entzündung gelten mechanische oder chemische Reize während einer Zahnbehandlung – oder ein Bakterienbefall. Bei der Behandlung versiegelt der Zahnarzt die Zähne und baut damit die Schutzschicht wieder auf. Für die häusliche Anwendung verschreibt er Präparate zur Fluoridierung.
Eine unumkehrbare (irreversible) Pulpitis ist mit starken Zahnschmerzen verbunden. Patienten empfinden den Zahn als störend. Der Zahn schmerzt bei Berührung und Aufbiss. Kälte bringt kurzzeitig Linderung. Unter Wärmeeinwirkung dagegen verstärkt sich der Schmerz. Eine Wurzelkanalbehandlung kann die Entzündung beheben. Der Verlust der Zahnsubstanz macht eine Füllung hinfällig. Stattdessen kommen Teilkronen oder Kronen zum Einsatz.
Behandlung einer Wurzelentzündung
Bei fortgeschrittener Karies kann es zu einer Wurzelentzündung kommen. Auch dann ist eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich. Der Zahnarzt entfernt das entzündete Gewebe (Pulpa). Danach reinigt er die Wurzelkanäle und spritzt eine Desinfektionslösung hinein. Anschließend erhalten die Wurzelkanäle eine Dauerfüllung.
Behandlung freiliegender Zahnhälse
Wer beim Zähneputzen zu viel Kraft aufwendet, reizt das Zahnfleisch. Die Gefahr: Zu harte Zahnbürsten oder nächtliches Zähneknirschen können einen Zahnfleischrückgang begünstigen. Dann liegen die Zahnhälse frei und reagieren empfindlich auf Heißes und Kaltes, Süßes und Saures.
Der Zahnarzt kann die angegriffenen Zähne mit Lack versiegeln. Außerdem ist eine Desensibilisierung mithilfe eines Lasers möglich. Spezielle Zahnpasten, weichere Zahnbürsten und die Unterweisung in der richtigen Putztechnik sind die Eckpfeiler der Therapie.
Behandlung bei Weisheitszähnen
Oft melden sich die Weisheitszähne erst in späteren Lebensjahren. Betroffene nehmen einen dumpfen und pochenden Schmerz wahr, der auf Ohren oder Kopf ausstrahlen kann. Das ist ein Anzeichen dafür, dass der Platz im Kiefer für die zusätzlichen Zähne nicht ausreicht.
Dann gibt es nur eine Lösung: Der Zahnarzt entfernt die Weisheitszähne. Schmerztabletten oder Antibiotika lindern die begleitenden Beschwerden.
Zahnschmerzen nach einer Behandlung beim Zahnarzt
Endlich geschafft. Der Zahnarzt legt den Bohrer beiseite und der Patient steigt wie befreit vom Behandlungsstuhl. Doch manchmal ist die Euphorie nicht von langer Dauer: Der Zahn schmerzt, obwohl die Behandlung eigentlich abgeschlossen ist.
Zahnschmerzen nach der Betäubung
Lässt die Betäubungsspritze nach, sind erneute Schmerzen keine Seltenheit. Sie sind eine normale Reaktion auf den Eingriff und nach wenigen Stunden verschwunden. Durch den Einstich der Spritze kann ein Druckschmerz entstehen. Dieser klingt ebenfalls nach spätestens einem Tag ab.
Zahnschmerzen nach einer Füllung
Nach einer Füllung kann der behandelte Zahn vorübergehend empfindlich auf Kälte, Wärme oder Druck reagieren. Die Beschwerden klingen meist innerhalb weniger Tage ab. Halten die Schmerzen an oder werden sie stärker, sollte der Zahnarzt die Füllung überprüfen.
Zahnschmerzen nach einer Wurzelbehandlung
Ist der Zahnnerv in Mitleidenschaft gezogen, erfordert das eine Wurzelbehandlung. Dabei öffnet der Zahnarzt den Zahn, legt das Wurzelkanalsystem frei, entfernt die Ablagerungen und spült den Wurzelkanal mit einem Antibiotikum.
Leichte Druckschmerzen in den ersten Tagen nach einer Wurzelbehandlung sind nicht ungewöhnlich. Sie entstehen durch die Behandlung des entzündeten Gewebes. Lassen die Beschwerden nicht nach oder treten Schwellungen auf, müssen Sie unbedingt noch einmal zum Zahnarzt.
Zahnschmerzen nach einer Zahnreinigung
Nach einer professionellen Zahnreinigung reagieren manche Zähne empfindlicher auf kalte, heiße oder süße Speisen. Ursache sind häufig freigelegte Zahnoberflächen oder gereiztes Zahnfleisch. Die Beschwerden verschwinden in der Regel nach kurzer Zeit von selbst.
Zahnschmerzen durch eine allergische Reaktion
Verträgt der Patient keine Füllungen, kann eine allergische Reaktion auftreten. Bei einer solchen allergischen Schmerzreaktion tauscht der Zahnarzt die Füllung aus und verwendet gut verträgliche Einlagen aus Gold oder Keramik.
Früher war häufig Amalgam der Auslöser von Kontaktallergien. Heute setzen Zahnärzte meist Füllungen aus Kunststoff ein. Dadurch sind Zahnschmerzen aufgrund von Allergien selten geworden.
Gut zu wissen
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Wer früher vorsorgt, lächelt länger
Je früher Zahnprobleme erkannt und behandelt werden, desto größer ist die Chance, den natürlichen Zahn zu erhalten. Unsere Zahnzusatzversicherung mit Schwerpunkt Zahnerhaltung unterstützt Sie bei vielen Behandlungen rund um den Zahnerhalt – von hochwertigen Füllungen bis zur Wurzelbehandlung.
Was hilft gegen Zahnschmerzen?
Wenn Sie Zahnschmerzen haben, sollten Sie möglichst schnell Ihren Zahnarzt oder Zahnärztin aufsuchen. Denn Zahnschmerzen lassen sich nur durch die Behandlung der Ursache beseitigen. Bis zum Zahnarzttermin können Hausmittel und Schmerzmittel die Zahnschmerzen vorübergehend lindern.
Welche Schmerzmittel helfen bei Zahnschmerzen?
Schmerzmittel sind in fast jedem Haushalt vorrätig und können auch Zahnschmerzen kurzfristig lindern. Der Gebrauch dieser Schmerzmittel ist aber nur eine kurzfristige Lösung und ersetzt nicht den Zahnarztbesuch. Jedes Medikament hat außerdem Nebenwirkungen. Die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann sogar Schlaganfälle oder Herzinfarkte begünstigen.
| Schmerzmittel | Eignung bei Zahnschmerzen | Wichtige Hinweise |
|---|---|---|
| Ibuprofen | Häufig das Mittel der Wahl, da es zusätzlich entzündungshemmend wirkt | Kann Magenschmerzen verursachen, nicht für jeden geeignet |
| Paracetamol | Kann Schmerzen lindern, wirkt aber nicht entzündungshemmend | Hohe Dosierungen können die Leber belasten |
| Diclofenac | Wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend | Kann Magen und Herz-Kreislauf-System belasten |
Gut zu wissen
Kälte oder Wärme bei Zahnschmerzen – was hilft besser?
Ob Kälte oder Wärme die bessere Wahl ist, hängt von der Ursache der Beschwerden ab. Während Kälte bei Entzündungen oft als angenehm empfunden wird, kann Wärme bei bestimmten Reizungen helfen. Achten Sie deshalb darauf, wie sich Ihre Zahnschmerzen anfühlen und ob Begleiterscheinungen wie Schwellungen auftreten.
Kälte bei Zahnschmerzen
Liegt eine Entzündung vor, kann Kälte die Beschwerden lindern. Sie wirkt abschwellend und kann den Schmerz vorübergehend reduzieren. Hinweise auf eine Entzündung sind beispielsweise eine geschwollene Wange oder pochende Zahnschmerzen, die sich beim Zubeißen verstärken. Verwenden Sie ein Kühlpad oder einen Eisbeutel, den Sie in ein Tuch wickeln. So schützen Sie die Haut vor Kälteschäden.
Wärme bei Zahnschmerzen
Bei einer Reizung von Nerven oder verspannten Kiefermuskeln wird Wärme häufig als angenehm empfunden. Oft genügt bereits die natürliche Körperwärme, etwa durch einen Schal um Hals und Wange. Verstärken sich die Schmerzen durch Wärme, wird der Zahnschmerz pochend oder treten Schwellungen auf, spricht dies eher für eine Entzündung. In diesem Fall ist Kälte meist die bessere Wahl.
Welche Hausmittel helfen bei Zahnschmerzen?
Ob am Wochenende, nachts oder unterwegs: Bei plötzlich auftretenden Zahnschmerzen ist schnelle Hilfe gefragt. Die folgenden Hausmittel gelten als klassische Erste-Hilfe-Maßnahmen und können vorübergehend für Erleichterung sorgen. Den Gang zum Zahnarzt ersetzen sie aber nicht.
Eiswürfel
Kälte ist eines der wirkungsvollsten Mittel der Selbsthilfe. Statt einen Kühlpack auf die Wange zu drücken, können Sie das Eis in Form von Eiswürfeln auch direkt in den Mund nehmen und lutschen.
Gewürznelke
Die ätherischen Öle aus getrockneten Nelken wirken leicht betäubend und desinfizierend. Besonders schonend ist Nelkenöl, das Sie gezielt auf den schmerzenden Zahn tupfen können. Alternativ zerkauen Sie eine Gewürznelke, möglichst aber nicht mit dem betroffenen Zahn.
Meerrettich
Raspeln Sie eine Stange Meerrettich und vermischen Sie die Paste mit 2 bis 3 Teelöffeln Wasser. Streichen Sie die Masse auf ein Leinentuch und drücken Sie das Tuch auf die Wange. Aber Vorsicht bei empfindlicher Haut!
Zimt
Aus Zimt und Wasser lässt sich eine wirkungsvolle Mundspülung herstellen. Das Gewürz wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Zähne und Zahnfleisch können Sie auch direkt mit einer Paste aus Zimt und Wasser einreiben.
Holunderbeeren
Zahnschmerzen, deren Ursache in Stress und Ärger zu suchen ist, lassen sich durch das Kauen einiger getrockneter Holunderbeeren lindern.
Weißkohl
Verwenden Sie frische Weißkohlblätter und zerdrücken Sie sie mit einem Nudelholz. Das setzt die Wirkstoffe frei. Geben Sie die zerdrückten Blätter auf ein Tuch und drücken Sie es gegen die Wange und den schmerzenden Zahn.
Zwiebeln
Schlagen Sie eine klein geschnittene Zwiebel in ein Tuch ein. So erhalten Sie einen schmerzlindernden Umschlag. Er kann für etwa 30 Minuten auf der Wange bleiben.
Cayennepfeffer
Cayennepfeffer gilt als natürliches Schmerzmittel. Er kann direkt auf der schmerzenden Stelle im Mundraum wirken.
Zitronensaft
Zitronensaft lindert Schmerzen. Aber tragen Sie die Flüssigkeit nicht zu häufig auf. Denn Zitronen enthalten Fruchtsäuren, die den Zahnschmelz angreifen.
Woher kommen Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?
Während der Schwangerschaft finden im Körper hormonelle Veränderungen statt. Das vermehrte Gewebewachstum kann zu Zahnfleischentzündungen führen. Diese sogenannte Schwangerschaftsgingivitis ist mit Zahnschmerzen und Zahnfleischbluten verbunden. Zu dieser Sonderform einer Zahnfleischentzündung kommt es nur, wenn Zahnbelag (Plaque) vorhanden ist. Nicht nur deshalb gilt: Eine gründliche Mundhygiene ist für Schwangere besonders wichtig.
Zusätzlich entstehen durch das vermehrte Wachstum des Zahnfleisches während der Schwangerschaft häufiger Wucherungen am Zahnfleisch. Zahnärzte sprechen von Epulis gravidarum und behandeln mit speziellen Spülungen. Eine Entfernung der Wucherungen ist nur in den seltensten Fällen nötig. Meist gehen die Beschwerden nach der Geburt des Kindes ganz von selbst zurück.
Zahnschmerzen bei Kindern
Zahnschmerzen im Kindesalter haben verschiedene Ursachen und unterscheiden sich je nach Alter. Das sind die häufigsten Ursachen:
- Karies an Milchzähnen: Auch Milchzähne können von Karies betroffen sein. Häufige Ursachen sind eine zuckerreiche Ernährung und eine unzureichende Mundhygiene. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen, Schäden frühzeitig zu erkennen.
- Zahnschmerzen nach einem Unfall: Stürze und Zusammenstöße gehören zum Alltag vieler Kinder. Dabei können Zähne beschädigt oder ausgeschlagen werden. Schmerzhaft sind vor allem Schäden an den Frontzähnen. Eltern sollten ausgeschlagene Zahnstücke aufbewahren und zum Zahnarzttermin mitbringen.
- Zahnen bei Babys: Beim Durchbruch der Milchzähne können Druckgefühle, gereiztes Zahnfleisch und Schmerzen auftreten. Kommen zusätzlich Fieber, Durchfall oder andere Beschwerden vor, sollte das Kind vom Kinderarzt untersucht werden.
Zahnschmerzen – was zahlt die Kasse?
Hat der Zahnarzt einen Befund erstellt, gibt es in der Regel verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Die Kassen müssen nach dem Gesetz nur für eine zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Zähne zahlen. Das bedeutet, gesetzlich Versicherte erhalten Regelleistungen für eine Grundversorgung. Die Grundversorgung für verschiedene Befunde sieht so aus:
Checkliste
- Zahnfüllung: Die Grundversorgung sieht plastisches Füllungsmaterial vor.
- Zahnkrone: In der Grundversorgung enthalten sind Teil- und Vollkronen aus Metall. Teilverblendungen in Zahnfarbe sind nur für den vorderen sichtbaren Zahnbereich vorgesehen.
- Zahnbrücke: Lücken werden mit Kronen aus Metall geschlossen. Zahnfarbene Teilverblendungen übernimmt die Kasse nur für sichtbare Vorderzähne.
- Teilprothese: Die Regelleistung sieht eine Modellguss-Prothese aus Kunststoff vor. Diese wird mit Klammern verankert.
- Vollprothese: Totalprothesen bestehen aus Kunststoff. Implantatgetragene Prothesen sind keine Regelversorgung, aber Ausnahmen sind möglich.
Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt bei Zahnbehandlungen nur einen pauschalen Zuschuss. Und das auch nur für die Regelversorgung. Doch diese steht oft im Widerspruch zu einer zeitgemäßen und nachhaltigen Zahnversorgung. Oft ist die Regelversorgung auch aus Sicht des Zahnarztes nicht die beste Option. Implantate und ästhetische Keramikverblendungen z. B. sind allerdings keine Leistungen der gesetzlichen Kassen.
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FAQ – häufige Fragen zu Zahnschmerzen
Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.
Warum habe ich Zahnschmerzen bei Kälte?
Zahnschmerzen bei kalten Getränken, Eis oder kalter Luft sind häufig ein Zeichen für schmerzempfindliche Zähne. Mögliche Ursachen sind freiliegende Zahnhälse, Karies, undichte Füllungen oder ein gereizter Zahnnerv. Halten die Beschwerden länger an oder treten sie plötzlich auf, sollte die Ursache vom Zahnarzt abgeklärt werden.
Können Zahnschmerzen von einer Erkältung kommen?
Ja. Bei einer Erkältung oder Nasennebenhöhlenentzündung können Schmerzen auf die Zahnwurzeln der oberen Backenzähne ausstrahlen. Betroffene verspüren häufig einen Druck oder ein Klopfen an mehreren Zähnen gleichzeitig. Mit dem Abklingen der Erkältung verschwinden die Beschwerden meist ebenfalls.
Was hilft ganz schnell gegen Zahnschmerzen?
Als Sofortmaßnahme können Kühlen, Schmerzmittel oder bestimmte Hausmittel die Zahnbeschwerden vorübergehend lindern. Welche Maßnahme am besten hilft, hängt von der Ursache der Zahnschmerzen ab. Eine dauerhafte Besserung ist meist erst möglich, wenn die Ursache behandelt wird.
Kann man Zahnschmerzen ohne Grund haben?
Zahnschmerzen haben immer eine Ursache, auch wenn diese nicht direkt am Zahn liegt. Neben Karies oder Entzündungen können beispielsweise Stress, Migräne, Nervenschäden oder Erkrankungen der Nasennebenhöhlen Beschwerden auslösen, die sich wie Zahnschmerzen anfühlen.
Warum sind Zahnschmerzen nachts stärker?
Viele Menschen empfinden Zahnschmerzen nachts als besonders stark. Im Liegen wird der Kopf stärker durchblutet, wodurch der Druck im entzündeten Gewebe zunehmen kann. Außerdem fehlen nachts Ablenkungen, sodass Schmerzen intensiver wahrgenommen werden.
Sind Zahnschmerzen in der Schwangerschaft normal?
Während der Schwangerschaft können hormonelle Veränderungen das Zahnfleisch empfindlicher machen und Entzündungen begünstigen. Deshalb leiden manche Schwangere häufiger unter Zahnfleischbluten oder Zahnschmerzen. Eine gründliche Mundhygiene und regelmäßige Vorsorge sind in dieser Zeit besonders wichtig.
Können Stress und Zähneknirschen Zahnschmerzen verursachen?
Ja. Stress führt bei vielen Menschen zu nächtlichem Zähneknirschen oder starkem Zusammenpressen der Zähne. Dadurch werden Zähne, Kiefergelenke und Kaumuskulatur belastet, was zu Zahnschmerzen oder Druckgefühlen führen kann.
Stand: 27.08.2026
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