Wer arbeitet, muss auch Arbeitspausen machen

Geht es ohne?

Auch wenn Sie ab und zu früher in den Feierabend möchten, auf Ihre Pausen dürfen Sie nicht verzichten.

Wer arbeitet, muss auch Arbeitspausen machen

Rechtsfrage des Tages:

Vielleicht gehören Sie auch zu den Leuten, die sich ein ausgiebiges Mittagessen gern sparen und stattdessen lieber weiterarbeiten würden. Praktisch wäre es doch, zugunsten eines früheren Feierabends auf Pausen zu verzichten. Geht das?

Antwort:

Pausenlos zu arbeiten kann krank machen. Daher sollten Sie schon zuliebe Ihrer eigenen Gesundheit regelmäßig Pause machen. Tatsächlich sind Pausenzeiten sogar gesetzlich vorgeschrieben. Das Arbeitszeitgesetz legt nicht nur die Höchstarbeitszeit fest. Es definiert auch genau, wann Sie eine Auszeit nehmen müssen.
Länger als sechs Stunden am Stück dürfen Sie Ihrer Arbeit nicht nachgehen. Nach dieser Zeit steht Ihnen eine Ruhepause von mindestens 30 Minuten zu. Beträgt Ihre Arbeitszeit mehr als neun Stunden, verlängert sich Ihre Pflichtpause auf 45 Minuten. Hinzu kommt eine Ruhezeit von mindestens 11 Stunden zwischen Feierabend und nächstem Arbeitsbeginn. Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen diese Zeiten einzuräumen. Allerdings können Sie die Pausen auch in Zeitabschnitte von jeweils 15 Minuten stückeln.
Keinesfalls möglich ist es, zugunsten eines früheren Feierabends durchzuarbeiten. Ihr Chef hat eine Dokumentationspflicht bezüglich der Arbeitszeiten. Die Einhaltung der Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes wird zudem von einer Behörde überwacht. Verstößt Ihr Arbeitgeber gegen die Regelungen, drohen ihm saftige Bußgelder. Daher werden Sie keine Chance haben, mit Ihrem Vorgesetzen eine entsprechende Vereinbarung zu treffen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Damit Sie Ihr gutes Recht bekommen

Hier finden Sie garantiert den passenden Tarif. Z. B. den umfassenden Privat-Rechtsschutz für die Lebensbereiche Privat, Beruf, Wohnen und Verkehr.

Ähnliche Beiträge: