Eigenleistung beim Hausbau

Achten Sie auf diese Vorteile und Risiken

Welche Vor- und Nachteile haben Eigenleistungen beim Hausbau? Mit diesen Informationen können Sie gut vorbereitet selbst anpacken.

Eigenleistung beim Hausbau

Durch Eigenleistung können Sie beim Hausbau viel Geld sparen. Es gibt jedoch einiges zu beachten, damit die Muskelhypothek am Ende nicht zum Problemfall wird. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihre Eigenleistungen richtig planen und Fehler vermeiden

Das Wichtigste vorweg: Das sollten Sie über Eigenleistung beim Hausbau wissen

  • Der Arbeitsaufwand von Eigenleistungen wird oft unterschätzt.
  • Eigenleistungen können Geld sparen und Ihre Finanzierung verbessern.
  • Eine gute Planung kann viele Risiken verringern.

Eigenleistungen: Den Aufwand richtig einschätzen

Wird der Aufwand von Eigenleistung unterschätzt, folgen daraus meist Bauverzögerungen oder sogar Bauschäden. Mit einer realistischen Einschätzung, was Sie und Ihre Bekannten leisten können, lassen sich solche Probleme vermeiden.

Vor allem 2 Fragen sind wichtig:

  • Welche Fähigkeiten bringen Sie und Ihre Helfer mit?
  • Wie viel Zeit können alle Beteiligten zum Hausbau beisteuern?

Gewerke für die Eigenleistung aussuchen

Manche Arbeiten eignen sich besser für Eigenleistung als andere. Jeder Hausbau ist anders, grundsätzlich gilt aber:

  • Gewerke mit niedrigen Materialkosten und hohem Arbeitsaufwand lohnen sich in Eigenleistung am meisten.
  • Suchen Sie Eigenleistungen nach Ihren Fähigkeiten und Erfahrungen aus. Übernehmen Sie nur Arbeiten, die Sie oder Ihre Helfer Schritt für Schritt verstehen und umsetzen können.

Diese Arbeiten können Sie mit etwas Übung durchführen:

  • Boden verlegen, z. B. Laminat oder Fertigparkett
  • Trockenbau, z. B. Rigipsplatten anbringen, verspachteln und schleifen
  • Streichen und Tapezieren in Innenräumen
  • Garten und Hof gestalten – je nach Aufwand und Anspruch

Diese Arbeiten erfordern viel Erfahrung:

  • Rohbau
  • Fassaden
  • Fenster und Türen
  • Einbau von Schlosserarbeiten, z. B. Treppen, Geländer, Tore
Vorsicht: Elektrik und Sanitäranlagen dürfen nur von Profis eingebaut werden. Manche Firmen lassen es aber zu, dass Sie Vorarbeiten übernehmen und auf diese Weise Geld sparen.
Vorsicht: Elektrik und Sanitäranlagen dürfen nur von Profis eingebaut werden. Manche Firmen lassen es aber zu, dass Sie Vorarbeiten übernehmen und auf diese Weise Geld sparen.

Zeitaufwand richtig einschätzen

Arbeitslohn sparen lohnt sich, die Arbeit muss aber trotzdem erledigt werden. Bedenken Sie, dass auch Ihre Eigenleistung rechtzeitig fertig werden muss, damit andere Arbeiten nicht auf Sie warten müssen. Bauverzögerungen können teuer werden.

Beispiel: Für das Streichen und Tapezieren eines Einfamilienhauses fallen etwa 120 Arbeitsstunden an. Wenn Sie diese Arbeiten selbst übernehmen, sparen Sie rund 4.400 €. Doch Sie müssen 3 Wochen Vollzeitarbeit einplanen. Allein ist das kaum zu schaffen, wenn Sie nicht sehr viel Zeit zur Verfügung haben oder Urlaub nehmen. Helfen Ihre Verwandten und Bekannten mit, lohnt sich das Tapezieren und Streichen in Eigenleistung vielleicht trotzdem. Rechnen Sie aber besser etwas mehr Zeit ein, wenn Sie keine Profis sind.

Tipp: Bevor Sie fest mit Eigenleistung planen, überlegen Sie genau: Wie viel Zeit können und wollen Sie und Ihre Helfer wirklich investieren? Bauen ist anstrengend – rechnen Sie daher unbedingt auch Ruhetage mit ein.
Tipp: Bevor Sie fest mit Eigenleistung planen, überlegen Sie genau: Wie viel Zeit können und wollen Sie und Ihre Helfer wirklich investieren? Bauen ist anstrengend – rechnen Sie daher unbedingt auch Ruhetage mit ein.

So viel Geld können Sie mit Eigenleistungen sparen

Wie viel Geld Sie mit Eigenleistungen sparen können, hängt von Ihren Fähigkeiten und Ihrer verfügbaren Zeit ab. Knapp 19.000 € lassen sich etwa bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus in München sparen. Dafür müssen Bauherren allerdings rund 480 Stunden arbeiten – und alle Gewerke beherrschen.

Liste: Einsparmöglichkeiten durch Eigenleistungen nach Gewerken

Eigenleistungen sparen Arbeitslohn. Deshalb lohnen sich vor allem arbeitsaufwendige Gewerke mit niedrigen Materialkosten.

Eine Studie des Verbands privater Bauherren (VPB) hat 2017 untersucht, wie viel Geld handwerklich erfahrene Bauherren bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus (unterkellert, 140 Quadratmeter Wohnfläche) in München bzw. im Großraum Leipzig sparen können. Diese Einsparungen wurden errechnet:

 

Arbeitsbereich   Ersparnis in Leipzig
Ersparnis in München Zeitaufwand
Trockenbau
  3.162 € 4.085 € 102 Stunden
Fensterbänke einsetzen   105 € 124 € 3 Stunden
Fliesen und Platten legen   1.824 € 1.919 € 48 Stunden
Zimmertüren einbauen   2.686 € 3.173 € 79 Stunden
Maler- und Lackierarbeiten   3.263 € 3.775 € 94 Stunden
Bodenbeläge   3.092 € 3.553 € 89 Stunden
Tapezierarbeiten   1.075 € 1.238 € 31 Stunden
Außenanlagen   975 € 1.000 € 30 Stunden

 

 

Insgesamt lassen sich durch Eigenleistungen 16.182 € im Großraum Leipzig bzw. 18.867 € in München sparen. Dafür sind 476 Stunden Eigenleistung notwendig, also 3 Monate Vollzeitarbeit (Quelle: Verband Privater Bauherren e.V.).

Beispiel: Realistisch sparen durch Eigenleistung

Knapp 500 Arbeitsstunden lassen sich nicht am Feierabend ableisten. Die Einsparungen sind oft auch nicht hoch genug, um den tatsächlichen Aufwand auszugleichen. Übernehmen Sie deshalb nicht mehr als 2 oder 3 Gewerke in Eigenleistung.

Beispiel: Sie übernehmen einen Teil der Malerarbeiten und das Legen von Klickparkett. Dadurch sparen Sie 2.500 € für das Streichen und 3.500 € für die Bodenarbeiten, insgesamt also 6.000 €. Diese Summe können Sie bei der Bank als Eigenkapital anrechnen lassen. Für die Arbeiten fallen 150 Stunden Eigenleistung an, die sie sich mit 2 Personen teilen. In 2 Wochen können Sie die Arbeit schaffen, wenn sich alle Beteiligten Urlaub nehmen.

Vorsicht: Die Arbeit in Eigenleistung ist nicht kostenlos. Neben dem Material müssen Sie auch für die Versicherung Ihrer Helfer aufkommen. Denken Sie auch an Verpflegung, denn Bauen macht hungrig.
Vorsicht: Die Arbeit in Eigenleistung ist nicht kostenlos. Neben dem Material müssen Sie auch für die Versicherung Ihrer Helfer aufkommen. Denken Sie auch an Verpflegung, denn Bauen macht hungrig.

Fertighaus mit Eigenleistungsanteil

Fertighäuser haben den Vorteil, schnell gebaut und normalerweise günstiger zu sein. Es gibt Modelle, bei denen Sie große Teile der Arbeiten selbst erledigen können. Wie groß dieser Anteil ist, hängt von der Ausbaustufe des Fertighauses ab:

  • Bei bezugsfertigen Häusern steht keine Eigenleistung an.
  • Auch bei schlüsselfertigen Häusern ist das oft der Fall – dabei kommt es aber auf den Anbieter an. Bei manchen gibt es geringe Eigenleistungsanteile.
  • Ausbauhäuser sind Fertighäuser, bei denen lediglich ein wetterfester Rohbau errichtet wird. Dabei ist der Eigenleistungsanteil recht groß.
  • Bausatzhäuser haben den größten Eigenleistungsanteil. Denn dabei werden nur fertige Wand- und Deckenteile angeliefert.

Die Eigenleistung können Sie sich wie bei einem Massivhaus i. d. R. auf Ihr Eigenkapital anrechnen lassen. Fertighäuser mit geringer Ausbaustufe sind deshalb günstig zu finanzieren.

Eigenleistungen und Baufinanzierung: Darauf sollten Sie achten

Ein großer Eigenleistungsanteil kann Vor- und Nachteile für Ihre Baufinanzierung haben. Die Einsparungen durch wegfallende Lohnkosten sind ein klarer Vorteil. Eigenleistungen können auch als Eigenkapital angerechnet werden. Für die Hausbauförderung ist ein großer Eigenleistungsanteil unter Umständen aber ein Nachteil. Lassen Sie auch die finanziellen Risiken nicht außer Acht.

Eigenleistung als Eigenkapital anrechnen lassen

Die Einsparungen durch Eigenleistungen können bei der Kreditberechnung als Eigenkapital angerechnet werden. Das bedeutet, dass Sie nicht so viel Erspartes haben müssen, um einen Kredit zu bekommen. Auch die Zinsen können dadurch sinken.

Die meisten Banken rechnen Eigenleistungen mit bis zu 15 % der Kreditsumme als Eigenkapital an. Wenn Sie Bau-Profi sind, kann dieser Anteil noch höher liegen.

Die Eigenleistungssumme berechnet sich aus den eingesparten Kosten. Das bedeutet: Wenn Sie Malerarbeiten selbst übernehmen und damit 3.500 € sparen, können Ihnen 3.500 € auf Ihr Eigenkapital angerechnet werden. Materialkosten werden nicht angerechnet.

Sie müssen die eingesparten Kosten nachweisen. Dazu können Sie z. B. einen Kostenvoranschlag eines Malerbetriebs einholen und der Bank vorlegen. Auch Bauplanungsbüros können die gesparten Kosten errechnen.

Hausbauförderung und Eigenleistung

Eigenleistungen an einem Neubau können die Fördersumme verringern. Das betrifft vor allem die Förderprogramme durch die KfW. Bei Förderungen durch Ihren Arbeitgeber, durch Kommunen, Bundesländer oder Kirchen können andere Regeln gelten.

Mehr Informationen zu Ihren Fördermöglichkeiten finden Sie im Ratgeber Förderung für den Hausbau.

Bei KfW-Krediten und -Zuschüssen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gilt: Eigenleistungen und die dabei entstehenden Materialkosten werden nicht gefördert. Das gilt auch, wenn Sie selbst Profi sind.

Bauverzögerung durch Eigenleistung

Bauverzögerungen aufgrund von Eigenleistungen sind nicht selten und können zu finanziellen Problemen führen.

Schadensersatz wegen Bauverzögerung

Verzögert sich die Baufertigstellung, müssen Bauunternehmen unter Umständen Vertragsstrafen an Sie als Bauherrn zahlen. Wenn das Bauunternehmen nicht für die Verzögerung verantwortlich ist, muss die Strafe nicht gezahlt werden. Das ist z. B. der Fall, wenn unerwartet starke Unwetter den Bau verzögern.

Vorsicht: Selbst wenn Sie für die Bauverzögerungen nicht verantwortlich sind, kann Ihr Eigenleistungsanteil den Schuldnachweis erschweren.
Vorsicht: Selbst wenn Sie für die Bauverzögerungen nicht verantwortlich sind, kann Ihr Eigenleistungsanteil den Schuldnachweis erschweren.

Wenn Ihre Eigenleistung zu einer Bauverzögerung führt, haben Sie unter Umständen ebenfalls keinen Anspruch auf den Schadensersatz. Im Gegenteil: Gewerke, die auf Ihre Arbeit warten, können gegebenenfalls von Ihnen Schadensersatz verlangen.

Höhere Finanzierungskosten wegen Bauverzögerungen

Bauverzögerungen können Ihre Doppelbelastung verlängern. Wenn Sie später in Ihr neues Haus einziehen können als geplant, müssen Sie unter Umständen länger Miete bezahlen. Schlimmstenfalls müssen Sie sogar in ein Hotel ziehen, falls Sie Ihre Wohnung bereits gekündigt oder verkauft haben.

Rufen Sie Teile Ihres Baukredits später ab als vereinbart, werden oft Bereitstellungsgebühren fällig. Auch dafür können Bauverzögerungen der Auslöser sein.

Finanzielles Risiko wegen Eigenleistung verringern

Mit diesen Vorkehrungen vermeiden Sie finanzielle Risiken durch Eigenleistungen:

  • Legen Sie vertraglich fest, welche Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden. So können Sie besser nachweisen, dass Sie nicht an Verzögerungen schuld sind.
  • Vereinbaren Sie detaillierte Abschlusstermine für einzelne Bauabschnitte, um Verzögerungen besser nachvollziehen zu können.
  • Wählen Sie Eigenleistungen, die nach der Profi-Arbeit kommen. So vermeiden Sie, dass andere Gewerke auf Sie warten müssen.

Bauschaden: Gewährleistung bei Eigenleistung

Es gibt keine Gewährleistung für Eigenleistungen beim Hausbau. Für Ihre Arbeit sind Sie selbst verantwortlich. Bauschäden können daher nicht ersetzt werden. Das gilt unter Umständen auch für Folgeschäden, die durch fehlerhafte selbst gebaute Bauelemente entstehen.

Der Nachweis, dass ein Bauunternehmen Mängel verursacht hat, kann durch Eigenleistungen erschwert werden. Legen Sie daher vertraglich fest, welche Arbeiten Sie durchführen und welche das Unternehmen übernimmt. Prüfen Sie Arbeiten von Unternehmen unbedingt sorgfältig und nehmen Sie sie ab, bevor Sie mit der Eigenleistung beginnen. So können Schäden frühzeitig erkannt werden und das Unternehmen kann nachbessern.

Tipp: Sorgen Sie für klare vertragliche Absprachen. So können Sie auch bei Arbeiten von Fachbetrieben mithelfen und Arbeitskosten senken. Es gibt viele Unternehmen, die Bauherren mitarbeiten lassen, wenn die Bedingungen geklärt sind.
Tipp: Sorgen Sie für klare vertragliche Absprachen. So können Sie auch bei Arbeiten von Fachbetrieben mithelfen und Arbeitskosten senken. Es gibt viele Unternehmen, die Bauherren mitarbeiten lassen, wenn die Bedingungen geklärt sind.

Der Bauherr haftet: Eigenleistungen richtig versichern

Als Bauherr haften Sie für Schäden, die durch die Baustelle verursacht werden. Und Sie sind für Ihre Helfer verantwortlich. Beim Hausbau ist deshalb nicht nur einwandfreier Arbeitsschutz wichtig, sondern auch Versicherungen, die Sie und alle anderen Beteiligten schützen.

Weitere Informationen zur Versicherung von Bauvorhaben finden Sie im ERGO Ratgeber Versicherungen für den Hausbau.

Bauhelfer versichern

Bauhelfer müssen bei der Berufsgenossenschaft Bau (BG Bau) angemeldet werden. Diese gesetzliche Unfallversicherung ist verpflichtend. Und zwar auch für Bekannte und Verwandte, die freiwillig mithelfen. Pro Arbeitsstunde fallen Kosten von rund 1,60 € an. Achtung: Wer Helfer nicht anmeldet, riskiert Bußgelder.

Der Schutz der BG Bau gilt nicht für kleinere Gefälligkeitsleistungen. Hilft die Nachbarin kurz, Baumaterial in den Rohbau zu tragen, gibt es kein arbeitnehmerähnliches Verhältnis. Daher ist eine Anmeldung bei der BG Bau nicht möglich.

Eine private Bauhelfer-Unfallversicherung deckt auch solche kurzfristigen Hilfen. Bauherren können sich häufig mitversichern, denn sie selbst sind ebenfalls nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt.

Schäden durch Bauhelfer versichern

Eine Bauherren-Haftpflichtversicherung schützt Sie für den Fall eines Schadens auf Ihrer oder durch Ihre Baustelle. Da Sie als Bauherr für solche Schäden haftbar sind, ist die Bauherren-Haftpflicht die wichtigste Versicherung für den Bau. Achten Sie darauf, dass auch Schäden durch Bauhelfer gedeckt sind.

Schritt für Schritt: So planen Sie Ihre Hausbau-Eigenleistungen

Bei Hausbau-Eigenleistungen gibt es also einiges zu beachten. Mit einer sorgfältigen Planung beugen Sie unerwarteten Zwischenfällen vor und verringern Risiken. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft Ihnen dabei, den Überblick zu bewahren.

Schritt 1: Eigenleistung realistisch einschätzen

Die Eigenleistungsplanung starten Sie am besten mit einer Übersicht über die Fähigkeiten, auf die Sie bauen können. Wie viel können Sie selbst leisten? Welche Erfahrungen bringen Sie mit?

Fragen Sie Bekannte und Verwandte:

  • Wollen sie Ihnen helfen?
  • Wobei wollen sie Ihnen helfen?
  • Was können sie gut?
  • Wie viel Zeit bringen sie mit?

Stellen Sie diese Informationen am besten in einer Liste zusammen.

Vorsicht: Sie müssen sich darauf verlassen können, dass Sie die angebotene Hilfe auch wirklich bekommen. Besprechen Sie sich deshalb so detailliert wie möglich mit den Freiwilligen und halten Sie die Abmachungen fest – am besten schriftlich.
Vorsicht: Sie müssen sich darauf verlassen können, dass Sie die angebotene Hilfe auch wirklich bekommen. Besprechen Sie sich deshalb so detailliert wie möglich mit den Freiwilligen und halten Sie die Abmachungen fest – am besten schriftlich.

Schritt 2: Eigenleistungen richtig kalkulieren

Eigenleistungen sind kein Wundermittel. Das Beispiel oben hat gezeigt, dass Sie mithilfe von 2 Bekannten innerhalb von 2 Wochen Eigenleistungen im Wert von 6.000 € erbringen können.

Eine Beispielrechnung wie diese kann Ihnen bei der Einschätzung helfen, ob sich der Aufwand lohnt. Lassen Sie Ihre Übersicht aus Schritt 1 in die Berechnung einfließen. Planen Sie nur die Hilfe ein, bei der Sie sich sicher sind, dass Sie sie auch bekommen.

Schritt 3: Eigenleistung bei der Finanzierung berücksichtigen

Sie haben nun eine realistische Einschätzung der Leistung, die Sie und Ihre Helfer erbringen können. Verhandeln Sie als Nächstes mit Ihrem Finanzierungspartner, wie diese Leistung bei der Finanzierung berücksichtigt werden kann.

Klären Sie diese Fragen:

  • Kann die Eigenleistung als Eigenkapital angerechnet werden?
  • Wenn ja, wirkt sich das positiv auf die Zinsen aus?
  • Wird Ihre Kreditlast durch die Eigenleistung kleiner?
  • Bleibt Ihre Bauförderung trotz Eigenleistung in gleicher Höhe bestehen?

Lautet die Antwort auf alle 4 Fragen „ja“, kann sich der Aufwand der Eigenleistung lohnen. Besprechen Sie nun mit Ihrem Finanzierungspartner Ihren Kreditrahmen

Schritt 4: Hausbau planen

Dann können Sie mit der eigentlichen Planung beginnen. Entscheiden Sie zuerst, in welcher Bauweise Sie bauen wollen:

Bei Massivhäusern können Sie Eigenleistungen in vielen Bauabschnitten einplanen. Klären Sie frühzeitig mit Ihren Vertragspartnern, welche Arbeiten Sie selbst übernehmen wollen. Legen Sie vertraglich fest, welche Bauabschnitte in Eigenleistung und welche durch Unternehmen erbracht werden. Vereinbaren Sie detaillierte Fertigstellungstermine und Abnahmen.

Bei Fertighäusern wählen Sie die Ausbaustufe nach den Fähigkeiten und der Arbeitszeit, die Sie und Ihre Helfer mit einbringen können. 

Anschließend folgen die bauüblichen Planungsarbeiten und Anträge.

Schritt 5: Eigenleistung versichern

Kümmern Sie sich um Ihren Versicherungsschutz und um den Ihrer Helfer, bevor Sie mit den ersten Arbeiten auf der Baustelle beginnen. Die meisten Versicherungen müssen vor Baubeginn abgeschlossen werden. Denken Sie daran, Ihre Helfer innerhalb einer Woche bei der BG Bau zu melden.

Schritt 6: Bauen

Jetzt können die Bauarbeiten beginnen. Dokumentieren Sie Ihre Eigenleistungen und lassen Sie sie von Ihrer Baubegleitung abnehmen. Dann kann nicht mehr viel schiefgehen.

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