Steuervorteil: E-Auto als Firmenwagen

Es kann sich lohnen

Die Elektromobilität soll gefördert werden. Davon profitieren auch Arbeitnehmer, denn E-Autos als Dienstwagen sind steuerlich privilegiert.

Steuervorteil: E-Auto als Firmenwagen

Rechtsfrage des Tages:

Dürfen Sie Ihren Dienstwagen auch privat nutzen, müssen Sie den geldwerten Vorteil versteuern. Warum kann es sich lohnen, jetzt auf ein Elektroauto umzusteigen?

Antwort:

Die Privatnutzung eines Firmenfahrzeugs ist eigentlich eine feine Sache. Den Löwenanteil der Kosten trägt der Arbeitgeber. Allerdings müssen Sie als Arbeitnehmer 1 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Je teurer das Fahrzeug ist, umso spürbarer fällt diese Versteuerung aus. Das machte Elektroautos früher eher uninteressant.

Auto als Sachbezug

Bekommen Sie von Ihrem Arbeitgeber ein Firmenfahrzeug gestellt, können Sie es mit Glück auch privat nutzen. Dabei kommt es auf die Vereinbarung mit Ihrem Chef an. Natürlich profitieren Sie davon, nicht selbst ein eigenes Auto anschaffen zu müssen. Allerdings müssen Sie diese private Nutzung als Sachbezug versteuern.

Früher unattraktiv

Vor einiger Zeit waren genau aufgrund der Steuerpflicht für den geldwerten Vorteil E-Autos als Firmenwagen insbesondere für Arbeitnehmer nicht die erste Wahl. Wegen des vergleichsweise hohen Anschaffungspreises bedeuteten diese Fahrzeuge eine nicht unerhebliche zusätzliche steuerliche Belastung.

Erste Schritte

Bereits ab 2019 wurden E-Autos begünstigt. Als geldwerten Vorteil mussten Arbeitnehmer nur 1 Prozent des halben Bruttolistenpreises versteuern. Anders ausgedrückt betrug der Steuersatz 0,5 Prozent. Unter bestimmten Voraussetzungen galt diese Regelung auch für Hybridfahrzeuge.

Es geht noch besser

In 2020 wurden elektromobile Autofahrer noch bessergestellt. E-Fahrzeuge mit einem Preis von bis zu 60.000 Euro mussten nunmehr nur noch mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises versteuert werden. Diese Regelung galt rückwirkend für Autos, die ab dem 1. Januar 2019 angeschafft wurden. Für Hybridfahrzeuge galt weiter die halbe Bemessungsgrundlage von 0,5 Prozent, sofern sie mindestens 40 Kilometer rein elektrisch fahren können oder maximal 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.

So geht es weiter

Für Hybridfahrzeuge gilt weiterhin die auf 0,5 Prozent ermäßigte Bemessungsgrundlage. Ab 2022 muss die Reichweite nun mindestens 60 Kilometer betragen. Drei Jahre später ab 2025 steigt die Mindestreichweite auf 80 Kilometer. Die Steuererleichterung für E-Autos und Hybridfahrzeuge gilt zunächst bis 2030.

Neu oder gebraucht

Als Bemessungsgrundlage wird bei allen Fahrzeugarten der Bruttolistenpreis herangezogen. Selbst bei einem gebraucht gekauften E-Fahrzeug kommt es nicht auf den Anschaffungspreis an. Die Vergünstigung gilt auch erst für Fahrzeuge, die ab 2019 erstmals zugelassen wurden. Ältere Fahrzeuge kommen nicht in den Genuss der Erleichterung.

Besteuerung des Arbeitsweges

Neben der Versteuerung des geldwerten Vorteils müssen Arbeitnehmer auch den Weg zur Arbeit versteuern. Diese Kilometerbesteuerung macht immerhin 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises pro Kilometer für die einfache Fahrstrecke aus. Auch hier stehen Elektrofahrzeuge und Hybride besser da. Bei diesen Fahrzeugen müssen Sie nur ein Viertel der Bemessungsgrundlage versteuern.

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