Wenn mal der Geldschein zerreißt

Beschädigtes Geld

Haben Sie zur Hochzeit ein lustiges Geldschein-Puzzle bekommen? Keine Sorge. Auch zerschnittene Geldscheine behalten ihren Wert.

Wenn mal der Geldschein zerreißt

Rechtsfrage des Tages:

Je länger Geldscheine in Gebrauch sind, umso leichter können sie auch mal zerreißen. Woher bekommen Sie Ersatz für einen zerrissenen Geldschein?

Antwort:

Jedem kann es passieren, dass er einen Geldschein versehentlich zerknüllt, zerreißt oder in der Hosentasche mitwäscht. Aber auch ein noch so lädierter Geldschein verliert seinen Wert nicht. Einen zerrissenen Geldschein können Sie theoretisch sogar selbst mit Klebeband flicken. Allerdings kann es passieren, dass dieser Geldschein in Geschäften nicht akzeptiert wird.

Gerissen oder halbiert

Problemlos können Sie einen beschädigten Geldschein umtauschen. Ist die Banknote nur ein- oder durchgerissen, können Sie sich direkt an Ihre Hausbank wenden. Verpflichtet sind die Banken und Sparkassen zwar nicht, beschädigte Geldscheine einzuwechseln. Sind Sie aber Kunde des Geldinstituts, werden Sie in der Regel den Schein problemlos tauschen können.

Selbst flicken

Es spricht zunächst auch nichts dagegen, einen eingerissenen oder durchgerissenen Geldschein selbst wieder zusammenzukleben. Sie sollten aber sicher sein, dass die Einzelteile auch von ein und demselben Geldschein stammen. Verkäufern steht es allerdings frei, einen derart geflickten Geldschein anzunehmen oder abzulehnen. Auch wenn der Geldschein seinen Wert nicht verloren hat, zur Annahme sind sie nicht verpflichtet.

Nur noch Schnipsel

Halten Sie nur noch einen kleinen Fetzen des Geldscheins in den Händen, haben Sie es etwas schwerer. Sie können bei der Bundesbank einen Antrag auf Erstattung stellen. Dort müssen Sie die Umstände der Zerstörung genau darlegen und nachweisen, dass der Rest des Geldscheins vernichtet ist. Dadurch soll verhindert werden, dass Geldscheine durch mehrfachen Einsatz eine wundersame Vermehrung erfahren.

Mehr als die Hälfte

Dieser Nachweis ist nicht notwendig, wenn Ihr Rest vom Geldschein größer als die Hälfte der ursprünglichen Banknote ist. Aber nicht nur Geldscheine können in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch so manche Münze wird im Laufe der Zeit unansehnlich oder ist korrodiert. Diese können Sie ganz einfach bei Ihrer Bank in eine neue blanke Münze umtauschen. Es gilt das Gleiche wie beim Geldschein. Allein durch Beschädigungen oder Unansehnlichkeit verlieren auch Münzen nicht ihren Nennwert. Allerdings können Verkäufer auch hier die Annahme einer stark korrodierten Münze ablehnen.

Geld als Schreibblock

Grundsätzlich ist es nicht verboten, Geldscheine zu bemalen oder zu beschriften. Sie gehören tatsächlich demjenigen, der sie im Portemonnaie hat. Weder die Bundesbank noch die Europäische Zentralbank ist Eigentümerin der Geldscheine, sobald sie im Umlauf sind. Stören Sie sich an merkwürdigen Zeichen auf der Banknote, können Sie diese wie beschädigte Geldscheine umtauschen. Vorsicht ist geboten, wenn Geldscheine verfärbt sind. Diese können aus einem Raub stammen. Intelligente Banknoten-Neutralisierungssysteme (IBNS) können Geldscheine unbrauchbar machen, wenn Räuber zum Beispiel eine gesicherte Geldkassette aufbrechen. Sollten Sie sich also über eine Verfärbung wundern, sollten Sie sich an Ihre Bank oder die Polizei wenden.

 

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