Steuer-Identifikationsnummer gut aufbewahren

Gilt auch für Kinder

Im Laufe eines Lebens kann sich viel ändern. Was immer gleicht bleibt, ist die Steuer-ID. Auf welchen Unterlagen finden Sie diese Nummer?

Steuer-Identifikationsnummer gut aufbewahren

Rechtsfrage des Tages:

Nach der Geburt eines Kindes rechnen Sie sicherlich mit vielem, aber nicht mit Post von der Finanzverwaltung. Was hat es mit der Steuer-ID auf sich?

Antwort:

Ihre Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) begleitet Sie ein Leben lang. Bereits kurz nach Geburt erhält jeder neue Mitbürger eine solche Nummer zugeteilt. Haben Sie Ihre ID vergessen und finden das entsprechende Schreiben nicht wieder, können Sie die ID auf verschiedenen Unterlagen wiederfinden. Meist reicht ein Blick auf den Einkommenssteuerbescheid.

Was ist die Steuer-ID?

Ihre persönliche Identifikationsnummer besteht aus elf Ziffern und wird seit 2008 vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) herausgegeben. Sie soll Bürokratie abbauen, Steuerhinterziehungen aufdecken und das Besteuerungsverfahren vereinfachen. Die Nummer bleibt ein Leben lang gültig. Sie ändert sich auch nicht zum Beispiel durch Heirat oder einen Umzug. Die hinterlegten Daten werden von der Behörde erst 20 Jahre nach Ihrem Tod gelöscht. Dazu gehört Ihr vollständiger Name, Tag und Ort Ihrer Geburt und die (letzte) gültige Anschrift.

Wie bekomme ich die ID?

Um die Steuer-ID zu bekommen, brauchen Sie nichts zu unternehmen. Das BZSt hat Ihnen diese automatisch bereits 2008 per Brief mitgeteilt. Kommt ein neues Kind auf die Welt, erhält es ebenfalls ohne Antrag der Eltern eine eigene Steuer-ID. Heben Sie das Schreiben gut für Ihr Kind auf. Auch diese Steuer-ID gilt für den Rest dessen Lebens.

Wofür brauche ich die ID?

Die Verwendung der Steuer-ID ist vielfältig. So arbeiten nicht nur die Finanzbehörden mit dieser Nummer. Auch die Familienkasse braucht diese. Beantragen Sie nämlich Kindergeld, müssen Sie sowohl Ihre Steuer-ID als auch die Ihres Kindes angeben. Die Familienkasse will damit eventuelle Doppelzahlungen vermeiden. Daneben fragen auch Renten- und Krankenversicherungsträger Ihre Identifikationsnummer ab. Und bei Ihrer Bank müssen Sie für viele Geschäfte ebenfalls Ihre Steuer-ID angeben. Die mit Ihrer ID verknüpften Daten dürfen aber nur von den Finanzbehörden verwendet werden. Beispielsweise die Familienkasse erhält zwar Ihre Nummer, auf die dahinterliegenden Daten hat sie aber keinen Zugriff.

Steuer-ID nicht auffindbar?

Natürlich kann es passieren, dass Sie den Brief des BZSt nicht mehr wiederfinden. Da stellt sich die Frage, wie Sie an Ihre Steuer-ID kommen können. Das ist im Grunde ganz einfach. Ihre Steuer-ID ist auf Ihrer Einkommenssteuererklärung ebenso vermerkt wie auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung. Kommen Sie so auch nicht weiter, können Sie sich an das BZSt wenden. Über deren Internetseite können Sie die erneute Versendung der Steuer-ID beantragen. Die Anfrage schicken Sie bequem per E-Mail. Das Antwortschreiben versendet das Amt aus datenschutzrechtlichen Gründen per Post. Da die Bearbeitung dieses Schreibens bis zu vier Wochen dauern kann, müssen Sie in eiligeren Fällen doch nach Ihrem Steuerbescheid suchen. Telefonisch bekommen Sie die Nummer nicht mitgeteilt.

 

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