Wo Hundeleinen Pflicht sind

Leinenzwang für Bello

Hunde flitzen am liebsten ohne Leine durch die Gegend. Häufig besteht aber die Pflicht, sie anzuleinen. Wann herrscht Leinenzwang?

Wo Hundeleinen Pflicht sind

Rechtsfrage des Tages:

Viele Hunde genießen es, ohne Leine frei herumzustreunen. Aber nicht überall ist das erlaubt. Mancherorts herrscht Leinenzwang. Was müssen Hundehalter beachten?

Antwort:

Auf langen Spaziergängen können unsere vierbeinigen Freunde sich so richtig austoben. Am besten geht das ohne Leine. Aber nicht überall darf Ihr Hund seine Freiheit genießen. Dabei gelten in den einzelnen Bundesländern teilweise recht verschiedene Regelungen. Und so manche Gemeinde hat zusätzliche Bestimmungen aufgestellt. Beispielsweise gilt in Baden-Württemberg eine Leinenpflicht nur auf Spielplätzen, Spiel- und Liegewiesen und Wassertretanlagen. In Stuttgart und Mannheim dürfen Sie Ihren Hund hingegen nur auf öffentlichen Straßen außerhalb der Innenstadt ohne Leine führen.

Rücksichtnahme und Verordnungen

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Die Betreuung eines Hundes ist dabei recht aufwendig. Nicht zuletzt, weil Hunde viel Auslauf brauchen und regelmäßig Gassi gehen müssen. Als Hundehalter sollten Sie genau wissen, wann Sie Ihren Hund beim Spaziergang an der Leine führen müssen. Bundeseinheitliche Regelungen gibt es nicht. In jedem Bundesland gibt es Hundegesetze oder Hundehalterverordnungen, die teils abweichende Regelungen treffen. Daher sollten Sie sich vor der Anschaffung eines Hundes genau informieren. Erkundigen Sie sich auch über die Regelungen in anderen Bundesländern, beispielsweise, wenn Sie dort Ihren Urlaub verbringen wollen. Daneben sollten Sie natürlich auch immer an die gegenseitige Rücksichtnahme denken und besonders auf Kinder achten.

Öffentliche Orte und Wald

Gerade in großen Städten müssen Hunde in Parks, auf öffentlichen Plätzen und Erholungsanlagen in der Regel an die Leine. Manche Städte haben dabei deutlich strengere Regeln als andere. Außerdem gibt es noch weitere Vorschriften, die zu einem Leinenzwang führen können. In Niedersachsen besteht zum Beispiel Leinenpflicht vor allem während der Brut- und Setzzeit und gilt vom 01. April bis zum 15. Juli. Die Pflicht zum Anleinen kann in dieser Zeitspanne sogar auf ausgewiesenen Hundeauslaufflächen gelten. Besondere Vorsicht ist in manchen Bundesländern im Wald geboten. Besteht dort eine Leinenpflicht, droht bei Missachtung nicht nur ein Bußgeld. Teilweise dürfen Jäger sogar auf freilaufende Hunde schießen, wenn der Halter keine direkte Einwirkung auf das Tier hat.

Busse, Bahnen, öffentliche Gebäude

Möchten Sie mit Ihrem vierbeinigen Freund Bus fahren, sollten Sie die Hundeleine nicht vergessen. Öffentliche Verkehrsmittel stressen viele Hunde und lassen sie unruhig oder sogar aggressiv werden. Daher schreiben die Verkehrsbetriebe in der Regel vor, dass Hunde anzuleinen sind. Erkennbar ist dies für Sie an entsprechenden Piktogrammen. Und auch in öffentlichen Gebäuden dürfen Hunde meist nur an der Leine geführt werden, sofern sie nicht ohnehin draußen warten müssen.

Leinenpflicht für Listenhunde

Bestimmte Hunderassen gelten als besonders gefährlich. Umgangssprachlich heißen Rassen wie Bullterrier, Staffordshire Terrier und Pit Bulls Kampfhunde und werden in speziellen Listen geführt. Für diese Listenhunde gilt ein genereller Leinenzwang, unabhängig vom Spazierweg. Bei diesen Hunden gilt zudem die Pflicht, diese nur mit einem Maulkorb auszuführen.

Welche Leine ist die richtige?

Bei der Wahl der richtigen Leine kommt es vor allem auf die Größe und Rasse Ihres Hundes an. Für einen kleinen Schoßhund werden Sie eine andere Leine brauchen, als für einen kraftstrotzenden Bernhardiner. Damit der Hund nicht eingeengt wird und trotz Halsband und Leine möglichst viel Bewegungsfreiheit hat, sollten Sie sich im Fachgeschäft beraten lassen. Manche Gesetze oder Verordnungen schreiben sogar die Art oder Länge der Leine vor. Diese Regeln sollten Sie beim Kauf kennen und beachten.

Bußgeld und Haftung

Halten Sie sich nicht an die Leinenpflicht, droht Ihnen ein Bußgeld. Dieses kann bis zu 50.000 Euro betragen. Denken Sie auch an die Haftung. Verursacht Ihr Hund einen Unfall oder verletzt ein anderes Tier oder einen Menschen, haften Sie als Tierhalter. Ohne Leine können Sie in brenzligen Situationen kaum auf Ihren Hund einwirken.

Das könnte Sie auch interessieren:

Damit Sie Ihr gutes Recht bekommen

Hier finden Sie garantiert den passenden Tarif. Z. B. den umfassenden Privat-Rechtsschutz für die Lebensbereiche Privat, Beruf, Wohnen und Verkehr.

Ähnliche Beiträge: