- Lose Zahnspangen eignen sich für die langfristigere, aktive Korrektur von Zähnen und Kiefer. Sie werden vom Kind selbstständig eingesetzt und herausgenommen. Der individuell geformte Grundkörper aus Kunststoff wird mit Hilfe von Klammern an Ober- und Unterkiefer gehalten. Die Schrauben und Federn können mit einem Stellschlüssel selbst nachgezogen werden.
Vorteile: Einsatz im Milchgebiss, erleichterte Mundhygiene, günstigere Kosten und angenehmeres Tragegefühl.
Nachteile: regelmäßiges Tragen (16 Stunden/Tag), erschwertes Schlucken und Sprechen in der Anfangszeit, Reinigen und Justieren sind Pflicht.
- Aktivator, Bionator und Fränkel-Funktionsregler sind ebenfalls aktive, herausnehmbare Platten, die die Zungen-, Kau-, und Lippenfunktion regulieren.
Vorteile: Sie üben keinen Druck auf das Gebiss aus, sondern lenken die Kraft der Kiefermuskulatur um.
Nachteile: regelmäßiges Tragen (16 Stunden/Tag); Einsatz nur in der Kiefer-Wachstumsphase möglich.
- Gesichtbogen (Headgear, Facebow): Metallbögen werden an den oberen Backenzähnen befestigt und besitzen außenliegende Gurte oder Kopfkappen.
Vorteil: Sie verlangsamen das Wachstum des Oberkiefers nach vorn und können mit Aktivatoren kombiniert werden.
Nachteile: regelmäßiges Tragen (12 bis 14 Stunden/Tag) einer sichtbaren, auffälligen Korrektur.
- Passive Platten (Retentionsschienen) haben nur eine Haltefunktion.
Vorteile: Sie sichern im Anschluss an die aktiven Platten den Behandlungserfolg im Jugendalter. Bei angeborenen Anomalien können sie lebenslang getragen werden.
Nachteil: regelmäßiges Tragen ist Pflicht.