Dieser Podcast behandelt Themen wie Zahnschmelz, RDA-Werte, Fluorid und die richtige Anwendung von Zahnseide. Außerdem beleuchten wir die Angst vorm Zahnarzt und die häufigsten Fehler nach dem Zähneputzen. Freut euch auf ehrliche Einblicke aus dem Praxisalltag, skurrile Geschichten und klare Antworten auf die Frage: Wann lohnt sich ästhetische Zahnmedizin – und wann lieber nicht?
Katrin: Tik Tok ist voll mit zahnex Whitening Pasten, Hausmittel, schnelle Lösungen für das perfekte Lächeln. Millionen Klicks und 1000 Kommentare, aber kaum jemand scheint sich zu fragen, hey, tut das meinen Zähnen eigentlich gerade gut oder eher nicht? Und genau darüber sprechen wir heute. Es geht um Zahnpflegemythen aus Social Media, um Beauty Trends fürs Gebiss, um große Versprechen und um die Frage, was wirklich hilft und was langfristig vielleicht mehr kaputt macht. Mein Gast ist Dr. Antkepie, Zahnarzt aus Berlin. Auf Tik Tok und Instagram klärt er über Zahnmedizin auf. Ohne erobernden Zeigefinger, aber mit sehr, sehr klaren Worten. Wir sprechen darüber, warum Zahnschmelz nicht nachwächst, wieso viele Whitening Produkte kritisch sind, was es mit dem ominösen RDA werten auf sich hat und welchen simplen Fehler fast alle nach dem Zähneputzen machen. Außerdem geht es um die Angst vorm Zahnarzt, warum gute Kommunikation oft wichtiger ist als Hightech, ob Zahnzusatzversicherungen möglich Sinn ergeben und welche absurden Geschichten tatsächlich in einer Zahnarztpraxis passieren. Also, los geht's.
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Katrin: Ich habe dich jetzt schon mal so ein bisschen auf Instagram und Tik Tok gestalkt, wie man das natürlich macht, wenn man ein Gast oder eine Gästin hat. Überdurchschnittlich viel Tauben Content finde ich. Wie kommst du denn dazu, wie kriegt man eine Taube in seine Praxis und wichtiger wie kriegt man die auch wieder raus?
Dr. And Kepir: Also tatsächlich wurde das relativ häufig gefragt. Am Anfang habe ich mir n Scherz erlaubt und gesagt, die ist einmal in die Praxis geflogen. Was natürlich nicht der Fall war. Das wäre aus hygienischen Gründen auch überhaupt nicht vertretbar. Das ist tatsächlich eine Haustaube ja, sowas gibt es, wusste ich auch nicht, hat meine Zahnarzthelferin mir erzählt, dass ihre Oma eine Haustaube hat. Die war früher bei irgendeiner Tierhilfe. Ich bin mir auch nicht genau sicher und dann hat sie die Taube aufgenommen und dann dachte ich mir, du hast eine Taube, ich habe Videoideen lass uns das ganze doch kombinieren.
Katrin: Süß, also gerade bei diesem. Ein Vogel hat mir gezwitschert, dieser Blick von der Taube, wo auch die ganze Kommentarspalte voll ist, das fand ich auch sehr lustig.
Dr. And Kepir: Pate Paid actor. Also ich war mir, ich war mir sicher, dass die Taube irgendwie uns verstanden hat und die Videoidee auch.
Katrin: Ja, und so wirkt auf jeden Fall so n bisschen skeptisch. Wie kommt man denn überhaupt dazu als Zahnarzt so sein Business auf Tik Tok auszubreiten?
Dr. And Kepir: Mittlerweile ist es ja relativ gängig, auch seinen Beruf irgendwo auf Social Media zu zeigen. Und ich habe gerade auch im medizinischen Bereich gemerkt, dass man, wenn man so eine Internet Social Media Präsenz hat, das relativ gut auch bei den jüngeren Patienten ankommt. Ich habe dann mir einfach vorgenommen ein zwei Videos zu machen, weil ich finde man muss eine Kombination finden zwischen fachlichen Videos und einfach Humorvideos heißt Sachen, die man sich gerne anschaut und immer wieder anschaut. Meiner Erfahrung nach kommen diese humorvollen, unterhaltsamen Videos besser an, gehen viraler, verbreiten sich auch schneller. Ich will aber natürlich auch irgendwo so ein bisschen professionell wirken, nicht nur ein bisschen, sondern professionell wirken und hab auch gemerkt, dass relativ viele Neupatienten auch durch diese Videos in der Praxis jetzt Termine ausmachen. Also es ist schon n sehr sehr starkes und mächtiges Tool, Social Media.
Katrin: Und bestimmt auch nicht nur zur Patientengewinnung, sondern ja auch zur Aufklärung. Gerade auf Tik Tok sind ja auch wahnsinnig viele Tipps und Tricks und Hacks unterwegs, was man so mit seinen Zähnen anstellen kann. Was ist da bisher das Gruseligste, was dir untergekommen ist?
Dr. And Kepir: Also gruselig würde ich es jetzt nicht nennen. Es gibt viele Fehler, die gemacht werden oder besser gesagt einfach irgendwelche Do it yourself Videos von nicht Zahnärzten oder nicht studierten approbierten Leuten. Bestes Beispiel sind diese Whitening Zahnpasten, die einfach ich kann, darüber jetzt einmal ganz kurz aufklären, Whitening Zahnpasten haben irgendwo einen weißer werdenden Effekt für die Zähne. Das größte Problem ist aber die Schleifkörper, also die Schleifpartikel in der Zahnpasta sind so grobkörnig gewählt, dass sie die oberste Schicht der Zähne, die meistens durch Verfärbungen aufgrund von Kaffee, Nikotin, Rotwein zustande kommen, einfach wegschleifen, also wirklich wortwörtlich wegschleifen und dadurch auch teilweise gesunde Zahnarztsubstanz mit Abtragen bedeutet klar, irgendwo hat man den Effekt des Whitening, also die Zähne wirken heller, aber gleichzeitig verliert man dadurch auch wichtige Zahnarztsubstanz und das ist leider im Bewusstsein der Patienten noch nicht so ganz angekommen, dass man einerseits also es ist n zweischneidiges Schwert. Einerseits werden die Zähne heller, aber andererseits verliert man auch etwas von der Substanz und darüber versuche ich auch immer sehr gerne aufzuklären, dass das einfach nichts bringt.
Katrin: Zahnschmelz ist auch eine Substanz, die sich nicht wieder aufbaut, richtig? Wenn die weg ist, dann ist sie weg. Dr. And Kepir: Richtig. Das Einzige, was ich aufbauen kann, jetzt wird es aber n bisschen zahnmedizinischer, ist Zahndentin. Aber auch nur, wenn der Zahnnerv noch lebt, also die, die Zähne bestehen haben ja nerven eine Pulpa und wenn diese Pulpa sich zurückzieht, dann hat man ja, also man hat sozusagen einen Hohlraum im Zahn und in diesem Hohlraum befindet sich der Zahnnerv, wenn der Zahnnerv sich etwas zurückzieht, eigentlich eine super Eigenschaft des Zahnes, hat er die Möglichkeit dort wo der Hohlraum sozusagen weiter entsteht und der Zahnnerv sich zurückzieht, bildet sich Zahndentin, aber der Zahnschmelz ist ab dem, jetzt lass mich nicht lügen, jetzt geht es wieder in Richtung Studium, ich glaub ab dem. 10. Lebensjahr oder 11. Lebensjahr ist der Zahnschmelz so wie er ist. Dann ist er ausgereift und dort bildet sich nichts mehr und wird auch nix verändert.
Katrin: Und wieso sind dann so Zahnpasten zum Beispiel erlaubt, wenn die eigentlich die Zähne nachhaltig schaden.
Dr. And Kepir: Das ist eine sehr gute Frage, weil es von den Konsumenten erstens gekauft wird und zweitens wird auch im Kleingeschriebenen darauf hingewiesen, dass sich größere Schleifpartikel dort drin befinden. Ganz interessant, da würde ich auch mal drauf achten, sage ich auch immer meinen Patienten einen Wert, der nennt sich RDA. Relativ Dentinabrasion dafür steht RDA. Ganz wichtig, bevor man Zahnpasten kauft, immer auf den RDA-Wert schauen, wenn er so bei 70 bis 80 liegt, ist es super. Alles darüber ist viel zu stark also so, es gibt RDA, diese Whitening Zahnpasten haben RDA von 100 und wie gerade schon gesagt, je höher der Wert ist, desto größer sind auch die Schleifpartikel. Andersrum, wenn der RDA- Wert bei 20 oder 30 ist, dann hat man auch keine putzende Funktion. Also muss man so ne Mitte finden zwischen zu wenig Schleifkörper und zu vielen.
Katrin: Verstehe, jetzt sind wir schon ganz tief in dem kosmetischen Bereich, was bestimmt auch einen großen Anteil an Patient:innen, die zu dir kommen, nicht nur wegen starken Schmerzen, sondern auch aus kosmetischen Gründen, oder?
Dr. And Kepir: Ja, definitiv. Also das ist ein Trend, der sich jetzt über die letzten Jahre vermehrt, gerade auch durch Social Media, gerade auch durch Influencer, die ein gewisses Ideal vermitteln. Also es gibt ja, würde ich sagen, sehr, sehr viele Leute, die Leute auch zu Leuten aufsehen und so sein möchten wie sie, und meistens haben diese Leute dann auch, wenn sie im in der Öffentlichkeit stehen, haben die auch schöne Zähne, sei es jetzt Veneers oder n Blütchen gehabt oder irgendwelche Composite Veneers und diesen Ideal strebt man dann hinterher, bedeutet viele Patienten kommen auch mit dem Wunsch der ästhetischen Verbesserung.
Katrin: Würdest du sagen, das hat zugenommen in den letzten Jahren?
Dr. And Kepir: Ich muss ehrlich gestehen, ich bin noch nicht allzu lange Zahnarzt, also ich bin erst 26, aber gerade das, was man auch im Studium mitbekommt, jetzt auch in meiner Berufserfahrung, ist es schon ein Trend, der immer immer weiter zunimmt. Ich würde auch behaupten, dass es daran liegt, dass es uns einfach immer besser geht. Früher gab es natürlich ganz andere Probleme, dort wurde also, jetzt ganz extremes Beispiel, wenn es jetzt in der Nachkriegszeit war, da hat jetzt niemand geschaut, ob er schön weiße Zähne hat, sondern da hat er geschaut, Kriege ich was zu essen? Kriege ich einen Job? Kann ich meine Familie ernähren? Je weniger Probleme in Anführungsstrichen die Menschen haben, desto verwöhnter wird man, desto kleiner werden die Probleme und desto mehr kann man sich auf so ästhetische Sachen fokussieren wie die Zähne, die Haare es gibt es ja auch Haartransplantationen, das ist ja extrem am Boom dieser Haartransplantationstrend und es gibt sie auch noch nicht so lange oder demnächst zum Beispiel machen wir jetzt auch mittlerweile relativ viele Leute. Befürworte ich auch einerseits. Also, wenn jetzt zum Beispiel ein Patient zu mir kommt, der wunderschöne Zähne hat und sich Veneers wünscht, aufgrund von einem Idol, einem Schauspieler, dem er, dem er so ein bisschen nacheifern möchte, aber die Zähne wirklich gesund sind und man für die Veneers natürlich auch Platz schaffen muss, würde ich ihm davon teilweise abraten und sagen brauchst du nicht. Also ich bin da jetzt nicht, dass ich sage, jeder sollte Veneers haben.
Katrin: Wir haben ja gerade schon kurz über diese Teeth Hacks, die ist dann viel auf Facebook, Insta, Facebook wahrscheinlich nicht mehr, Instagram TiK Tok gibt, war da auch schon was dabei, wo du selber gedacht hast, OK, das ist vielleicht eine ganz gute Idee.
Dr. And Kepir: Das ist eine sehr gute Frage, tatsächlich eher andersrum, dass ich sage, die meisten Sachen sind wirklich, wenn ich das so sagen darf, Quatsch. Also ich habe da Sachen gesehen von Backpulver und Zitronensäure bis kennt ihr bestimmt auch diese lila lila Whitening Straps, die man sich so auf die Zähne schmiert ist tatsächlich alles sinnfrei. Also selbst Kokosöl ziehen, ne, ist ja auch so ein relativ beliebtes Do it Yourself Trend auf Tik Tok gewesen oder immer noch gibt es erstens keine Studien darüber, die sagen, dass dadurch eine Verbesserung ersichtlich ist. Ich glaube, schaden tut es nicht, aber wenn man sagt, ich ziehe jetzt Kokosöl und benutze dafür keine Zahnseide und dafür keine Interdentalbürsten oder putz vielleicht ein bisschen weniger, macht man alles falsch. Was ich damit sagen möchte, einmal täglich Zahnseide benutzen, die Interdentalbürsten benutzen, fleißig Zähneputzen, auch mit Fluorid. Ja das ist ja auch immer so n riesen Drama und Thema um fluoridfreie Paste oder fluoridierte Paste. Fluorid in Mengen ist nicht schädlich für den Körper. Wenn man jetzt mehrere Zahnpastatuben runterschluckt und trinkt und isst, dann könnte es schädlich werden. Aber fluoridhaltige gibt Zahnpasta ist ziemlich wichtig, weil das Fluorid in der Zahnpasta mit dem Calcium aus dem Speichel, jetzt wird es wieder chemisch, eine Schutzschicht für die Zähne bildet, die sehr wichtig ist.
Katrin: Ja nachher Logik dürfte man ja auch kein Salz mehr konsumieren. Ja, wenn ich das jetzt löffelweise in mich reinschaufel, dann ist es ja auch ein Problem.
Dr. And Kepir: Ja, wenn wir schon dabei sind, eine Sache würde ich gerne noch sagen, ein wirklich super super Hack den ich im Zahnmedizinstudium gelernt habe ist, nachdem man die Zähne geputzt hat nicht mit Wasser ausspülen. Kennt der eine, kennt der andere nicht. An sich ist es wirklich einfach nur sehr, sehr sinnvoll, wenn man die Zähne putzt und diese diese Schutzschicht auf den Zähnen hat, sie nicht danach rauszuspülen mit Wasser, also bitte nach dem Zähneputzen gerne ausspucken, natürlich nicht runterschlucken. Aber nicht mit Wasser ausspülen.
Katrin: Wie vermeidet man es denn, dass man per Akuttermin zu dir muss, weil plötzlich irgendwas am Zahn ist. Ja, also die meisten kennen es ja Zahnschmerzen bahnen sich selten an, die kommen über Nacht oftmals und dann sehr akut und sehr intensiv und da braucht man. Auch jetzt einen Termin. Wie kümmere ich mich gut um meine Zähne, damit es nicht so weit kommt?
Dr. And Kepir: Es gibt tatsächlich einen ziemlich einfachen Weg. Der ist fleißig alle 6 Monate zur Zahnreinigung gehen, zur professionellen Zahnreinigung, dort arbeitet man teilweise mit einem Pulverstrahlgerät, dort arbeitet man mit dem Ultraschallgerät, dort geht man natürlich auch mit der Zahnseite, durchsieht mit der Lupenbrille, also unsere Zahnreinigungsdamen arbeiten doch alle mit Lupenbrille, heißt es ist eine Drei- bis Vierfache Vergrößerung von dem, was man mit dem menschlichen Auge sieht. Dann möcht ich sagen, man sieht einfach viel mehr. Man kann dadurch viel besser reinigen, was aber natürlich gleichzeitig auch sehr wichtig ist, ist alle 12 Monate zur Kontrolluntersuchung zu gehen, weil wenn der Zahn schon anfängt weh zu tun, das ist meistens zu spät. Ist leider eine Erfahrung, die man macht. Einmal wenn man Zahnschmerzen hat und danach höchstwahrscheinlich nie wieder, aber alle 12 Monate zur Kontrolle gehen und was auch sehr wichtig ist Kontrollröntgenbilder. Ich weiß, die Leute haben immer extrem Angst vor Röntgenbildern auch n kleiner Side Fact, diese Röntgenbilder, vor denen die meisten Leute Angst haben, haben ja eine Strahlungsbelastung. Vor dieser Strahlungsbelastung haben die meisten Patienten Angst, aber die, ich habe das letztens mal bei GTPT also gefragt, ein Röntgenbild beim Zahnarzt sind ungefähr 85 Bananen bedeutet 85, denn wenn man 85 Bananen isst, ist es ungefähr eine ähnliche Röntgenbelastung wie ein Röntgenbild beim Zahnarzt. Also keine Angst haben vor Röntgenbilder beim Zahnarzt.
Katrin: Wie wird man denn überhaupt Zahnarzt, wenn man sich für ein Medizinstudium entscheidet, ist ja Zahn doch eine Nische, die auf den ersten Moment nicht so spannend klingt oder dir zu nahe zu treten, wieso n Grey's Anatomy Alltag.
Dr. And Kepir: Ja, dabei bist du mir sehr nah getreten. Nein, Spaß also früher war das so, dass man erst Humanmedizin studieren musste, um Zahnmedizin danach weiter weitergehend zu studieren, mittlerweile ist es n eigener Studiengang, wie wir vorhin auch schon darüber geredet haben, dass gerade auch so Ästhetik, Zähne, lächeln, lachen einfach so ein schönes Erscheinungsbild bringen können, war es für mich eigentlich schon immer so einer der ersten Sachen, auf die ich geachtet habe und auch schon, als ich sehr, sehr jung war, waren die Zähne. Für mich war es immer so Zähne sind so das das Aushängeschild einer Persönlichkeit, weil Zähne sagen meiner Meinung nach sehr sehr viel über einen Menschen aus, unter anderem wie hygienisch ein Mensch ist, wie sehr er auf sich selber achtet, wie er nach außen hin wirkt, ob es ihm wichtig ist, wie er nach außen hin wirkt. Mein Onkel ist Zahnarzt, also ich bin Zahnarzt in Berlin, und er ist auch aktuell noch praktizierender Zahnarzt. Und ich fand das bei ihm immer relativ cool, wenn wir in seinen weißen Klamotten durch die Gänge gelaufen ist und alle Patienten und alle Patienten ihn so angehimmelt haben und gesagt haben, Hallo Herr Doktor und hier Herr Doktor, fand ich irgendwie immer so eine gewisse Präsenz, die er dann hatte. Natürlich auch an seiner eigenen Praxis. Hat wahrscheinlich auch noch mal n bisschen was damit zu tun, aber hab dann auch während dem Studium gemerkt, dass es einfach genau das Richtige für mich ist. Also es ist so eine Schnittstelle zwischen Feinmotorik und so Kommunikation und ich bin einfach ein Mensch. Ich könnt nicht im Büro sitzen und den ganzen Tag so gegen den Computer starren, ich muss mit meinen Patienten irgendwie Späße machen, ich muss die unterhalten, ich muss irgendwie so entertainen. Und dazu dann auch noch so diese Schnittstelle zur Feinmotorik zu haben, wo ich wirklich so grazile kleine Sachen machen kann oder so n schönes Veneer zum Beispiel einsetzen kann, eine Wurzelkanalbehandlung macht mir ultra Spaß, also ist genau mein Ding.
Katrin: Hast du denn auch Patienten und Patientinnen, die wirklich Angst haben vorm Zahnarzt? Wie gehst du damit um?
Dr. And Kepir: Man muss da sehr, sehr einfühlsam sein. Also ich würd tatsächlich ohne mich jetzt zu weit aus dem Fenster zu lehnen behaupten, ich bin relativ empathisch, bedeutet, ich versuche auch die Körperhaltung meiner Patienten zu lesen, man man achtet auf wirklich alles, also wenn die Füße sich bewegen, wenn die wenn die Faust sich zusammenballt oder wenn man, wenn man sich anfängt so in dem in dem Fingerbett so zu pieksen, weil man Schmerzen hat, muss man auf solche Sachen achten und immer wieder nachfragen, gerade auch bei Schmerzpatienten ist alles in Ordnung?, Wie geht es ihnen?. Mit dem Patienten darüber reden also viel, viel Kommunikation ist da wichtig, was wir auch zum Beispiel bei unseren Schmerzpatienten machen, ist, bei einer Betäubung zum Beispiel benutzen wir Oberflächenanästhetikum. Das ist so eine kleine Paste, meistens mit Geschmack, schmeckt sogar auch relativ lecker. Die wird dann auf das Zahnfleisch geschmiert, bedeutet, man spürt auch den Einstich der Betäubung gar nicht mehr und damit nimmt man auch einen Patienten eigentlich relativ schnell die Angst, weil man denkt man haut dann da mit so einem riesen Hammer in den Kiefer und es tut ganz schlimm weh bei einer Betäubung und sobald man dann merkt die Betäubung ist gar nicht so schlimm, kriegt man so ne kleine Vertrauensstufe und die baut man sich dann so über die Behandlungen auf. Und es sind tatsächlich, also Schmerzpatienten sind tatsächlich die dankbarsten Patienten.
Katrin: Ja, das glaub ich immer. So eine Angst kommt ja auch ganz oft aus schlechten Erfahrungen. Wenn man dann merkt, dass jemand da drauf achtet und da drauf eingeht, kann ich mir vorstellen, dass sich da vertrauen aufbaut. Hast du, es hatte, also als ich n Kind war, gab es bei meinem Zahnarzt, das ist mir kein Tapferkeitskiste, wenn man danach durfte man sich was aussuchen und manchmal waren da so Ringe drin oder so kleines Spielzeug weißt du, wo so Wasser drin ist, wo man dann so rumdrücken kann, um irgendwelche, ja ist wurscht, aber so Spielzeug. Hast du ne Tapferkeitskiste?
Dr. And Kepir: Ohne jetzt irgendwas Falsches zu sagen, aber meiner Meinung nach ist man schlechter Zahnarzt, wenn man keine Tapferkeitskiste hat. Tapferkeitskiste ist sehr wichtig, wir haben sogar noch eine Schippe draufgelegt. Bei uns bekommen Patienten sogar eine Urkunde, wenn man ganz tapfer war. Ja, die wird dann, die wird dann ausgedruckt, da ist ein kleiner Dinosaurier drauf. Gebe ich tatsächlich einfach aus Joke auch manchmal so erwachsenen Patienten, also eigentlich ganz witzig, da steht dann der Name drauf und dann ja gibt es sogar eine Urkunde mit einem Dino drauf.
Katrin: Soll ich nämlich gerade Fragen, ab wann ist man zu alt für die Tapferkeitskiste, weil es hat irgendwann aufgehört und ich bin nicht ganz drüber weg, glaube ich.
Dr. And Kepir: Da gibt es kein FSK, die ist Unlimited. Kommt jeder, der tapfer ist, Tapferkeit hat kein Alter.
Katrin: Als Zahnarzt achtet man ja bestimmt auch, dass man schon so ein bisschen angesprochen, ganz arg auf die Zähne von anderen, oder? Also wenn du jemanden kennenlernst, da hat ja jeder so seine Points, die man so ein bisschen abcheckt und bei dir ist wahrscheinlich Zähne auch ganz, ganz weit oben dabei, oder?
Dr. And Kepir: Ja, und dazu muss man sagen als Zahnarzt, also als professioneller in dem Gebiet, wenn man das so sagen kann, judged man nicht, heißt ich schau mir jetzt nicht den Patienten an und mach ja, das sieht gar nicht gut aus, also solche Sachen denkt man oder macht man sich eigentlich wirklich nicht, weil man auch während dem Studium oder einfach aus der Berufserfahrung her gelernt hat, dass sehr, sehr viele genetische Faktoren auch eine relativ große Rolle spielen, bedeutet, schlechte Zähne heißt nicht immer schlecht geputzt und unhygienisch und der weiß nicht, wie man eine Zahnbürste hält, sondern also unter anderem die Speichelzusammensetzung oder der Hormonhaushalt, was zum Beispiel super super Übergang zu dem Thema, der meiner Meinung nach auch sehr, sehr wenig Bewusstsein in unserer heutigen Gesellschaft hat, ist die Schwangerschaftsgingivitis. Kennt bestimmt die ein oder andere Frau, Männer, also würde ich sagen einer von 10, wenn überhaupt. Schwangerschaftsgingivitis ist, wenn man, wie der Name schon sagt, während der Schwangerschaft eine, also der Hormonhaushalt während der Schwangerschaft ist ziemlich durcheinander und dadurch auch unter anderem die Schwefel Zusammensetzung, die der die Bakterienbalance im Mundbereich. Es gibt ja gute Bakterien, es gibt schlechte Bakterien. Und das ist während der Schwangerschaft einfach so durcheinander, dass das Zahnfleisch extrem angreifbar wird und durch das angegriffene Zahnfleisch auch eine Karies oder eine Parodontitis sich viel, viel schneller entwickeln kann, bedeutet gerade in der Schwangerschaft ist es noch mal 10 oder 20 mal so wichtig, auf die Mundhygiene zu achten, zur Kontrolle zu gehen, Röntgenbilder darf man natürlich nicht machen, aber zum Beispiel zur Zahnreinigung zu gehen oder wirklich fleißig fleißig die Mundhygiene aufrechtzuerhalten. Ganz wichtig.
Katrin: Jetzt sind ja Zähne, haben ja den Ruf und das ist ja mit Sicherheit auch so, dass es wahnsinnig teuer ist, wenn es dann mal zu was kommt. Also wenn ich ein Implantat brauch oder eben irgend so nen einen größeren Eingriff, woher kommt es, dass Zähne so teuer sind? Wie setzt sich sowas zusammen, was ist da so dieser enorme Kostenpunkt.
Dr. And Kepir: Also ich würde behaupten, einerseits natürlich die Materialien, die verwendet werden, dass keine große Marge zwischen Gewinn und dem was das Ganze kostet, aber einfach auch generell die Durchführung. Also so eine Zahnbehandlung dauert dann auch relativ lange, bedeutet, da sind extrem viele Leute mit integriert. Heißt, wenn man jetzt zum Zahnarzt geht und zum Beispiel ein Implantat bekommt, ist es nicht eine halbe Stunde oder 20 Minuten, dass der Zahnarzt bei einem Zimmer ist, hallo, sagt mit dem Staubsauger rum und hin und her wedelt und wieder rausgeht, sondern da sind so enorm viele Menschen und Mitarbeiter mit integriert in diesem ganzen Prozedere, unter anderem natürlich die zahnmedizinische Fachangestellte am Empfang, der Zahnarzt selber, die Labortechniker, die die dann die Materialien beschaffen müssen, der Transport hin und her. Das sind schon sehr viele Prozesse, die dort im Hintergrund auch ablaufen, aber ich kann es absolut nachvollziehen, dass dort ein Beschwerde ein Beschwerdebereich besteht, was ich auch sehr schade finde, unter anderem in der Zahnheilkunde ist das von den Krankenkassen relativ wenig entgegengekommen wird also unter anderem bei einer Füllung zum Beispiel oder bei der Wurzelkanalbehandlung. Ne gesetzliche Wurzelkanalbehandlung ist im Vergleich zu einer Wurzelkanalbehandlung, die tatsächlich gebraucht wird, also leider n Witz.
Katrin: Wieviel Prozent von deinen Patienten oder Patientinnen würdest du sagen haben eine Zahnzusatzversicherung?
Dr. And Kepir: Das ist tatsächlich ziemlich beeindruckend. Relativ viele, also mittlerweile ist es nicht ein Trend, aber ziemlich häufig, dass Patienten eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Finde ich auch tatsächlich gar nicht so schlecht, weil wenn man das ganze hochrechnet, kommt man als Zahnzusatzversichernder, also nicht als jemand, der die Versicherung verkauft, sondern als jemand, der die Versicherung abschließt, nach hinten hin besser raus, als wenn man das ganze privat aus der eigenen Tasche zahlen müsste.
Katrin: Und würdest du das jedem empfehlen? Ich zum Beispiel, ich hatte noch nie Probleme mit meinen Zähnen, also ich habe noch nie Geld beim Zahnarzt lassen müssen, außer für so eben diese Reinigungsgeschichten, wie so professionelle Zahnreinigung, da würde ich mir jetzt denken, ja OK, aber dann brauche ich ja keine Zahnzusatzversicherung, es gibt ja andere, die haben alle immer wieder so kleine Probleme, ne haben weiche Zähne, vielleicht von Natur aus oder viel mit mit Löchern oder sowas zu kämpfen.
Dr. And Kepir: Also, wenn man jetzt 17-, 18-, 19- oder 20-jähriger Patient ist und sagt, ich habe schon 3,4,5 Füllungen, dann würde ich definitiv eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Ich würde aber auch tatsächlich eine abschließen, wenn ich kaum bis keine Probleme habe, weil es gibt ja auch verschiedene Verträge. Ich selber arbeite jetzt nicht in dem Bereich, deswegen habe ich da auch nix davon, aber wenn man eine Zahnreinigung zum Beispiel bezahlt, ist man mittlerweile so zwischen Hundertzehn und 130,00€ und es gibt verschiedene Verträge bei den Zahnzusatzversicherungen, so wie ich das jetzt auch mitbekommen habe, die kosten teilweise glaube ich 15 oder 20 oder 10 € im Monat und dadurch holt man sich schon mehr als 2 Zahnreinigungen im Jahr wieder raus und alle 6 Monate würd ich definitiv eine Zahnreinigung empfehlen. Ich hatte meine erst vor 4 Tagen und das hat sich wieder super angefühlt, empfehle ich auch immer jedem. Und je nach Zustand, also ich würde auch tatsächlich mal mit meinem Zahnarzt drüber reden, da kann man sich eigentlich auch immer ganz gut drüber beraten lassen, jetzt natürlich nicht welche Zahnzusatzversicherung, welcher Tarif, sondern inwiefern die Zähne, welchen Zustand oder welcher zukünftigen Behandlung unterziehen könnten. Man weiß das natürlich, wenn man jetzt zum Beispiel relativ viele Kunststofffüllungen hat. Diese Kunststofffüllungen werden mit den Jahren einfach spröde. Die haben so kleine Micro Gaps, weil sich dort diese Chemie mit den Jahren zusammenzieht. Die müssen immer mal wieder erneuert werden. Es ist tatsächlich einfach so. Dahingegen gibt es auch diese keramischen Füllungen. Das ist noch mal eine andere Sache, aber wenn man schon relativ viele Füllungen hat und einiges gemacht wurde, würde ich definitiv eine Zahnzusatzversicherung empfehlen, weil nach hinten zahlt man mithilfe dieser Zahnzusatzversicherung weniger, als wenn man es aus der eigenen Tasche zahlt.
Katrin: Du hast jetzt gerade gesagt, du wünschst dir ein Bewusstsein, so für diese, für dieses ganze Thema Zahnhygiene. Gibt es denn ein klassisches Thema, was wo du das Gefühl hast, die Leute verstehen das nicht oder nehmen das nicht ernst genug.
Dr. And Kepir: Zahnseide. Super, super, super, dass du das angesprochen hast. Also ich gebe es jetzt ganz offen und ehrlich hier zu. Ich benutze nicht 7-mal die Woche Zahnseide. Wenn es mal 5 sind, wenn es mal 4 sind. Aber man sollte spätestens alle 2 bis 3 Tage Zahnseide verwenden, weil wenn man jetzt nicht an jedem Zahnzwischenraum eine Lücke hat, dann sind da einfach Essensreste, die dort über tagelang ihr Unwesen treiben und so kleine Bakterienpartys und so Zuckerpartys schmeißen. Und wenn man mit der Zahnseide diese Essensreste dort nicht entfernt, wer hätte es geglaubt, dann bildet sich dort eine Karies. Ja. Und das ist einfach mit der schlechteste Raum wo sich eine Karies bilden kann, wenn es jetzt mal auf der Kauebene ist, also dort wo man kaut, ist es halb so schlimm, aber im Zahnzwischenraum eine Karies ist schon nicht so nicht so ganz angenehm und die kriegt man tatsächlich nur mit der Zahnseide weg. Also da kommen auch die Zahnbürsten Borsten, also die Zahnborsten nicht dazwischen, da kommt auch nicht die Interdentalbürste dazwischen, das halt wirklich nur die Zahnseide und das ist eine Sache die ich den Patienten da draußen auch meinen Patienten immer auf dem Weg mitgebe.
Katrin: Was war denn so die skurrilste Geschichte, mit der jemand mal zu dir gekommen ist?
Dr. And Kepir: Wow, das war, ich darf natürlich keine Patientennamen nennen, aber eine sehr skurrile Geschichte war, und da kann ich mich daran erinnern, waren meine Kollegen und ich wirklich Kinnlade bis nach ganz unten waren wir baff, da hatte ein etwas älterer Herr ganz, ganz erstaunt geschaut, als ich zu ihm gesagt hatte, das ist nicht ganz normal, ist, dass man sich in einer ganzen Familie nur eine Zahnbürste teilt. Heißt, da war wirklich, ich glaub das war eine vier oder fünfköpfige Familie und die haben sich alle eine Zahnbürste geteilt und als ich dann freundlich darauf hingewiesen habe, dass das ja nicht so ganz normal sei, hat er ganz verdutzt geschaut und meinte so: „Warum denn?“ Fand ich ganz interessant, ja. Das ist einfach so dieses Bewusstsein für die Mundhygiene ist von Stadt zu Land, von Ort zu Ort so unterschiedlich, das ist unfassbar.
Katrin: Ich habe Gänsehaut am Nacken. Eine in der ganzen Familie. Das ist schon, das ist schon doll, aber waren seine Zähne zumindest so wie die hier oder sah das auch so aus?
Dr. And Kepir: Das sah tatsächlich auch so aus. Aber supernetter Kerl. Das war ein ganz toller Mann.
Katrin: Na ehrlich, wann hast du dich das letzte Mal wirklich bewusst um deine Zähne gekümmert und nicht nur schnell im Halbschlaf geputzt? Denn genau da fängt das Thema an. Am Ende läuft alles auf die einfache Frage hinaus: Wie ernst nimmst du deine eigene Zahngesundheit wirklich? Erstens, Der kleine Reality Check: Social Media Asset, keinen Zahnarzt und keine Zahnärztin. Viele Trends sehen im Feed großartig aus, aber Klicks sind eben keine medizinische Ausbildung und manches, was kurzfristig schön wirkt, schadet dann genau dem, was man eigentlich schützen will. Zweitens, weißer heißt nicht automatisch gesünder. Whitening und kosmetische Eingriffe können sinnvoll sein, wenn man dabei Substanz, Zahnschmelz und langfristige Gesundheit mitdenkt, wenn es einmal weg ist, kommt nicht zurück. Drittens, Vorsorge ist fast immer günstiger als Reparatur. Regelmäßige Kontrollen, professionelle Zahnreinigungen und gelegentliches Röntgen. Das spart am Ende nicht nur Geld, sondern auch Schmerzen und Zeit. Viertens, keine Gewohnheiten schlagen jeden Hype. Zahnseide, auf den RDA- Wert achten, nach dem Putzen nicht sofort ausspülen. Klingt unspektakulär, wirkt aber mehr als jeder Trend. Nicht der eine große Trick macht den Unterschied, sondern das, was man eben konsequent macht. Fünftens, eine Versicherung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Planung. Eine Zahnzusatzversicherung kann sinnvoll sein, vor allem wenn man Probleme nicht erst entstehen lassen will, sondern ihnen vorher den Schrecken nimmt. Und zum Schluss: Zahngesundheit ist kein Projekt für später. Sie entscheidet jeden Tag darüber, wie du isst, lachst, schläfst und lebst. Nicht perfekt sein, nicht alles glauben, sondern regelmäßig kümmern. Wenn du nach all den Mythen, Risiken und echten Zahnarztkosten jetzt denkst, okay vielleicht soll ich das Thema doch n bisschen besser absichern, dann lohnt sich n Blick auf die Zahnzusatzversicherung zum Beispiel von Ergo. Denn viele Behandlungen, Kronen, Implantate, Brücken oder Prothesen werden von der gesetzlichen Kasse eben nur teilweise übernommen. Der Rest bleibt oft am Ende auf der eigenen Rechnung hängen. Eine Zahnschutzversicherung kann dabei genau da einspringen. Je nach Tarif mit 75, 90 oder sogar bis zu 100% Erstattung inklusive dem Anteil der Krankenkasse. Du kannst den Schutz flexibel wählen, oft ohne Gesundheitsfragen und ohne lange Wartezeit. Kurz gesagt, du berechnest deinen Beitrag, schließt online ab und wenn später wirklich mal eine größere Behandlung ansteht, wird der Eigenanteil deutlich kleiner. Alle Infos, Tarifdetails und den direkten Link findest du wie immer in den Shownotes.
Eine Zahnzusatzversicherung ist eine wichtige Absicherung, da sie die Kosten für zahnärztliche Behandlungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung oft nicht vollständig übernommen werden, erheblich senkt. Sie hilft Ihnen, teure Eingriffe wie Implantate oder Kronen finanzierbar zu machen und fördert zudem die regelmäßige Vorsorge. So bleibt Ihre Zahngesundheit langfristig erhalten, und Sie können sich die notwendigen Behandlungen leisten, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.
*Dieses Transkript kann leicht von der Podcast Folge abweichen.