Augen lasern: Die Verfahren LASEK, LASIK, Epi- und Femto-LASIK im Überblick

Methoden zum Augenlasern

Lernen Sie verschiedene Augenlasermethoden kennen sowie deren Voraussetzungen, Vor- und Nachteile .

Augen lasern: Die Verfahren LASEK, LASIK, Epi- und Femto-LASIK im Überblick

Mehrere Millionen Menschen in Deutschland sind auf eine Sehhilfe angewiesen. In vielen Situationen empfinden sie Brillen und Kontaktlinsen jedoch als unpraktisch oder gar störend. Deshalb spielen immer mehr Brillen- und Kontaktlinsenträger mit dem Gedanken, ihre Sehschwäche mit einer Laser-OP zu beheben.

Mittlerweile gibt es beim Lasern der Augen verschiedene Methoden und Verfahren. Diese unterscheiden sich vor allem in Ablauf, Preis und Heilungsdauer. Folgende Verfahren der Laserbehandlung gibt es:

Hier lernen Sie die Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren kennen.

LASEK: Die erste und einfachste Methode zum Augenlasern

Die LASEK-Methode (Laser-Assisted Subepithelial Keratectomy, Laser-epitheliale Keratomileusis) ist ein Verfahren, mit dem Fehlsichtigkeit behoben werden kann. Fehlsichtigkeit entsteht, sobald die einfallenden Lichtstrahlen im Auge falsch gebündelt werden. Mit einer Augenlaseroperation kann die Hornhaut so bearbeitet werden, dass der Sehfehler korrigiert wird.

Die LASEK ist eine Weiterentwicklung der PRK (Photorefraktive Keratektomie) und wurde etwa 1990 zeitgleich zur LASIK eingeführt. LASEK und PRK sind die klassischen Methoden der Laserbehandlung. Bei beiden wird eine dünne Schicht der Hornhaut vor der Laserbehandlung vollständig abgelöst. Bei der PRK wird diese abgetragen, während sie bei der LASEK beiseitegeschoben wird. Erfahren Sie hier,

  • dass die LASEK als Weiterentwicklung der PRK seit fast 30 Jahren existiert und demnach die meisten Erfahrungswerte aufweist.
  • dass die LASEK im Gegensatz zu LASIK und ReLEx Smile komplett ohne Einschnitt in die Hornhaut auskommt.
  • dass der Heilungsprozess bei der LASEK im Vergleich zu anderen Methoden am längsten dauert.  
2 Augenchirurgen während einer Augenlaseroperation

Voraussetzungen für die LASEK-Laser-Operation

Mit dem LASEK-Verfahren können Kurzsichtigkeit (bis -8 Dioptrien), leichte Weitsichtigkeit (bis +3 Dioptrien) und Hornhautverkrümmung (bis 6 Dioptrien) korrigiert werden.

Wie bei anderen Laserverfahren müssen Sie für die Operation mindestens 18 Jahre alt sein und dürfen keine Augenerkrankungen haben. Außerdem sollten sich Ihre Dioptrienwerte im vergangenen Jahr nicht stark geändert haben (max. 0,5 Dioptrien).

Vorbereitung der LASEK-Behandlung

Im Vorfeld der Operation finden folgende Untersuchungen statt:

  • Messung der Pupillengröße
  • Messung der Hornhautdicke
  • Messung des Augeninnendrucks
  • Tränenfilmbestimmung
  • Augenärztliche Untersuchung auf Erkrankungen
  • Allgemeine gesundheitliche Untersuchung

Die Operation kann nur durchgeführt werden, wenn Ihre Augen gesund sind. Außerdem müssen Sie psychisch und körperlich dazu imstande sein, die Operation durchzustehen.

Wie viel kostet Augenlasern mit LASEK?

Mit Kosten von etwa 1.400 € pro Auge gehört die LASEK zu den preiswerteren Laserverfahren für die Augen. Die Kosten variieren je nach:

  • Augenklinik
  • Anzahl der durchgeführten Operationen des Augenarztes
  • Leistungsumfang

Die LASEK wird ebenso wie die LASIK seit vielen Jahren erfolgreich angewendet. Auch in Deutschland ist sie sehr verbreitet und wird in vielen Augenkliniken in nahezu jeder größeren Stadt durchgeführt.

Durchführung der LASEK-Operation

Achten Sie am Tag der Operation darauf, die Augenpartie gründlich zu reinigen. Auf Make-up und andere Kosmetikprodukte sollten Sie verzichten.

Das Augenlaserverfahren nach LASEK wird ambulant durchgeführt. Bevor die eigentliche Operation beginnt, werden Ihre Augen mit speziellen Augentropfen betäubt. Zusätzlich werden Ihre Augen fixiert, um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten. Keine Angst: Wenn Sie sehr aufgeregt sind, gibt Ihnen der Arzt ein Beruhigungsmittel.

Zu Beginn kommt eine Flüssigkeit ins Auge, die das Deckhäutchen der Hornhaut aufweicht. So kann dieses zur Seite geschoben werden. Ist die Hornhautoberfläche für die Operation freigelegt, geht der computergesteuerte Excimer-Laser ans Werk. Nun wird die Hornhaut so lange bearbeitet, bis der Sehfehler behoben und die Brechkraft des Auges korrigiert ist. Zum Schluss wird das Deckhäutchen mit einem Spatel zurückgeschoben.

Die LASEK-Methode kommt im Gegensatz zur LASIK und ReLEx Smile komplett ohne einen Schnitt in die Hornhaut aus. Eine weiche Kontaktlinse bietet Ihnen nach der OP Schutz vor Verunreinigungen und bleibt etwa 3 bis 5 Tage im Auge.

Der gesamte Eingriff dauert etwa 20 Minuten für beide Augen.

Arzt bei einer Augenlaseroperation mit medizinischem Equipment

Nachbereitung der LASEK-OP

Für die Zeit direkt nach der Operation sollte Sie auf jeden Fall jemand begleiten. Denn Ihre Sicht ist kurz danach evtl. noch eingeschränkt und das Autofahren daher verboten. Da ist es gut, wenn jemand Sie sicher nach Hause bringt.

Nach dem Eingriff benötigen Ihre Augen einige Tage zur Regeneration. Nach etwa 3 bis 5 Tagen wird die schützende Kontaktlinse entfernt. Die volle Sehstärke erreichen Sie nach etwa einer Woche. Nach einem Monat bleibt diese stabil.

Der Augenarzt empfiehlt Ihnen für die ersten Tage nach der OP eine Sonnenbrille. Durch die erhöhte Lichtempfindlichkeit sind die Augen sonst schnell gereizt. In der Nacht sollten Sie außerdem eine Augenklappe als Schutz tragen. Diese verhindert, dass Sie sich reflexartige und unkontrolliert im Auge reiben.

In den ersten 2 Wochen nach der Operation sollten Sie kein Make-up tragen. Schweißtreibende Sportarten und den direkten Kontakt mit Wasser sollten Sie ebenfalls vermeiden. Auf Schwimmen, Sauna und Solarium verzichten Sie am besten bis zu 4 Wochen nach dem Eingriff.

Vor- und Nachteile von LASEK

Die LASEK gehört zu den klassischen Methoden der Augenlaserbehandlung. Dennoch ist das Verfahren keinesfalls veraltet. Die Vorteile der LASEK sind unter anderem:

  • Anwendung auch bei dünner Hornhaut
  • Schnelle Durchführung
  • Jahrzehntelange Erfahrung
  • Kein Schnitt in die Hornhaut (Flap) und damit geringeres Infektionsrisiko

Die LASEK hat folgende Nachteile:

  • Vergleichsweise langer Heilungsprozess
  • Häufig Entzündungsbildung, Trockenheitsgefühl und Augenbrennen nach der OP
  • Nicht bei hohen Dioptrienwerten (speziell Weitsichtigkeit) anwendbar
  • Sehr selten: Einwachsen bzw. Faltenbildung des Deckhäutchens

Fazit:

Die LASEK-Methode gibt es seit fast 30 Jahren. Dennoch ist die Art der Laserbehandlung modern und weit verbreitet. Sie gilt zudem als schonend und kann auch bei dünner Hornhaut durchgeführt werden. Für viele ist die LASEK daher die Alternative zur LASIK.

Welche Augenlasermethode für Sie geeignet ist, entscheidet sich nach Ihren individuellen Voraussetzungen und der Art Ihrer Fehlsichtigkeit.

LASIK: Augenlaseroperation mit über 25 Jahren Erfahrung

Das Augenlaserverfahren LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) ist eine der ältesten und gängigsten Methoden zur Behebung von Fehlsichtigkeit per Laser. Im Jahr 1990 hat sie der Mediziner Ioannis Pallikaris das erste Mal durchgeführt. Inzwischen hilft LASIK jährlich rund 120.000 Menschen in Deutschland, wieder ohne Sehhilfe zu leben. Sie gilt daher als besonders gut erforscht und medizinisch sicher. Erfahren Sie hier,

  • dass die LASIK-Methode die bekannteste, anerkannteste und am weitesten verbreitete Methode für Augenlaseroperationen in Deutschland ist.
  • dass LASIK als einziges Augenlaserverfahren sowohl Kurz- als auch Weitsichtigkeit, Altersweitsichtigkeit und Hornhautkrümmung beheben kann.
  • dass sich LASIK durch eine kurze Behandlungs- und Heildauer auszeichnet.

Voraussetzungen für die Laseroperation

Mit dem LASIK-Verfahren können Fehlsichtigkeiten behoben werden. Diese entstehen, wenn das Licht im Auge durch die Hornhaut nicht korrekt auf die Netzhaut projiziert wird. Das kann durch einen zu kurzen (Weitsichtigkeit) oder zu langen (Kurzsichtigkeit) Augapfel oder eine Hornhautverkrümmung ausgelöst werden.

Mit der LASIK-Behandlung lassen sich verschiedene Arten von Fehlsichtigkeit korrigieren:

  • Kurzsichtigkeit (bis -10 Dioptrien)
  • Weitsichtigkeit bzw. Altersweitsichtigkeit (bis +4 Dioptrien)
  • Hornhautverkrümmung (bis 6 Dioptrien).

Für eine LASIK-Operation müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein. Ihre Sehstärke darf sich in den vergangenen 12 Monaten nicht stark verändert haben (maximal 0,5 Dioptrien Abweichung).

Voruntersuchungen und Vorbereitungen

Um den Sehfehler korrekt zu bestimmen, erfolgen im Vorfeld der Operation folgende Untersuchungen:

  • Messung der Pupillengröße
  • Messung der Hornhautdicke
  • Messung des Augeninnendrucks
  • Tränenfilmbestimmung
  • Augenärztliche Untersuchung auf Erkrankungen
  • Allgemeine gesundheitliche Untersuchung
Ältere Patientin bei einer Augenuntersuchung

Die Operation kann nur durchgeführt werden, wenn Ihre Augen gesund sind. Außerdem müssen Sie die Operation psychisch und körperlich durchstehen können.

Wie viel kostet eine LASIK-Laser-OP?

Sie können mit Kosten von etwa 1.000 bis 2.000 € pro Auge rechnen. Diese variieren je nach

  • Augenklinik
  • Anzahl der durchgeführten Operationen des Augenarztes
  • Leistungsumfang

Da die LASIK seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt wird und sehr bekannt ist, finden Sie in nahezu jeder größeren Stadt eine passende Augenklinik. Eine Auflistung von Städten, in denen LASIK-Operationen durchgeführt werden, gibt es hier.

Bei der Wahl der Augenklinik können Sie außerdem auf ein spezielles LASIK-TÜV-Siegel oder die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 achten. Das garantiert unter anderem zusätzliche Qualitätsmerkmale, einen hohen Forschungsstandard sowie eine Minimierung der Komplikationsrate.

Durchführung der LASIK-Operation

Die LASIK-OP wird für gewöhnlich ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Haben Sie Angst vor dem Eingriff, bieten viele Ärzte auch eine Vollnarkose an. Bei der OP sorgen Augentropfen dafür, dass Ihre Augen betäubt und unbeweglich sind. Außerdem werden die Augen zusätzlich fixiert.

Zunächst wird ein dünner Schnitt in Ihre Hornhaut gesetzt. Dieser Schnitt wird mit einem sogenannten Mikrokeratom durchgeführt, einem hauchdünnen Skalpell. Der entstandene Hornhautdeckel (Flap) wird anschließend gelöst und umgeklappt. Ihre Hornhaut wird durch einen Femtosekundenlaser so weit abgetragen, bis der Sehfehler korrigiert ist.

Eventuelle Augenbewegungen werden während des Eingriffs mit einem Eye-Tracker erfasst. Der Laser passt sich diesen Abweichungen an, sodass ein mikrometergenaues Ergebnis garantiert werden kann. Abschließend wird das Auge gespült und die Hornhautschicht zurückgeklappt. Der Flap wirkt dabei wie ein natürliches Pflaster. Der gesamte Eingriff mit der LASIK-Methode dauert etwa 15 Minuten.

Abgewandelte Formen der LASIK sind die Femto-LASIK und die Epi-LASIK.

Ärzte bei einer Augenoperation

Nachbereitung der LASIK-OP

Nach der Operation können Sie sich in der Augenklinik und anschließend zu Hause erholen. Nehmen Sie unbedingt eine Begleitperson mit in die Klinik. Direkt nach der OP dürfen Sie nämlich meist kein Fahrzeug führen. Daher brauchen Sie jemanden, der Sie sicher nach Hause begleitet. In den ersten Stunden nach der LASIK-OP können Sie zudem ein vorübergehendes Trockenheitsgefühl oder Juckreiz verspüren.

Im Idealfall sehen LASIK-Patienten schon am nächsten Tag wieder klar und scharf. Da der Flap jedoch Zeit zur Heilung braucht, sollten Sie in den ersten Tagen nicht im Auge reiben. Auch Augen-Make-up, Wasser und Schweiß sollten nicht in bzw. an das Auge gelangen. Bis zu 4 Wochen nach der Operation sollten Sie außerdem auf Ausflüge ins Schwimmbad, in die Sauna oder ins Solarium verzichten.

Vor- und Nachteile von LASIK

Generell profitiert das LASIK-Verfahren durch die langjährige Erfahrung. Dadurch ist es sehr sicher und medizinisch erprobt. Weitere Vorteile sind:

  • Kurze Behandlungsdauer
  • Wissenschaftlich und medizinisch anerkannte Methode
  • Kurzer Heilungsprozess
  • Kaum Schmerzen nach der Operation
  • TÜV-Siegel und DIN EN ISO 9001 für besondere Qualitätsansprüche
  • Weit verbreitet in vielen Augenkliniken

Jedoch gibt es auch einige Nachteile, wie bei jedem medizinischen Eingriff:

  • Relativ hohe Schnittfläche in der Hornhaut durch den Flap
  • Nicht bei trockenen Augen oder zu dünner Hornhaut möglich
  • Häufiges Fremdkörpergefühl
  • Langfristig geringere Stabilität der Hornhaut
  • Gefahr der Abtrennung oder Verschiebung durch äußere Krafteinwirkung

Insgesamt kommt es bei der LASIK nur sehr selten (weniger als 1 %) zu Komplikationen und Problemen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen trockene Augen und erhöhte Lichtempfindlichkeit, vor allem nachts beim Autofahren. Diese verschwinden jedoch im Regelfall nach einigen Wochen.

Meist erhalten Sie von Ihrem Augenarzt Augentropfen, die das Auge feucht halten und die Wundheilung verbessern.

Fazit:

Das LASIK-Verfahren ist eine der sichersten Methoden, um Ihre Augen lasern zu lassen. Die kurze Behandlungszeit und der kurze Heilungsprozess sind die wichtigsten Vorteile. Achten Sie bei der Auswahl zudem auf den Augenarzt und die Klinik. Erfahrungsberichte und Zertifizierungen helfen Ihnen, die richtige Wahl zu treffen, und geben Ihnen ein sicheres Gefühl.

Welche Augenlasermethode für Sie geeignet ist, entscheidet sich nach Ihren individuellen Voraussetzungen und der Art Ihrer Fehlsichtigkeit.

Epi-LASIK: Moderne Kombination von LASEK und LASIK

Epi-LASIK steht für epitheliale Laser-in-situ-Keratomileusis und ist eine Methode zur Behebung von Fehlsichtigkeiten. Sie ist eine Weiterentwicklung der PRK und der LASEK und wird seit 2003 in Deutschland angewendet.

Bei der Epi-LASIK wird die Hornhaut nicht eingeschnitten, sondern lediglich beiseitegeschoben, um sie anschließend mit dem Laser zu bearbeiten. Unterschied zur LASEK: Der Arzt verwendet keine spezielle Flüssigkeit, um die Hornhaut zu lösen. Er setzt ein sogenanntes Mikrokeratom ein. Erfahren Sie hier,

  • dass die Epi-LASIK eine modernere Variante der LASEK ist, kombiniert mit positiven Aspekten der LASIK.
  • dass die Epi-LASIK vergleichsweise geringe Nebenwirkungen aufweist und besonders schonend und schmerzfrei ist.
  • dass mit der Epi-LASIK ausschließlich Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung im niedrigen Dioptrienbereich korrigiert werden können.
Frau wird von einer Augenärztin untersucht

Voraussetzungen für die Laseroperation

Die Epi-LASIK korrigiert Fehlsichtigkeit bis zu bestimmten Dioptrienbereichen. Sie ist besonders geeignet, wenn der Augapfel zu lang (Kurzsichtigkeit) oder verformt ist (Hornhautverkrümmung). Beide Fälle sorgen dafür, dass das Licht durch die Hornhaut im Auge nicht korrekt fokussiert wird. Durch einen Augenlasereingriff kann die Hornhaut so lange bearbeitet werden, bis der Sehfehler behoben ist.

Mit der Epi-LASIK können Kurzsichtigkeit bis zu -6 Dioptrien und Hornhautverkrümmungen bis 3 Dioptrien korrigiert werden. Weitsichtigkeit und Altersweitsichtigkeit lassen sich mit diesem Verfahren nicht beheben.

Voruntersuchungen und Vorbereitungen

Vor der Operation müssen Sie mit folgenden Untersuchungen rechnen:

  • Messung der Pupillengröße
  • Messung der Hornhautdicke
  • Messung des Augeninnendrucks
  • Tränenfilmbestimmung
  • Augenärztliche Untersuchung auf Erkrankungen
  • Allgemeine gesundheitliche Untersuchung

Außerdem werden Sie auf Ihre persönliche Eignung für das jeweilige Laser-Verfahren getestet. Im Gegensatz zur klassischen LASIK kann die Epi-LASIK auch durchgeführt werden, wenn Ihre Hornhaut sehr dünn ist. Außerdem müssen Sie für die Operation mindestens 18 Jahre alt sein und seit einem Jahr stabile Dioptrienwerte haben. Ihre psychische und körperliche Verfassung müssen ebenfalls stabil sein. Bei Augenerkrankungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen wird die Laseroperation nicht durchgeführt.

Planen Sie eine solche Untersuchung, sollten Sie mindestens ein bis 2 Wochen im Voraus keine Kontaktlinsen mehr tragen. Denn diese können die Form der Hornhaut beeinflussen. Bei der Messung Ihres Sehfehlers kann es dadurch zu fehlerhaften Werten kommen.

So viel kostet Augenlasern mit dem Epi-LASIK-Verfahren

Für die Epi-LASIK müssen Sie mit Kosten ab etwa 1.700 € pro Auge rechnen. Damit gehört die Epi-LASIK neben der ReLEx Smile zu den teureren Verfahren. Der Grund: Die Verfahren sind vergleichsweise neu und weniger verbreitet. Dennoch bieten viele Augenkliniken in größeren Städten diese Operation an. Außerdem variieren die Kosten je nach:

  • Augenklinik
  • Anzahl der durchgeführten Operationen des Augenarztes
  • Leistungsumfang

Durchführung der Epi-LASIK-Operation

Vor dem Eingriff müssen Sie auf Make-up und Kosmetik im Gesicht verzichten. Außerdem empfiehlt sich eine gründliche Reinigung der Augenpartie.

Im Normalfall wird die Epi-LASIK ambulant vorgenommen. Um Ihre Augen für den Eingriff zu fixieren, verabreicht Ihnen der Arzt ein lokal wirkendes Betäubungsmittel. Zusätzlich fixiert er Ihre Augen mit einem Lidöffner. Sollten Sie sehr aufgeregt sein, bekommen Sie eine Beruhigungstablette. In einigen Fällen ist auch eine Vollnarkose möglich.

Arzte während einer Laser-Augenoperation mit technischem Equipment

Zu Beginn wird mit dem sogenannten Mikrokeratom, einem stumpfen Mini-Hobel, das oberste Deckhäutchen (Epithel) im Auge beiseitegeschoben. Das Mikrokeratom wird computergesteuert. Es arbeitet mit Eye-Tracking-Technologie. So können eventuelle Bewegungen im Auge ausgeglichen werden.

Sobald die Hornhaut freigelegt ist, bearbeitet der Excimer-Laser die Fehlsichtigkeit. Dabei trägt er so viel Hornhaut ab, bis die Fehlsichtigkeit korrigiert ist. Ist die Hornhaut abgetragen, wird das Epithel wieder zurückgeklappt. Der Eingriff dauert etwa 10 Minuten pro Auge.

Da die Epi-LASIK komplett ohne Schnitt auskommt, gibt es keine tiefe Wunde wie bei der LASIK. Das Infektionsrisiko ist daher sehr gering. Zusätzlich wird Ihnen zum Schutz eine therapeutische Kontaktlinse eingesetzt. Diese bleibt einige Tage im Auge und trägt zum Heilungsprozess bei.

Nachbereitung der Epi-LASIK-OP

Da Sie nach der OP nicht Auto fahren dürfen und eventuell verschwommen sehen, sollten Sie eine Begleitperson mitbringen. Diese kann Sie nach dem Eingriff sicher nach Hause begleiten.

Nach der Operation müssen Sie für ein paar Tage eine weiche Kontaktlinse zum Schutz tragen. In dieser Zeit können Nebenwirkungen wie leichte Schmerzen, Brennen und ein Fremdkörpergefühl auftreten. Diese Nachwirkungen sind im Heilungsprozess normal. Bis Sie komplett scharf sehen, kann es 5 bis 7 Tage dauern. Meist verbessert sich die Sicht jedoch schon, sobald die Verbandslinse entfernt ist. Bis zu 2 Wochen nach dem Eingriff sollten Sie auf Besuche im Schwimmbad, der Sauna oder dem Solarium verzichten.

Die vollständige Heilung kann bis zu 6 Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit kann die Sehstärke noch leicht schwanken.

Vor- und Nachteile von Epi-LASIK

Die zahlreichen Vorteile der Epi-LASIK ergeben sich durch den fehlenden Schnitt in die Hornhaut. Der Eingriff ist besonders schonend und es gibt kaum Nachwirkungen.

Die Vorteile im Überblick:

  • Im Gegensatz zur LASEK: kein Einsatz von Flüssigkeiten zur Lösung der Hornhaut
  • Schmerzfreier und schonender Eingriff ohne Schnitt
  • Geeignet bei dünner Hornhaut
  • Vergleichsweise geringe Schmerzen und Probleme nach der OP

Die Nachteile:

  • Nur in niedrigen Dioptrienbereichen anwendbar
  • Keine Behandlung von Weitsichtigkeit
  • Evtl. erhöhte Lichtempfindlichkeit und Augentrockenheit

Fazit:

Die Epi-LASIK kombiniert die Vorteile von LASIK und LASEK. So kommt die Epi-LASIK wie die LASEK ohne Schnitt in die Hornhaut aus und ist damit schonender für das Auge. Der Heilungsprozess ist deutlich schmerzfreier als bei der LASEK, und es treten weniger Nebenwirkungen auf.

Kommt eine Augenlaseroperation für Sie infrage, informieren Sie sich im Vorfeld unbedingt umfassend zu den einzelnen Methoden. Auch bei der Wahl der Augenklinik sollten Sie Wert auf hohe Qualität und Erfahrungswerte legen.

Welche Augenlasermethode für Sie geeignet ist, entscheidet sich nach Ihren individuellen Voraussetzungen und der Art Ihrer Fehlsichtigkeit.

Femto-LASIK: Augenlaseroperation ohne mechanische Hilfsmittel

Werden die Lichtstrahlen im Auge nicht korrekt gebündelt, entsteht eine Fehlsichtigkeit. Meist ist ein zu langer oder zu kurzer Augapfel die Ursache. Mit einer Augenlaseroperation lässt sich dieser Sehfehler an der Hornhaut beheben.

Eine der gängigsten Methoden ist die Femto-LASIK, die erstmals im Jahr 2004 in Deutschland durchgeführt wurde. Die Femto-LASIK-Operation ist eine Weiterentwicklung der LASIK und kommt als einziges Augenlaserverfahren ohne mechanische Hilfsmittel aus. Erfahren Sie in diesem Artikel,

  • dass die Femto-LASIK die präziseste Augenlasermethode ist, da sie komplett auf mechanische Werkzeuge verzichtet.
  • dass eine Femto-LASIK im Gegensatz zur klassischen LASIK auch bei dünner Hornhaut möglich ist.
  • dass mit der Femto-LASIK im Gegensatz zu LASEK und ReLEx Smile alle Arten von Fehlsichtigkeit korrigiert werden können.
Frau wird für eine Augenoperation untersucht

Voraussetzungen für die Laseroperation

Mit der Femto-LASIK können analog zur LASIK Kurzsichtigkeit (bis -10 Dioptrien), Weitsichtigkeit bzw. Altersweitsichtigkeit (bis +4 Dioptrien) und Hornhautverkrümmungen (bis 6 Dioptrien) korrigiert werden. Der Unterschied zur LASIK: Bei der Femto-LASIK wird der Einschnitt in die Hornhaut nicht mechanisch durch ein Skalpell, sondern mit einem sogenannten Femtosekundenlaser durchgeführt.

Für die Femto-LASIK-Operation müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein. Außerdem sollten sich Ihre Dioptrienwerte im vergangenen Jahr nicht stark geändert haben. Maximal erlaubt ist eine Abweichung von 0,5 Dioptrien. Damit Ihr Sehfehler korrekt bestimmt werden kann, erfolgen im Vorfeld der Operation einige Untersuchungen. Tragen Sie ein bis 2 Wochen vor dieser Untersuchung keine Kontaktlinsen. Diese können die Hornhaut leicht verformen, sodass die Messwerte von Ihren eigentlichen Werten abweichen können.

Voruntersuchungen und OP-Vorbereitung

Folgende Untersuchungen kommen auf Sie zu:

  • Messung der Pupillengröße
  • Messung der Hornhautdicke
  • Messung des Augeninnendrucks
  • Tränenfilmbestimmung
  • Augenärztliche Untersuchung auf Erkrankungen
  • Allgemeine gesundheitliche Untersuchung

Die Operation kann nur durchgeführt werden, wenn Ihre Augen und Sie selbst gesund sind. Sie müssen psychisch und körperlich dazu imstande sein, die Operation durchzustehen. Wird der Einschnitt mit einem Skalpell (LASIK) vorgenommen, muss Ihre Hornhaut eine gewisse Dicke aufweisen. Bei der Femto-LASIK erfolgt der Einschnitt hingegen mit einem Laser. So kann viel präziser gearbeitet werden und die Hornhaut kann dünner sein.

Kosten einer Femto-LASIK-Behandlung

Ein Eingriff mit der Femto-LASIK kostet Sie etwa 1.300 bis 2.000 € pro Auge. Die Kosten variieren nach:

  • Augenklinik
  • Anzahl der durchgeführten Operationen des Augenarztes
  • Leistungsumfang

Femto-LASIK ist als Weiterentwicklung der LASIK sehr bekannt, aber nicht so verbreitet. Der Grund: Für die Femto-LASIK ist zusätzliche technische Ausrüstung nötig. Diese Ausstattung hat nicht jede Augenklinik. In den meisten großen Städten Deutschlands können Sie den Eingriff durchführen lassen.

Durchführung der Femto-LASIK-Operation

Am Tag der Operation sollten Sie auf Make-up und andere Kosmetik im Gesicht verzichten. Spülen Sie Ihre Augenpartie am besten noch einmal gründlich ab, um Verunreinigungen zu entfernen.

Für den Eingriff erhalten Sie ein Betäubungsmittel, das Ihre Augen während der Operation lähmt. Diese werden zusätzlich mit einem Lidöffner fixiert und offengehalten. Im Regelfall wird das Verfahren ambulant unter Vollnarkose durchgeführt.

Die Femto-LASIK-Operation beginnt, indem der sogenannte Flap erzeugt wird. Dazu schneidet der Femtosekundenlaser in die oberste Hornhautschicht. Und zwar so weit, bis das Deckhäutchen der Hornhaut sich löst und umgeklappt werden kann.

Nun geht ein anderer Laser ans Werk: der Excimer-Laser. Dieser bearbeitet die Hornhaut so lange, bis die Fehlsichtigkeit behoben ist. Danach wird der Flap wieder zurückgeklappt. Er saugt sich wie ein körpereigener Wundverband von selbst wieder an.

Augenchirurgen während Augenlaseroperation

Nachbereitung der Femto-LASIK-OP

Für die Zeit nach der Operation bekommen Sie Augentropfen, die die Heilung fördern und das Auge feucht halten. Bringen Sie am besten eine Begleitperson mit, die Sie nach der Operation nach Hause bringt. Denn direkt nach dem Eingriff dürfen Sie meist nicht selbst fahren und sehen eventuell verschwommen.

Spätestens nach 2 bis 3 Tagen sollten Sie wieder richtig scharf sehen können. Meiden Sie bis dahin Sport und den Kontakt mit Wasser. Bis zu 2 Wochen müssen Sie außerdem auf Sauna, Schwimmen und Solarium verzichten. Auf Kontaktsportarten wie Boxen sollten Sie mindestens 4 Wochen verzichten.

In sehr seltenen Fällen kommt es bei der Femto-LASIK auch noch Monate nach dem Lasern zu Sehschwankungen. Ist das der Fall, muss oft noch „nachgelasert“ werden.

Vor- und Nachteile von Femto-LASIK

Die Femto-LASIK ist als Weiterentwicklung der LASIK deutlich moderner. Da sie komplett ohne mechanische Werkzeuge auskommt, ist sie besonders sicher und schonend für das Auge. Die Femto-LASIK hat zudem folgende Vorteile:

  • Präzises Arbeiten durch Verzicht auf mechanische Werkzeuge
  • Kurzer Heilungsprozess
  • Korrektur nahezu aller Fehlsichtigkeiten
  • Sanfter und nahezu schmerzfreier Eingriff
  • Im Gegensatz zur LASIK auch bei dünner Hornhaut möglich

Dem gegenüber stehen die Nachteile:

  • Evtl. erhöhte Blendempfindlichkeit nach der Operation
  • Erhöhte Gefahr für Augentrockenheit oder erhöhten Augendruck
  • Langfristig geringere Stabilität der Hornhaut
  • Gefahr der Abtrennung oder Verschiebung durch äußere Krafteinwirkung

Fazit:

Die Femto-LASIK gehört zu den neueren Augenlaserverfahren. Als Weiterentwicklung der LASIK ist sie deutlich präziser, dafür jedoch auch teurer und weniger verbreitet.

Sollte eine Laser-Augenoperation für Sie infrage kommen, informieren Sie sich vorher unbedingt ausgiebig darüber. Da die Kliniken unterschiedliche Qualitätsansprüche und Erfahrungen haben, sollten Sie die Wahl gut bedenken.

Welche Augenlasermethode für Sie geeignet ist, entscheidet sich nach Ihren individuellen Voraussetzungen und der Art Ihrer Fehlsichtigkeit.

ReLex Smile: Die schmerzfreie und sanfte Methode zum Augenlasern

Das ReLex-Smile-Verfahren gilt als die sanfteste und schmerzfreiste Methode, sich die Augen lasern zu lassen. Dieses Verfahren ist noch recht neu; es wird erst seit 2011 praktiziert. Das Verfahren kann sowohl bei Kurzsichtigkeit als auch bei Hornhautverkrümmungen angewandt werden.

Da die Behandlung besonders schonend ist, hat die ReLex-Smile-Methode weniger Nebenwirkungen als alle anderen Laserverfahren. Sie kann auch bei sehr dünner Hornhaut und trockenen Augen problemlos eingesetzt werden.

Damit ist das ReLex-Smile-Augenlasern sehr gut für Menschen geeignet, bei denen bisher eine OP schwierig oder gar unmöglich war. Auch bei Sportlern ist dieses Verfahren sehr beliebt, da der Kontakt mit Schweiß und Wasser nach der OP weniger problematisch ist.

Sie möchten mehr über ReLex Smile erfahren? Dann lesen Sie diesen Artikel. Darin erfahren Sie alles zum Behandlungsablauf, den Kosten sowie den Vor- und Nachteilen von ReLex Smile.