Bei dünner Hornhaut kommen häufig LASEK, Epi-LASIK oder Femto-LASIK infrage.
Augenlasern verbessert die Lebensqualität – doch die Behandlung ist oft mit hohen Kosten verbunden und wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Eine Augenversicherung beteiligt sich an den Kosten und sorgt für finanzielle Entlastung.
Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt verschiedene Augenlaser-Methoden wie LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK und ReLEx SMILE, die sich beim Behandlungsablauf, der Heilung und den Kosten unterscheiden.
- Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem von der Art der Fehlsichtigkeit, der Hornhautdicke und den individuellen Voraussetzungen ab.
- Moderne Augenlaser-Verfahren gelten als sicher und ermöglichen häufig eine dauerhafte Verbesserung der Sehschärfe.
Diese Themen finden Sie hier
Welche Methoden gibt es beim Augenlasern?
Mittlerweile gibt es beim Lasern der Augen verschiedene Methoden und Verfahren, um Fehlsichtigkeiten wie Kurz- und Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmungen zu korrigieren. Die wichtigsten Methoden sind: LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK sowie ReLEx SMILE. Die Verfahren unterscheiden sich vor allem in Vorgehensweise, Eignung und Heilungsdauer.
Was ist Augenlasern?
Die wichtigsten Fragen und Antworten
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Augenlaser-Methoden im Vergleich
Inzwischen gibt es beim Lasern der Augen verschiedene Verfahren. Diese unterscheiden sich vor allem in Ablauf, Preis und Heilungsdauer.
Unterschiede der Augenlaser-Methoden auf einen Blick
| Geeignet für | Heilung und Schmerzen | Besonderheiten | |
|---|---|---|---|
| LASIK |
Hornhautverkrümmung bis 6 Dioptrien |
|
Bewährte Standardmethode; Weiterentwicklung der PRK |
| Femto-LASIK |
|
|
Besonders präzise |
| LASEK |
|
|
Ohne Hornhautschnitt |
| Epi-LASIK |
|
|
Schonende Weiterentwicklung der LASEK-Methode |
| ReLEx SMILE |
|
|
Minimalinvasiv |
LASIK vs. LASEK: Was sind die Unterschiede?
LASIK und LASEK gehören zu den bekanntesten Augenlaser-Methoden, unterscheiden sich jedoch bei Behandlung und Heilung deutlich.
Während bei LASIK ein Hornhautdeckel (Flap) erzeugt wird, kommt LASEK ohne tiefen Hornhautschnitt aus. Dadurch eignet sich LASEK häufiger bei dünner Hornhaut, benötigt jedoch meist eine längere Heilungszeit.
LASIK ermöglicht oft schneller wieder scharfes Sehen und verursacht meist weniger Beschwerden nach der Behandlung.
Welche Augenlaser-Methode ist die beste?
Eine pauschal beste Methode gibt es nicht. Welche Behandlung infrage kommt, hängt von einigen Faktoren ab.
Checkliste
- Art der Fehlsichtigkeit
- Höhe der Dioptrienwerte
- Dicke der Hornhaut
- trockene Augen
- berufliche und sportliche Anforderungen
- persönliche Erwartungen
Wann eignet sich welche Augenlaser-Methode?
LASIK und Femto-LASIK ermöglichen meist bereits nach wenigen Tagen wieder scharfes Sehen.
ReLEx SMILE und Femto-LASIK gelten als besonders schonend und schmerzarm.
ReLEx SMILE ist bei Sportlern beliebt, da die Hornhaut stabiler bleibt und die Nachheilung meist unkompliziert verläuft.
Was sind die allgemeinen Voraussetzungen bei Laserbehandlungen?
Im Vorfeld der Operation werden die Voraussetzungen geprüft und es finden Untersuchungen statt.
Allgemeine Voraussetzungen
Vor einer Laserbehandlung wird geprüft, ob die Methode für Ihre Augen geeignet ist und die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
- Mindestens 18 Jahre alt
- Keine Augenerkrankungen
- Psychisch und körperlich fit für die Operation
- Dioptrienwerte haben sich im vergangenen Jahr nicht stark geändert (max. 0,5 Dioptrien)
- Ausreichend dicke Hornhaut (je nach Methode)
Voruntersuchungen
Um den Sehfehler korrekt zu bestimmen, erfolgen im Vorfeld der Operation folgende Untersuchungen:
- Messung der Pupillengröße
- Messung der Hornhautdicke
- Messung des Augeninnendrucks
- Tränenfilmbestimmung
- Augenärztliche Untersuchung auf Erkrankungen
- Allgemeine gesundheitliche Untersuchung
Vorbereitung
- Kontaktlinsen sollten vor dem Termin einige Tage bis Wochen nicht getragen werden, da sie die Hornhaut beeinflussen können.
- Am Tag der Operation sollten Sie auf Make-up und andere Kosmetik im Gesicht verzichten.
- Außerdem empfiehlt sich eine gründliche Reinigung der Augenpartie.
LASIK: die gängigste Methode zum Augen lasern lassen
Das Augenlaserverfahren LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) ist eine der ältesten und gängigsten Methoden zur Behebung von Fehlsichtigkeit per Laser. Im Jahr 1990 wurde sie durch den Mediziner Ioannis Pallikaris das erste Mal durchgeführt. Inzwischen hilft LASIK jährlich rund 120.000 Menschen in Deutschland, wieder ohne Sehhilfe zu leben. Sie gilt daher als besonders gut erforscht und medizinisch sicher.
LASIK Augenlaserverfahren im Überblick
Das LASIK-Verfahren ist seit über 25 Jahren bewährt für Augenlaseroperationen
Die LASIK-Operation erfolgt meist ambulant und unter örtlicher Betäubung mit Augentropfen. Während der Behandlung bleiben die Augen durch einen Lidöffner geöffnet und werden zusätzlich fixiert.
Zunächst erzeugt der Arzt einen dünnen Hornhautdeckel, den sogenannten Flap. Dieser wird vorsichtig aufgeklappt. Anschließend modelliert ein Laser die darunterliegende Hornhaut, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren.
Danach wird der Flap wieder zurückgelegt. Der Eingriff dauert meist nur wenige Minuten pro Auge.
Bringen Sie am besten eine Begleitperson mit, die Sie nach der Operation nach Hause bringt. Denn direkt nach dem Eingriff dürfen Sie meist nicht selbst fahren und sehen eventuell verschwommen
Viele Patienten sehen bereits kurz nach der LASIK deutlich besser. Bis sich die Sehkraft vollständig stabilisiert, können jedoch einige Wochen vergehen.
In den ersten Tagen nach der Behandlung sollten die Augen geschont werden. Auf Sport, Schwimmbad, Sauna und Augenreiben sollte vorübergehend verzichtet werden. Häufig verschreibt der Augenarzt zusätzlich Augentropfen zur Unterstützung der Heilung.
Ein leichtes Trockenheitsgefühl oder erhöhte Lichtempfindlichkeit sind nach der Behandlung möglich, verschwinden jedoch meist nach kurzer Zeit.
Generell profitiert das LASIK-Verfahren durch die langjährige Erfahrung. Dadurch ist es sehr sicher. Weitere Vorteile sind:
- Kurze Behandlungsdauer
- Wissenschaftlich und medizinisch anerkannte Methode
- Schnelle Heilung
- Meist rasche Verbesserung der Sehschärfe
- Geringe Schmerzen nach der OP
- TÜV-Siegel und DIN EN ISO 9001 für besondere Qualitätsansprüche
- Weit verbreitet in vielen Augenkliniken
Wie jede Augenoperation ist auch LASIK mit möglichen Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Schwere Komplikationen treten jedoch selten auf.
Mögliche Folgen der Behandlung sind:
- Relativ tiefer Schnitt in der Hornhaut durch den Flap
- Trockene Augen
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit
- Häufiges Fremdkörpergefühl
- Langfristig geringere Stabilität der Hornhaut
- Gefahr der Abtrennung oder Verschiebung durch äußere Krafteinwirkung
Außerdem eignet sich LASIK nicht für jeden Patienten. Besonders bei sehr dünner Hornhaut oder bestimmten Augenerkrankungen kann eine andere Augenlaser-Methode sinnvoller sein.
Gut zu wissen
Worauf sollte ich bei der Wahl der LASIK-Augenklinik achten?
Da die LASIK seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt wird und sehr bekannt ist, finden Sie in nahezu jeder größeren Stadt eine passende Augenklinik.
Bei der Wahl der Augenklinik können Sie außerdem auf ein spezielles LASIK-TÜV-Siegel oder die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 achten. Das garantiert unter anderem zusätzliche Qualitätsmerkmale, einen hohen Forschungsstandard sowie eine Minimierung der Komplikationsrate.
Femto-LASIK: Augenlaseroperation ohne mechanische Hilfsmittel
Die Femto-LASIK ist eine moderne Weiterentwicklung der klassischen LASIK. Im Unterschied zur herkömmlichen Methode wird der Hornhautdeckel nicht mit einem mechanischen Skalpell, sondern mit einem Femtosekundenlaser erzeugt. Dadurch gilt die Behandlung als besonders präzise und schonend.
Mit der Femto-LASIK können Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen korrigiert werden – das ist sogar bei dünner Hornhaut möglich. Die Methode ermöglicht häufig eine schnelle Heilung und zählt heute zu den beliebtesten Augenlaser-Verfahren.
Femto-LASIK im Überblick
Augenlaseroperation ohne mechanische Hilfsmittel
Die Femto-LASIK erfolgt meist ambulant und unter örtlicher Betäubung mit Augentropfen.
Zunächst erzeugt ein Femtosekundenlaser einen dünnen Hornhautdeckel (Flap). Dieser wird vorsichtig geöffnet. Anschließend modelliert ein Excimer-Laser die Hornhaut, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren.
Danach wird der Flap wieder zurückgelegt, der sich wie ein körpereigener Wundverband von selbst wieder ansaugt.
Der Eingriff dauert meist nur wenige Minuten pro Auge.
Bringen Sie am besten eine Begleitperson mit, die Sie nach der Operation nach Hause bringt. Denn direkt nach dem Eingriff dürfen Sie meist nicht selbst fahren und sehen eventuell verschwommen. Spätestens nach 2 bis 3 Tagen sollten Sie wieder richtig scharf sehen können.
In den ersten Tagen sollten die Augen geschont werden. Verzichten Sie daher möglichst auf:
- Sport und Kontakt mit Wasser (2-3 Tage)
- Schwimmbad, Sauna und Solarium (2 Wochen)
- Kontaktsportarten wie Boxen (4 Wochen)
Augentropfen unterstützen zusätzlich die Heilung.
In sehr seltenen Fällen kommt es bei der Femto-LASIK auch noch Monate nach dem Lasern zu Sehschwankungen. Ist das der Fall, muss oft noch „nachgelasert“ werden.
Die Femto-LASIK ist als Weiterentwicklung der LASIK deutlich moderner und gilt als besonders sicher und schonend für das Auge. Die Femto-LASIK hat zudem folgende Vorteile:
- Hohe Präzision durch Lasertechnik
- Kein mechanisches Skalpell
- Kurzer Heilungsprozess
- Meist geringe Schmerzen
- Im Gegensatz zu LASIK auch bei dünnerer Hornhaut möglich
Viele Patienten profitieren von einer schnellen Verbesserung der Sehschärfe.
Wie jede Augenoperation ist auch die Femto-LASIK mit möglichen Risiken verbunden. Schwere Komplikationen treten jedoch selten auf. Mögliche Nebenwirkungen sind:
• Evtl. erhöhte Lichtempfindlichkeit nach der Operation
• Erhöhte Gefahr für Augentrockenheit oder erhöhten Augendruck
• Langfristig geringere Stabilität der Hornhaut
• Gefahr der Abtrennung oder Verschiebung durch äußere Krafteinwirkung
Außerdem können in seltenen Fällen Nachkorrekturen notwendig werden.
Für wen eignet sich Femto-LASIK?
Die Femto-LASIK gehört zu den neueren Augenlaserverfahren. Als Weiterentwicklung der LASIK ist sie deutlich präziser, dafür jedoch auch teurer und weniger verbreitet. Der Grund: Für die Femto-LASIK ist zusätzliche technische Ausrüstung nötig. Diese Ausstattung hat nicht jede Augenklinik. In den meisten großen Städten Deutschlands können Sie den Eingriff jedoch durchführen lassen.
Die Femto-LASIK eignet sich besonders für Menschen, die Wert auf eine moderne und präzise Augenlaser-Methode legen. Häufig kommt das Verfahren auch bei dünnerer Hornhaut infrage. Die Behandlung überzeugt vor allem durch ihre schnelle Heilung, die hohe Präzision und die meist geringe Belastung für das Auge.
Welche Methode geeignet ist, sollte jedoch immer individuell im Rahmen einer augenärztlichen Beratung entschieden werden.
LASEK: die erste und einfachste Methode zum Augenlasern
Die LASEK (Laser-assistierte subepitheliale Keratektomie) gehört zu den klassischen Augenlaser-Methoden und wird seit vielen Jahren angewendet.
Die LASEK ist eine Weiterentwicklung der PRK (Photorefraktive Keratektomie) und wurde etwa 1990 zeitgleich zur LASIK eingeführt. LASEK und PRK sind die klassischen Methoden der Laserbehandlung. Bei beiden wird eine dünne Schicht der Hornhaut vor der Laserbehandlung vollständig abgelöst. Bei der PRK wird diese abgetragen, während sie bei der LASEK beiseitegeschoben und nach der Laserbehandlung wieder zurückgelegt wird. Dadurch eignet sich die LASEK häufig auch bei dünner Hornhaut.
Mit der Methode lassen sich vor allem Kurzsichtigkeit, leichte Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen korrigieren.
LASEK im Überblick
Die erste und einfachste Methode zum Augenlasern
Die LASEK wird meist ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
Zunächst wird die oberste Hornhautschicht mit einer speziellen Flüssigkeit angelöst und vorsichtig zur Seite geschoben. Anschließend modelliert ein Excimer-Laser die Hornhaut, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Danach wird die Hornhautschicht wieder zurückgelegt.
Die LASEK-Methode kommt im Gegensatz zur LASIK und ReLEx SMILE komplett ohne einen Schnitt in die Hornhaut aus.
Zum Schutz des Auges wird häufig eine therapeutische Kontaktlinse eingesetzt. Diese bleibt etwa 3 bis 5 Tage im Auge.
Der gesamte Eingriff dauert etwa 20 Minuten für beide Augen.
Für die Zeit direkt nach der Operation sollte Sie jemand begleiten, der Sie sicher nach Hause bringt. Denn Ihre Sicht ist kurz danach evtl. noch eingeschränkt und das Autofahren daher verboten.
Nach dem Eingriff benötigen Ihre Augen einige Tage zur Regeneration. Nach etwa 3 bis 5 Tagen wird die schützende Kontaktlinse entfernt. Die volle Sehstärke erreichen Sie nach etwa einer Woche. Nach einem Monat bleibt diese stabil.
In den ersten Tagen nach der Behandlung sollten Sie tagsüber möglichst eine Sonnenbrille tragen, da die Augen häufig lichtempfindlich reagieren. Nachts empfiehlt sich zusätzlich eine Augenklappe, damit Sie sich nicht unbewusst die Augen reiben.
Auch in den ersten Wochen danach sollten die Augen geschont werden. Verzichten Sie deshalb möglichst für etwa 2 Wochen auf Make-up im Augenbereich, schweißtreibenden Sport und direkten Kontakt mit Wasser. Auf Schwimmbad, Sauna und Solarium sollten Sie idealerweise etwa 4 Wochen lang verzichten.
Die LASEK gehört zu den klassischen Methoden der Augenlaserbehandlung. Dennoch ist das Verfahren keinesfalls veraltet. Die Vorteile der LASEK sind unter anderem:
- Anwendung auch bei dünner Hornhaut
- Schnelle Durchführung
- Jahrzehntelange Erfahrung
- Kein Schnitt in die Hornhaut (Flap) und damit geringeres Infektionsrisiko
Wie bei jeder Augenlaser-Behandlung können auch bei der LASEK einige Risiken und Nebenwirkungen auftreten. Mögliche Beschwerden nach der Behandlung und Nachteile sind:
- Vergleichsweise langer Heilungsprozess
- In den ersten Tagen nach der OP häufiger Schmerzen, Trockenheitsgefühl oder Augenbrennen
- Nicht bei hohen Dioptrienwerten (speziell Weitsichtigkeit) anwendbar
- Sehr selten: Einwachsen bzw. Faltenbildung des Deckhäutchens
Gut zu wissen
Epi-LASIK: moderne Kombination von LASEK und LASIK
Epi-LASIK steht für epitheliale Laser-in-situ-Keratomileusis und ist eine Methode zur Behebung von Fehlsichtigkeiten. Sie ist eine Weiterentwicklung der PRK und der LASEK und wird seit 2003 in Deutschland angewendet. Sie kombiniert Eigenschaften von LASEK und LASIK. Im Unterschied zur LASIK wird dabei kein tiefer Schnitt in die Hornhaut gesetzt. Stattdessen wird nur die oberste Hornhautschicht vorsichtig gelöst und zur Seite geschoben.
Dadurch gilt die Methode als besonders schonend und eignet sich häufig auch bei dünner Hornhaut. Mit der Epi-LASIK lassen sich ausschließlich leichte Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen behandeln.
Epi-LASIK im Überblick
Moderne Kombination von LASEK und LASIK
Die Epi-LASIK erfolgt im Normalfall ambulant und unter örtlicher Betäubung mit Augentropfen. Zusätzlich fixiert der Augenarzt Ihre Augen mit einem Lidöffner. Sollten Sie sehr aufgeregt sein, bekommen Sie eine Beruhigungstablette. In einigen Fällen ist auch eine Vollnarkose möglich.
Zunächst wird die oberste Hornhautschicht mit dem sogenannten Mikrokeratom vorsichtig gelöst und zur Seite geschoben. Anschließend modelliert ein Excimer-Laser die Hornhaut, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Danach wird die Hornhautschicht wieder zurückgelegt.
Der Eingriff dauert etwa 10 Minuten pro Auge.
Da die Epi-LASIK komplett ohne Schnitt auskommt, gibt es keine tiefe Wunde wie bei der LASIK. Das Infektionsrisiko ist daher sehr gering.
Zusätzlich schützt meist eine therapeutische Kontaktlinse das Auge während der Heilung.
Da Sie nach der OP nicht Auto fahren dürfen und eventuell verschwommen sehen, sollten Sie eine Begleitperson mitbringen. Diese kann Sie nach dem Eingriff sicher nach Hause begleiten.
Nach der Operation müssen Sie für ein paar Tage eine weiche Kontaktlinse zum Schutz tragen. In dieser Zeit können Nebenwirkungen wie leichte Schmerzen, Brennen und ein Fremdkörpergefühl auftreten. Diese Nachwirkungen sind im Heilungsprozess normal.
Bis Sie komplett scharf sehen, kann es 5 bis 7 Tage dauern. Meist verbessert sich die Sicht jedoch schon, sobald die Verbandslinse entfernt ist. Bis zu 2 Wochen nach dem Eingriff sollten Sie auf Besuche im Schwimmbad, der Sauna oder dem Solarium verzichten.
Die vollständige Heilung kann bis zu 6 Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit kann die Sehstärke noch leicht schwanken.
Die zahlreichen Vorteile der Epi-LASIK ergeben sich durch den fehlenden Schnitt in die Hornhaut. Der Eingriff ist besonders schonend und es gibt kaum Nachwirkungen. Die Vorteile im Überblick:
- Im Gegensatz zur LASEK: kein Einsatz von Flüssigkeiten zur Lösung der Hornhaut
- Schmerzfreier und schonender Eingriff ohne Schnitt
- Geeignet bei dünner Hornhaut
- Vergleichsweise geringe Schmerzen und Probleme nach der OP
Wie jede Augenlaser-Behandlung ist auch die Epi-LASIK mit möglichen Nebenwirkungen verbunden und weist einige Nachteile auf:
- Nur in niedrigen Dioptrienbereichen anwendbar
- Keine Behandlung von Weitsichtigkeit
- Evtl. erhöhte Lichtempfindlichkeit und Augentrockenheit
- Vorübergehende Sehschwankungen
- Längere Heilungsdauer als LASIK
Für wen eignet sich Epi-LASIK?
Die Epi-LASIK kombiniert die Vorteile von LASIK und LASEK. So kommt die Epi-LASIK wie die LASEK ohne Schnitt in die Hornhaut aus und ist damit schonender für das Auge. Epi-LASIK eignet sich daher besonders für Menschen mit dünner oder empfindlicher Hornhaut. Der Heilungsprozess ist zudem deutlich schmerzfreier als bei der LASEK und es treten weniger Nebenwirkungen auf.
Welche Behandlung geeignet ist, sollte immer individuell mit einem Augenarzt besprochen werden.
ReLEx SMILE: schmerzfreies und sanftes Verfahren
Das ReLEx-SMILE-Verfahren gilt als die sanfteste und schmerzfreieste Methode, sich die Augen lasern zu lassen. Dieses Verfahren ist noch recht neu; es wird erst seit 2011 praktiziert. Das Verfahren kann sowohl bei Kurzsichtigkeit als auch bei Hornhautverkrümmungen angewandt werden.
Da die Behandlung besonders schonend ist, hat die ReLex-SMILE-Methode weniger Nebenwirkungen als alle anderen Laserverfahren.
In unserem separaten Artikel zu ReLEx SMILE erfahren Sie alles zum Behandlungsablauf, den Kosten sowie den Vor- und Nachteilen der modernen Methode.
Gut zu wissen
Für wen eignet sich ReLEx SMILE?
ReLEx-SMILE-Augenlasern ist sehr gut für Menschen geeignet, bei denen bisher eine OP schwierig oder gar unmöglich war. Sie kann auch bei sehr dünner Hornhaut und trockenen Augen problemlos eingesetzt werden.
Auch bei Sportlern ist dieses Verfahren sehr beliebt, da der Kontakt mit Schweiß und Wasser nach der OP weniger problematisch ist.
Augen lasern lassen: Kosten und Verfügbarkeit der Methoden
Die Kosten für die Augenlaser-OP variieren je nach: Augenklinik, Erfahrung des Augenarztes sowie dem Leistungsumfang.
Was kosten LASIK, LASEK, Femto-LASIK & Co.im Überblick?
| Kosten | Verfügbarkeit | ||
|---|---|---|---|
| LASIK | Etwa 1.000 bis 2.000 € pro Auge |
In nahezu jeder größeren Stadt möglich |
|
| Femto-LASIK | Meist zwischen 1.300 und 2.000 € pro Auge. |
In den meisten großen Städten Deutschlands |
|
| LASEK | Ca. 1.400 € pro Auge |
In vielen Augenkliniken in nahezu jeder größeren Stadt |
|
| Epi-LASIK | Ab ca. 1.700 € pro Auge |
In vielen Augenkliniken in größeren Städten |
|
| ReLEx SMILE | Ab ca. 2.250 € pro Auge |
Inzwischen in vielen spezialisierten Augenkliniken in Deutschland |
Gut zu wissen
FAQ – Häufige Fragen zu Augenlasermethoden
Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.
LASIK arbeitet mit einem Hornhautdeckel (Flap) und ermöglicht meist eine schnelle Heilung. PRK und LASEK kommen ohne tiefen Hornhautschnitt aus und eignen sich häufiger bei dünner Hornhaut. Dafür dauert die Heilung in der Regel etwas länger.
Augenlaser-Behandlungen gelten heute als medizinisch gut erforscht und sehr sicher. Verfahren wie LASIK oder Femto-LASIK werden seit vielen Jahren weltweit angewendet. Komplikationen treten vergleichsweise selten auf, insbesondere bei erfahrenen Augenärzten und geeigneten Voraussetzungen.
Schwere Spätfolgen nach dem Augenlasern sind selten. In einigen Fällen können jedoch trockene Augen, Blendempfindlichkeit oder leichte Sehschwankungen länger bestehen bleiben. Das Risiko hängt unter anderem von der gewählten Methode, den individuellen Voraussetzungen und der Heilung ab.
Viele Patienten benötigen nach dem Augenlasern keine Brille oder Kontaktlinsen mehr. Eine vollständige Sehfreiheit kann jedoch nicht garantiert werden. Außerdem können sich die Augen im Laufe des Lebens weiter verändern, beispielsweise durch Altersweitsichtigkeit.
Stand: 21.07.2026
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