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Hochzeitsbräuche

Die schönsten Traditionen für das Brautpaar

Hochzeitsbräuche haben eine lange Tradition: Diese Gesten und Geschenke schaffen schöne Erinnerungen für das Brautpaar.

Ein Hochzeitspaar schneidet die Hochzeitstorte an.

Die Hochzeit ist einer der schönsten Tage im Leben – sorgen Sie dafür, dass Sie auch nach der großen Feier unbeschwert in die Zukunft blicken können. Mit einer Risikolebensversicherung sorgen Sie für die vor, die Ihnen am liebsten sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund um Hochzeit und Hochzeitsfeier gibt es zahlreiche traditionelle Bräuche, die Glück bringen oder Zusammenhalt und Schutz der Ehe symbolisieren sollen.
  • Planen sie es am besten fest in den Ablauf ein, wenn Sie Hochzeitsbräuche in die Trauung oder die Feier integrieren möchten. Für die Organisation sind meist die Trauzeugen zuständig.
  • Traditionelle Bräuche lassen sich auf Wunsch mit modernen Elementen kombinieren, etwa mit Funny Wedding Dances oder dem Brautstraußwerfen.

Diese Themen finden Sie hier

Welche Traditionen gibt es zur Hochzeit?

Kaum ein anderes Fest ist mit so vielen Bräuchen verbunden wie eine Hochzeit. Viele dieser Traditionen haben eine lange Geschichte und sollen dem Brautpaar Glück, Liebe und eine harmonische Ehe bescheren. Andere Bräuche sind erst in jüngerer Zeit entstanden und sollen vor allem unterhalten und schöne Erinnerungen schaffen. Ob symbolisch, romantisch oder einfach nur spaßig – Hochzeitsbräuche verleihen jeder Feier eine persönliche Note und machen den großen Tag unvergesslich. Entdecken Sie hier die schönsten Traditionen und ihre Bedeutung.

Ein Baby schläft auf der Brust des Vaters. Die Mutter gibt dem Baby einen Kuss auf den Kopf.

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Hochzeitsbräuche vor der Trauung

Schon vor der eigentlichen Trauung gibt es zahlreiche Bräuche für das Hochzeitspaar. Viele dieser Traditionen sollen Glück bringen oder einfach für Spaß und Vorfreude sorgen.

Trauzeugen: Wichtige Begleiter des Brautpaars

Die Trauzeugen unterstützen bei den Vorbereitungen für die Hochzeit, organisieren oft den Junggesellenabschied und bezeugen die Eheschließung mit ihrer Unterschrift. Früher sollten Trauzeugen stark und kämpferisch sein, um die Braut zu schützen. Heute stehen sie vor allem für Freundschaft und Unterstützung.

Gut zu wissen

Kann man ohne Trauzeugen heiraten?

Während für die evangelische und standesamtliche Trauung ein Trauzeuge keine Pflicht ist, sind sie bei einer katholischen Hochzeit vorgeschrieben. Früher ernannte man eine verheiratete Person als Trauzeugen, da sie dem Brautpaar im zukünftigen Eheleben mit Rat und Tat zur Seite stehen sollte.

Hochzeitsbräuche für die Braut

Viele Hochzeitsbräuche drehen sich um die Braut und sollen Glück, Liebe und Schutz bringen – von symbolischen Accessoires wie dem Brautschleier bis zu kleinen Glücksritualen wie dem Pfennig im Schuh.

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues

Nach diesem alten englischen Hochzeitsbrauch muss die Braut vier Dinge in ihr Hochzeits-Outfit integrieren: something old, something new, something borrowed und something blue. Jedes Teil hat seine eigene Bedeutung.

Ein blaues Band wird von zwei Händen gehalten.

Der traditionelle Brautschleier

Der Brautschleier ist das christliche Symbol für Unschuld und Jungfräulichkeit und bereits seit dem 4. Jahrhundert bekannt. Früher verdeckte er das Gesicht der Braut, um vor neugierigen Blicken und bösen Geistern zu schützen. Zudem sollte der Schleier die Tränen der Braut verbergen, die trauert, da sie sich von ihrer Familie trennen muss. Der Bräutigam lüftete den Schleier vor dem Altar, um das Gesicht seiner Braut zu sehen. Heute ist der Schleier meist ein Accessoire – viele Bräute entscheiden sich auch für Fascinator oder Blumenkränze.

Ein Pfennig im Brautschuh

Ein Pfennig oder Cent im Brautschuh soll lebenslangen Wohlstand und finanzielles Glück in die Ehe bringen. Moderne Hochzeitsschuhe haben teilweise einen Hohlraum für das Geldstück, damit es bequem bleibt. Der Pfennig kann auch von außen an die Schuhsohle geklebt werden.

Gut zu wissen

Warum steckt man einen Pfennig in den Brautschuh?

Früher zahlten zukünftige Bräute ihre Schuhe mit Pfennigen. Dafür begannen sie schon als Mädchen in ihrer Schulzeit zu sparen. Konnte sie sich die Schuhe aus eigener Tasche leisten, sah der Bräutigam, dass er eine sparsame und treue Frau heiraten würde.

Hochzeitsbräuche für den Bräutigam

Auch rund um den Bräutigam gibt es viele Hochzeitsbräuche, die Glück, Liebe und besondere Momente symbolisieren.

Drei Blumenkinder streuen vor einem Hochzeitspaar Blumen.

Hochzeitsbräuche bei der Trauung

Auch während der Trauung gibt es Bräuche, die Verbundenheit und Zusammenhalt symbolisieren und die Zeremonie zu etwas Besonderem machen.

Ein Hochzeitspaar füllt türkis- und rot gefärbten Sand in eine Vase.

Hochzeitsbräuche nach der Trauung

Nach dem Traugottesdienst oder Standesamt folgen Hochzeitsbräuche, die Glück und Segen bringen – und die das frischvermählte Ehepaar und seine Gäste gut unterhalten.

Ein Hochzeitspaar wird mit Reis beworfen.

Blechdosen und Schleifen am Auto

Der Krach von Blechdosen am Hochzeitsauto soll böse Geister vertreiben, damit das Paar glücklich bleibt. Die Blechdosen werden traditionell von Familienmitgliedern und Freunden gesammelt und bunt bemalt oder beklebt. Am Tag der Hochzeit werden die Dosen heimlich mit Schnüren am Auto befestigt, sodass sie den Weg von der Kirche zur Feier mit ausgelassenem Scheppern begleiten.

Hochzeitsbräuche bei der Feier

Während der Feier sorgen Bräuche für große Emotionen und schöne Erinnerungen: Klassiker sind das Anschneiden der Hochzeitstorte, der Brautstraußwurf und natürlich der Hochzeitstanz.

Gemeinsames Anschneiden der Torte

Das Anschneiden der Hochzeitstorte ist ein feierlicher Moment, der die Einigkeit des Paares symbolisiert. Wer die Hand oben hat, soll traditionell das Sagen in der Beziehung haben. Das gemeinsame Anschneiden der Torte symbolisiert die Einigkeit in einer glücklichen Ehe. Die angeschnittene Hochzeitstorte ist somit das erste gemeinsame Erfolgserlebnis in der noch jungen Ehe.
In der Schweiz kommt ein weiterer Brauch hinzu. Dort küsst sich das Brautpaar vor dem Anschneiden über die mehrstöckige Torte hinweg – natürlich bestenfalls, ohne sie umzustoßen.

Ein Hochzeitspaar schneidet die Hochzeitstorte an.

Brautstrauß werfen

Beim ursprünglich aus Amerika kommenden Brautstraußwerfen wirft die Braut mit verbundenen Augen oder mit dem Rücken zur Menge den Strauß in die Gruppe der unverheirateten Frauen. Wer ihn fängt, gilt als nächste Braut. Alternativ kann ein Wurfstrauß genutzt werden, damit die Braut ihren eigenen behalten kann.

Mehrere Frauen warten darauf, einen Brautstrauß fangen zu können.

Hochzeitsmandeln als Gastgeschenk

Die Hochzeitsmandeln symbolisieren Glück, Gesundheit, Wohlstand, Fruchtbarkeit und ein langes Leben. Traditionell erhält jeder Hochzeitsgast fünf Mandeln – die Zahl steht in Griechenland für die Untrennbarkeit des Paares. Der bittersüße Geschmack erinnert an die Höhen und Tiefen des Ehelebens.

Ein Tisch ist mit einem Glas Mandeln dekoriert.

Hochzeitswalzer

Der Hochzeitstanz eröffnet die Feier auf der Tanzfläche. Meist wird ein langsamer Walzer gewählt, alternativ auch Cha-Cha-Cha, Rumba oder Tango. Der zweite Tanz gehört traditionell Braut und Vater sowie Bräutigam und Mutter. Anschließend wechselt die Band oder der DJ häufig zu moderner Musik. Spätestens dann ist es für alle, die Lust haben, Zeit, das Tanzbein zu schwingen.

Eine Braut tanzt am Abend gemeinsam mit einer Freundin auf der Tanzfläche.

Gut zu wissen

Gibt es Alternativen zum Hochzeitswalzer?

Funny Wedding Dances sind ein Trend aus den USA, der sich mittlerweile auch bei uns verbreitet hat: Dabei wechselt das Paar vom klassischen, eher langsamen Hochzeitstanz zu lustigen oder modernen Tänzen.

Brautentführung

Die Tradition der Brautentführung sorgt für Spannung während der Hochzeitsfeier. Er wird heute nur noch in einigen Regionen Deutschlands praktiziert.

Checkliste

  • Freunde oder Verwandte „entführen“ die Braut in einem Moment, in dem der Bräutigam sie aus den Augen verliert.
  • Die Braut wird in einer nahegelegenen Location, wie einer Bar oder einem Café, versteckt.
  • Die Entführer dürfen dort trinken, während der Bräutigam als Strafe für seine Unachtsamkeit die Rechnung übernimmt.
  • Sobald der Bräutigam die Entführung bemerkt, beginnt seine Suche nach der Braut – symbolisch für seine bedingungslose Liebe und die Bereitschaft, alle Hürden für seine Partnerin zu überwinden.
  • Je nach Region können dabei unterschiedliche Aufgaben auf ihn warten, um seine Braut zurückzugewinnen.

Gut zu wissen

Woher stammt der Brauch der Brautentführung?

Ursprünglich geht dieser Brauch auf Zeiten zurück, in denen Frauenmangel herrschte und Frauen daher häufiger entführt wurden. Im alten Sparta galt eine erfolgreich entführte Frau automatisch als verheiratet mit ihrem Entführer.

Schleiertanz

Dieser altgermanische Brauch findet traditionell um Mitternacht statt. Der Schleiertanz gilt auch als einfallsreiche Alternative zum Werfen des Brautstraußes.

Checkliste

  • Gäste spannen Tüll über das Paar, das tanzend darunter steht.
  • Am Ende des Liedes wird das Tuch zerrissen: große Stücke gelten als Glücksbringer.
  • Die Braut legt ihren Schleier ab – sie ist nun offiziell Ehefrau.
  • In manchen Regionen nehmen nur unverheiratete Frauen am Schleiertanz teil.
  • Diejenige, die das größte Schleierstück ergattert, wird angeblich als nächste zum Traualtar geführt.

Nach der Feier: Braut über die Schwelle tragen

Nach altem heidnischen Glauben lauern böse Geister auf der Türschwelle, um der Braut ihr Glück zu missgönnen. Der Bräutigam trägt sie daher schützend über die Schwelle, damit sie unversehrt in ihr neues Leben treten kann. Symbolisch beginnt hinter der Schwelle das gemeinsame Leben als Einheit.
Heute wird dieser Brauch vor allem durch romantische Hollywood-Filme bekannt gehalten. In der Praxis vergessen viele Paare ihn – sei es wegen eines langen Abends oder ausgelassener Feierstimmung. Entscheidend ist: Wählen Sie die Traditionen, die zu Ihnen passen, und machen Sie Ihren Tag zu etwas Besonderem.

Ein Bräutigam trägt eine Frau im Hochzeitskleid durch einen Weinberg.

FAQ – Häufige Fragen zur Hochzeit

Die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.

Zu den alten Hochzeitsbräuchen zählen unter anderem das Reiswerfen, das Über-die-Schwelle-Tragen der Braut und das Anzünden der Hochzeitskerze. Sie symbolisieren Glück, Schutz vor bösen Geistern und den Beginn des gemeinsamen Lebens. Viele dieser Traditionen haben ihren Ursprung in heidnischen oder religiösen Ritualen.

Moderne Bräuche umfassen zum Beispiel den First Look, Funny Wedding Dances oder das Werfen eines Wurfstraußes. Sie dienen oft der Unterhaltung der Gäste und der Inszenierung besonderer Momente. Auch Sandzeremonien oder personalisierte Gastgeschenke zählen inzwischen zu zeitgemäßen Hochzeitsritualen.

Typische Bräuche sind: Etwas Altes, Neues, Geliehenes und Blaues für die Braut, das Brautstraußwerfen, der Hochzeitswalzer, das Reiswerfen und das gemeinsame Anschneiden der Torte. Viele Paare wählen bewusst nur die Bräuche aus, die zu ihnen passen.

Die Braut trägt traditionell etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues. Jedes Teil hat eine eigene Bedeutung: Vergangenheit, Zukunft, Unterstützung und Treue. Die Tradition stammt ursprünglich aus England und ist heute weltweit beliebt.

Lustige Bräuche sind unter anderem der Funny Wedding Dance, das Werfen der Fliege des Bräutigams oder der Schleiertanz. Sie bringen Spaß, Überraschungen und Unterhaltung für Gäste und Brautpaar. Auch Hochzeitsspiele können die Feier auflockern und für bleibende Erinnerungen sorgen.

Ein Hochzeitsumtrunk kann verschiedene Bedeutungen haben: So dauert ein Sektempfang nach der Trauung meist 1 bis 2 Stunden und dient dazu, Gäste zu begrüßen und für einen entspannten Start in die Feier zu sorgen. Ein geselliger Abend vor der Hochzeit, oft als Vorstufe zum Polterabend, kann mehrere Stunden bis spät in die Nacht dauern. Auch eine lockere „After-Wedding-Party“ nach der Feier dauert üblicherweise 2 bis 4 Stunden.

Traditionell dienen Hochzeitsgeschenke dazu, das gemeinsame Zuhause einzurichten, beispielsweise mit Haushaltsgegenständen wie Kochgeschirr oder Textilien. Das Brautpaar gibt i. d. R. vorab eine Liste mit entsprechenden Wünschen heraus. Eine weitere verbreitete Tradition ist das Geldgeschenk, das Glück, Wohlstand und finanzielle Unterstützung symbolisiert. Auf Glückwunschkarten finden berührende Hochzeitssprüche ihren Platz.

Stand: 27.01.2026

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