Vergünstigungen für E-Autos

Vorteile für Stromer

Viele Anreize sollen Ihnen den Kauf eines Elektroautos schmackhaft machen. Von diesen Vorteilen können Sie profitieren.

Vergünstigungen für E-Autos

Rechtsfrage des Tages:

Wer über die Anschaffung eines Autos mit Elektroantrieb nachdenkt, sollte auch die Vergünstigungen nicht vergessen. Welche Vorteile genießen Besitzer von E-Autos?

Antwort:

Die Anschaffung eines Elektroautos kann dem stolzen Besitzer viele Vorteile sichern. Nicht nur, dass das Fahrzeug sehr leise ist, es verursacht weniger umweltschädliche Emissionen. Fahrer von E-Autos genießen einige Vorteile. Bereits beim Kauf locken attraktive Prämien. Außerdem können sich Neubesitzer über Steuererleichterungen und bessere Parkmöglichkeiten freuen.

Prämie für Neuanschaffung

Bereits seit 2015 soll eine Kaufprämie die Anschaffung von Elektroautos interessant machen. Diese Innovationsprämie wurde bis 2025 verlängert und anlässlich des Konjunkturpakets aufgrund der Corona-Pandemie erhöht. Für Elektroautos beträgt die Kaufprämie 9.000 Euro, für Plug-In-Hybridfahrzeuge immerhin noch 6.750 Euro. Allerdings gibt es ein finanzielles Limit. Haben Sie sich ein Luxusklasse-Auto gegönnt, kann Ihr Antrag abschlägig beschieden werden. Die Bundesregierung vertritt insofern die Ansicht, dass beim Kauf von einem Fahrzeug von über 65.000 Euro Listenpreis keine staatliche Förderung notwendig sei. Dieser Preis stellt also das Limit dar. Kostet das neue E-Auto zwischen 40.000 Euro und 65.000 Euro, bekommen Käufer eine Prämie von 7.500 Euro, bei Plug-In-Hybriden dieser Preisklasse 5.625 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es die Prämie übrigens auch für junge Gebrauchtfahrzeuge.

Vorsicht, Betrüger!

Leider gibt es auch im Bereich der Elektromobilität Betrüger. So bieten einige Händler E-Fahrzeuge zu überhöhten Preisen an. Um dann die staatliche Förderung zu erschleichen, manipulieren sie Verträge und Rechnungen. Als Subventionsbetrug ist das strafbar. Kommt Ihnen das Verkaufsangebot merkwürdig vor, sollten Sie vorsichtig sein. Sinnvoll ist es, sich eine Musterrechnung für das Fahrzeug zusenden zu lassen. Dann können Sie selbst prüfen, ob der Kauf förderfähig ist oder nicht. Informationen erhalten Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Steuervorteil

Haben Sie sich für den Kauf eines Elektrofahrzeugs entschieden, werden Sie in den nächsten zehn Jahren keine Kfz-Steuer zahlen müssen. Reine Elektrofahrzeuge und Fahrzeuge mit wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen sind nämlich für diesen Zeitraum befreit. Nach Ablauf der zehn Jahre wird zwar die Steuer fällig, allerdings müssen Sie auch dann nur einen reduzierten Betrag zahlen. Für Hybridfahrzeuge gibt es hingegen keine pauschale Steuerbefreiung. Allerdings zahlen Sie für ein solches Fahrzeug in der Regel deutlich weniger als für Autos mit Verbrennungsmotor. Grund ist die geringere CO2-Emmission.

E-Auto als Firmenwagen

Die Privatnutzung eines Firmenfahrzeugs ist eigentlich eine feine Sache. Den Löwenanteil der Kosten trägt der Arbeitgeber. Allerdings müssen Sie als Arbeitnehmer 1 Prozent des Brutto-Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Je teurer das Fahrzeug ist, umso spürbarer fällt diese Versteuerung aus. Sonderregeln gelten wiederum für Fahrzeuge mit Elektronantrieb. E-Fahrzeuge mit einem Preis von bis zu 60.000 Euro müssen Sie nur noch mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises versteuern. Teurere E-Autos müssen Sie mit 0,5 Prozent versteuern. Für Plug-In-Hybridfahrzeuge gilt ebenfalls weiter die halbe Bemessungsgrundlage von 0,5 Prozent, sofern sie mindestens 40 Kilometer rein elektrisch fahren können oder maximal 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Ab 2022 muss die Reichweite mindestens 60 Kilometer betragen. Drei Jahre später steigt die Mindestreichweite auf 80 Kilometer.

Sonderrechte beim Parken

Bereits am 12. Juni 2015 trat das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) in Kraft. Dieses Gesetz ermöglicht es den Kommunen, unter anderem Parkgebühren für Elektrofahrzeuge zu ermäßigen oder diese ganz davon zu befreien. Viele Städte haben von dieser Möglichkeit zwischenzeitlich Gebrauch gemacht. An öffentlich zugänglichen Ladestationen dürfen nur Elektrofahrzeuge parken. Die Beschränkung erkennen Sie an dem Zusatzschild mit dem Piktogramm eines Autos mit Stecker. Sind Sie Eigentümer eines E-Autos, dürfen Sie bei dieser Beschilderung kostenlos parken und Ihr Fahrzeug aufladen. Ihr Auto muss aber über das E-Kennzeichen verfügen und Sie müssen Ihre Parkscheibe auslegen. Länger als zwei Stunden dürfen Sie den Parkplatz mit Ladestation nicht blockieren, da der Zugang möglichst vielen Elektrofahrzeugen zur Verfügung stehen soll.

Andere werden abgeschleppt

Fahren Sie hingegen ein herkömmliches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, sind diese Sonderparkplätze für Sie tabu. Selbst außerhalb der angegebenen Bewirtschaftungszeit, wie beispielsweise "werktags 9-20 h", dürfen Sie Ihr Auto dort nicht abstellen. E-Autos dürfen außerhalb dieses Zeitraums unbegrenzt dort parken. Nutzen Sie mit Ihrem "normalen" Auto einen solchen Parkplatz, müssen Sie neben einem Verwarnungs- oder Bußgeld auch damit rechnen, dass Ihr Wagen abgeschleppt wird.

Tempolimit „Lärmschutz“ auch für Stromer?

Häufig finden Sie zum Beispiel in der Nähe von Wohngebieten Geschwindigkeitsbeschränkungen, die mit einem Zusatzschild "Lärmschutz" ausgestattet sind. Moderne Elektroautos gelten im Vergleich zu Verbrennungsmotoren als sehr leise. Für die Umwelt ist das durchaus angenehm. Auch wenn von Ihrem Gefährt nur wenig Lärm ausgeht, müssen Sie sich dennoch an das Tempolimit halten. Das Zusatzschild schränkt die Geschwindigkeitsbeschränkung nämlich nicht ein. Sie dürfen es nur als Hinweis verstehen, der die Akzeptanz der Beschränkung erhöhen soll. Es enthält keinen eigenen Regelungscharakter.

 

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