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Junge Autofahrer in Deutschland: Zahlen und Trends

Deutschland ist und bleibt ein Autofahrerland. Zum 01. Januar 2017 kamen 684 angemeldete Kraftfahrzeuge auf 1.000 Einwohner. Das entspricht insgesamt knapp 46 Mio. Pkw, deren Durchschnittsalter etwa 9 Jahre beträgt. Damit ist die Autodichte zwar nicht ganz so hoch wie in Italien oder den US. Bei der Anzahl an Autos liegt Deutschland aber stets weit vorne in den Statistiken. Die meisten der Fahrzeuge werden privat genutzt – nur 1 % der Halter ist als gewerblich eingetragen.

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Kfz-Versicherung für Fahranfänger

  

Der Führerschein mit 17 – ein bundesweiter Erfolg

2004 startete Niedersachsen einen Projektversuch, der Begleitetes Fahren ab 17 ermöglichte. Er war so erfolgreich, dass schließlich 2008 alle anderen Bundesländer nachzogen. Seit 2010 ist der Führerschein mit 17 dauerhaft im Gesetz verankert.

Das Besondere daran: Fahrschüler absolvieren zwar die reguläre Fahrprüfung, erhalten aber nur eine Bescheinigung statt eines Führerscheins. Damit dürfen Jugendliche ab 17 selbst fahren, wenn eine Begleitperson als Beifahrer mitfährt. Diese muss mindestens 30 Jahre alt sein, eine gültige Fahrerlaubnis und nicht mehr als einen Punkt in Flensburg haben. Meist sind es die Eltern – über 90 % der eingetragenen Beifahrer sind Väter oder Mütter.

Nach etwa 10 Jahren kann man sagen: Das Modell ist erfolgreich. Knapp die Hälfte der Fahranfänger nutzt es. Statistiken belegen außerdem, dass Teilnehmer in 28,5 % weniger Verkehrsunfälle verwickelt sind und 22 % weniger Verkehrsverstöße begehen als ältere Prüflinge. Logisch, denn schließlich ist eine praktische Fahrschulausbildung zeitlich begrenzt. Daher kann sie nur einen Bruchteil der erforderlichen Kenntnisse vermitteln. Den Rest erledigt der Begleiter.

Die geringeren Unfallraten wirken sich auch positiv auf die Kfz-Versicherung aus. In unserem Ratgeber erfahren Sie alles rund um die Kfz-Versicherung für Fahranfänger.

Herausforderungen und Gefahren im Straßenverkehr für Fahranfänger

Junge Frau zeigt freudestrahlend ihren Führerschein

Fahranfänger sind mit Abstand dem höchsten Unfallrisiko im Straßenverkehr ausgesetzt. Direkt nachdem sie den Führerschein gemacht haben, ist die Gefahr eines Unfalls am größten. Zum einen fehlt den Fahranfängern meist die Fähigkeit, Gefahren schnell richtig einzuschätzen. Zum anderen fahren sie oft riskanter. So ist die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen in rund 30 % der Verkehrsunfälle verwickelt. Sie kommt außerdem doppelt so wahrscheinlich im Straßenverkehr ums Leben wie der Rest der Bevölkerung.

Die mit Abstand häufigste Unfallursache laut Polizeiangaben: nicht angepasste Geschwindigkeit. Darauf folgen Abstandsfehler und Fehler beim Rangieren. Unter Alkoholeinfluss und beim falschen Befahren der Straße (z. B. auf der Gegenfahrbahn) werden dabei besonders viele Menschen verletzt.

Der ADAC betreibt eigenständig Unfallforschung und hat dazu interessante Statistiken veröffentlicht. Darin sind vor allem schwere Fälle erfasst. Hauptunfallursache ist ein Kontrollverlust über das Fahrzeug. Häufig ist überhöhte Geschwindigkeit der Grund: Fahranfänger überschätzen oft ihre Fähigkeiten und unterschätzen die Kräfte, mit denen sie es zu tun haben.

Ein anderer Grund ist Ablenkung. Sie spielt bei einem Drittel der Unfälle eine wichtige Rolle. Im Zeitalter des Smartphones verwundert das nicht. Unter anderem deshalb fordert z. B. die Polizei noch höhere Bußgelder für das Handy am Steuer. 2017 wurde bereits ein Schritt in diese Richtung getan und die Geldstrafe von 60 € auf 100 € heraufgesetzt. Wenn gleichzeitig eine Gefährdung damit einhergeht, wird es sogar noch teurer.

 

Der Flensburger Punktekatalog – Verstöße und Strafen

Die Geschwindigkeitsüberschreitung bleibt unangefochtener Spitzenreiter bei den Verkehrsverstößen. Und das trotz der bekannten Risiken. Von den mittlerweile 10 Mio. im Fahreignungsregister eingetragenen Verkehrsteilnehmern sind die meisten zu schnell gefahren.

Deshalb wurden 2016 ganze 451.867 Fahrverbote ausgesprochen, immerhin 20 % mehr als im Jahr davor. 94.569 Verkehrsteilnehmern wurde die Fahrerlaubnis entzogen – meist wegen Drogeneinfluss am Steuer.

Positiv: Die Zahl der Verkehrstoten sinkt seit Jahren.  Zwar stieg 2016 die Zahl der Unfälle im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 %. Aber gleichzeitig sank die Zahl der Verkehrstoten um 7,3 % auf 3.206. Das sind allerdings immer noch 9 Tote pro Tag.

9 Tote zu viel. Die Punktevergabe im Fahreignungsregister ist deshalb so gestaltet, dass besonders gefährliches Verhalten im Straßenverkehr auch besonders harte Strafen nach sich zieht.

Gefahrenquelle Handynutzung während der Autofahrt

Sicherheitsausstattung von Gebrauchtwagen für Fahranfänger

Verkehrssicherheit hängt auch stark vom Alter des Fahrzeugs ab. Unfallwagen sind oft älter als 10 Jahre. Leider fehlt es ihnen häufig an wichtiger Sicherheitsausstattung wie beispielsweise dem ESP (Antischleuderprogramm). Außerdem sollten Kopf-, Front- und Seitenairbags sowie ABS vorhanden sein.

2016 wechselten knapp 8 Mio. Kraftfahrzeuge den Besitzer, 1,1 % mehr als im Jahr davor. Die meisten Käufer waren Privatpersonen. Bei etwa einem Fünftel der Fahrzeuge handelte es sich um sogenannte Jahreswagen. Durchschnittlich haben in Deutschland gehandelte Gebrauchtwagen aber 10 Jahre ihres Autolebens hinter sich. Es herrscht also viel Bewegung auf dem Markt für Gebrauchtfahrzeuge, was auch an der langlebigen Technik liegt.

Dennoch sollten Sie genau hinschauen. Wie Sie einen sicheren und technisch einwandfreien Gebrauchten finden, verraten wir Ihnen in unserem Ratgeber zum Gebrauchtwagenkauf für Fahranfänger.

Wollen Sie Ihr altes Auto verkaufen, um sich ein sichereres Modell zuzulegen? Auch einen Leitfaden zum Autoverkauf finden Sie bei uns.

 

Kfz-Versicherung bei Fahranfängern

Die Altersgruppe der 17- bis 24-Jährigen macht weniger als 3 % der Fahrzeughalter aus. Damit sind zwar wenige junge Menschen als Halter eines Fahrzeugs eingetragen. Doch Auto fahren bedeutend mehr Jugendliche. Der Grund für die Abweichung: Viele können sich entweder kein eigenes Auto leisten. Oder sie lassen ihren Pkw auf jemand anderen zu, um Versicherungskosten zu sparen. Wie das funktioniert, erfahren Sie in unserem Ratgeber Kfz-Versicherung für Fahranfänger.

Dazu kommt: Ein eigenes Auto ist für Jugendliche längst kein wichtiges Statussymbol mehr. Das liegt einerseits an einem gewachsenen Umweltbewusstsein. Andererseits braucht man heute besonders in Großstädten nicht unbedingt ein eigenes Auto. Dort gibt es inzwischen praktische Alternativen wie Carsharing oder Fahrgemeinschaften.

 

Die Zukunft des Automobils in Deutschland

Ein eigenes Auto ist für Jugendliche längst kein Muss mehr. Gleichzeitig steigt das Umweltbewusstsein der Bevölkerung. Trotzdem wird der sogenannte motorisierte Individualverkehr noch eine ganze Weile das Bild unserer Städte prägen.

Denn immer noch werden bei uns 55 % aller Strecken mit dem Auto zurückgelegt. 70 % der Deutschen nutzen das Auto auf dem Weg zur Arbeit. Die heute überall geforderte Flexibilität ist also oft ans Auto gekoppelt. Solange es keine echte Alternative gibt, werden viele Jugendliche weiterhin den Führerschein machen.

Quellen: ADAC, Statistisches Bundesamt, KBA