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Haftpflichtversicherung für Flüchtlinge

Ein Unfall kann schnell passieren. Für die entstehenden Kosten gibt es in Deutschland die Haftpflichtversicherung. Sie kommt für alle Schäden auf, die Sie am Eigentum einer fremden Person verursachen. Kompliziert wird es, wenn der Unfallverursacher nicht versichert ist – wie die meisten Flüchtlinge in Deutschland. Hier erfahren Sie, dass

  • ohne Haftpflichtversicherung hohe Kosten entstehen können, die weder Sie noch der Unfallgegner zahlen können.
  • die Kfz-Haftpflichtversicherung in Deutschland eine Pflichtversicherung ist, die Sie zum Autofahren auf jeden Fall benötigen.
  • es in einigen Kommunen Sammelversicherungen für die Haftpflichtversicherung gibt.

Was ist eine Haftpflichtversicherung? Und was deckt sie ab?

Eine Haftpflichtversicherung sorgt dafür, dass Sie einen Schaden am Eigentum anderer nicht selbst bezahlen müssen. Man unterscheidet zwischen Privathaftpflichtversicherung und Kfz-Haftpflichtversicherung. Die Privathaftpflichtversicherung deckt die Kosten aller Unfälle im Alltag ab: Sie lassen beispielsweise das Smartphone eines Freundes fallen und es geht kaputt. Dann ist die private Haftpflichtversicherung dafür zuständig. Sie übernimmt folgende Kosten:

  • Personenschäden: bei körperlichen und psychischen Verletzungen am Menschen
  • Sachschäden: bei Defekt oder Wertminderung von Gegenständen
  • Vermögensschäden: bei finanzieller Benachteiligung

 

Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt, sobald es um Schäden an Fahrzeugen geht. In Deutschland ist die Kfz-Haftpflicht eine Pflichtversicherung. Wer ein Auto besitzt und fahren will, benötigt sie unbedingt. Die Kfz-Haftpflicht umfasst:

  • Reparaturkosten, Wiederbeschaffungskosten, Abschleppkosten usw.
  • Sachschäden an Gebäuden, Straßenschildern usw.
  • Schmerzensgeld, Heilungskosten, Verdienstausfälle des Unfallgegners

Achtung: Die Haftpflichtversicherung sichert nur Schäden an fremdem Eigentum ab. Ihnen selbst entstandene Kosten übernimmt sie nicht.

 

Wer kommt für den Schaden auf, wenn keine Haftpflichtversicherung besteht?

Viele Asylbewerber haben nach der Ankunft in Deutschland andere Probleme, als Versicherungen abzuschließen. Das deutsche Versicherungssystem ist außerdem für Flüchtlinge oft sehr kompliziert. Schwierigkeiten mit der Sprache und wenig Geld erschweren die Situation. Passiert jedoch ein Unfall und Sie sind nicht haftpflichtversichert, kann das fatale Folgen haben. Dann können Ihnen Kosten entstehen, die Sie nicht allein tragen können. Eine Haftpflichtversicherung sollten Sie also in jedem Fall haben. Wenn Sie sich keine leisten können, gibt es Alternativen.

 

Kommunale Haftpflichtversicherungen für Flüchtlinge

Ein Mann schüttelt einer Frau beim Vertragsabschluss die Hand

Einige Versicherer bieten eine spezielle Versicherung für Flüchtlinge an. Die sogenannten kommunalen Versicherungen bieten Asylbewerbern eine Haftpflichtversicherung, die von den Kommunen bezahlt wird. Die Kommune kann dann alle dort lebenden Geflüchteten für einen Pauschalbetrag haftpflichtversichern.

 

Ob eine solche Sammelversicherung möglich ist, ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Fragen Sie am besten bei Ihrer Kommune nach und achten Sie auf Lokalnachrichten zu diesem Thema. Gibt es eine kommunale Haftpflichtversicherung, kann auch Ihre Familie mitversichert werden. Der Jahresbeitrag liegt bei etwa 30 bis 40 € pro Familie. Sie können nicht über eine Sammelversicherung versichert werden und haben kein Geld für eine eigene? Dann hilft Ihnen im Regelfall ebenfalls Ihre zuständige Kommune.

Wichtig: Sobald Sie einen Aufenthaltsstatus erhalten, verlieren Sie den Anspruch auf eine Sammelversicherung. Dann benötigen Sie definitiv eine eigene Haftpflichtversicherung.

 

Vorgehen bei einem Unfall

Ob Privathaftpflicht oder Kfz-Haftpflicht: Ist ein Unfall passiert, müssen Sie sofort der Versicherer darüber informieren. Damit die Versicherung den Fall problemlos bewerten kann, sollten Sie außerdem Folgendes beachten:

2 Männer tauschen nach einem Autounfall ihre Kontaktdaten aus

  • Schaden dokumentieren: Machen Sie Fotos von Schaden bzw. Unfallort.
  • Kontaktdaten tauschen: Tauschen Sie unbedingt mit dem Unfallgegner Adressen aus. Nur so weiß die Versicherung, wer die Entschädigung erhält.
  • Nichts bezahlen: Die Versicherung prüft, wer für den Schaden aufkommen muss. Zahlen Sie den Schaden auf keinen Fall selbst.
  • Kontakt zur Versicherung aufnehmen: Innerhalb einer Woche müssen Sie den Schaden melden – schriftlich, telefonisch oder online.
  • Schaden melden: Sie erhalten ein Formular, in das Sie die genauen Daten zum Schaden eintragen müssen.
  • Abwarten: Ab jetzt übernimmt die Versicherung alles Weitere und prüft den Fall.

Sie haben Fragen oder verstehen etwas nicht? Unterstützung bekommen Sie bei Ihrer Kommune oder bei Ihrem Sozialamt.

 

 

Fazit:

Die Haftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen in Deutschland. Informieren Sie sich am besten frühzeitig, ob in Ihrer Kommune eine Sammelversicherung besteht. Wenn nicht, können Sie eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen. Ist das zu teuer, hilft Ihnen Ihre Kommune oder Ihr Sozialamt.